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Asumate 30 ist ein orales Kontrazeptivum (Antibabypille). Es enthält als aktive Wirkstoffe das künstliche Östrogen Ethinylestradiol sowie das synthetische Gestagen Levonorgestrel, weshalb es auch als Kombinationspräparat bezeichnet wird. Asumate 30 bietet bei korrekter Anwendung einen hocheffektiven Schutz vor unerwünschten Schwangerschaften und ist mit einem Pearl Index von 0,1 bis 0,9 eines der sichersten Verhütungsmittel auf dem Markt.
Im weiblichen Körper wird das Reifen einer Eizelle, das Signal für den Eisprung sowie eine erhöhte Durchblutung der Gebärmutterschleimhaut durch natürlich vorkommende Östrogene ausgelöst. Der Östrogenspiegel verändert sich ständig im Laufe des monatlichen Fruchtbarkeitszyklus. Währenddessen verursacht natürliches Gestagen wie Progesteron die Verdickung der Gebärmutterschleimhaut, um die Einnistung eines befruchteten Eis zu unterstützen.
Die Gabe von langsamer und dafür länger wirkenden synthetischen Östrogenen wie Ethinylestradiol hingegen hemmt das Heranreifen des Eis und den Eisprung. Zudem wird die Gebärmutterschleimhaut verdünnflüssigt und das Einnisten eines befruchteten Eis erschwert. Darüber hinaus verdickt das künstliche Gestagen Levonorgestrel den Zervixschleim, wodurch Spermien schwerer passieren können und eine Befruchtung verhindert wird. Der Schwangerschaftsschutz wird also auf dreifache Weise gesichert.

Durch die regelmäßige Einnahme einer gleichbleibenden Dosis Hormone wird auch eine Regulierung des Zyklus ermöglicht. Ein natürlicher Rückkopplungsprozess ersetzt dabei nach und nach die Hormone des Körpers mit den synthetischen Varianten. Dadurch können mithilfe der Antibabypille der Hormonspiegel sowie die Entzugsblutungen vollständig extern kontrolliert werden. Dadurch bietet sich die Pille in vielen Fällen für Frauen an, die an Zyklusstörungen wie unregelmäßigen, sehr starken Blutungen (Hypermenorrhoe) und sonstigen Menstruationsbeschwerden (Dysmenorrhoe) leiden.
Um einen vollständigen Empfängnisschutz zu gewährleisten, ist eine korrekte und regelmäßige Einnahme der Pille notwendig. Die Darreichung erfolgt als Tablette in Blisterpacks mit je 21 Tabletten. Diese sind mit den Wochentagen beschriftet, um die Dosierung zu vereinfachen und Einnahmefehler zu vermeiden. Am ersten Tag der Periodenblutung beginnt die Ersteinnahme. Anschließend werden durchgängig an 21 Tagen jeweils eine Tablette zur gleichen Zeit verabreicht. Die Einnahme ist nicht von Mahlzeiten abhängig und kann zu jeder Tageszeit erfolgen, solange dieser Zeitraumen durchgängig aufrecht erhalten werden kann. Für viele Frauen ist daher die Anwendung direkt nach dem Aufstehen oder vor dem Zubettgehen am einfachsten.
Anschließend an 21 Tage durchgängiger Einnahme erfolgt eine siebentägige Pillenpause. Während dieser Zeit tritt gewöhnlich die sogenannte Entzugsblutung auf. Da weniger Gebärmutterschleimhaut aufgebaut wurde, ist diese Blutung meist leichter und vor kürzerer Dauer als die normale Regelblutung. Am achten Tag wird der nächste Blister begonnen, auch wenn die Blutung noch anhalten sollte. Auch während der Pillenpause besteht ein vollständiger Schwangerschaftsschutz.
Wenn die Einnahme einer Tablette versäumt wird, kann dies innerhalb von maximal 12 Stunden ohne Auswirkungen auf die Wirksamkeit nachgeholt werden. Liegt die korrekte Einnahme bereits mehr als 12 Stunden zurück, kann kein ausreichender Schwangerschaftsschutz mehr gewährleistet werden. Die Einnahme ist trotzdem schnellstmöglich nachzuholen, auch wenn dies die gleichzeitige Einnahme von zwei Tabletten bedeutet, jedoch muss in den kommenden sieben Tagen eine zusätzliche Verhütungsmethode genutzt werden.
Wurde die Tablette in der ersten Woche des Zyklus vergessen, wird die Einnahme umgehend nachgeholt und anschließend wie gewohnt weitergeführt, unter Beachtung der 7 Tage mit reduzierter Wirksamkeit. Bei einer vergessenen Einnahme in der zweiten Woche des Zyklus bleibt der Empfängnisschutz erhalten, sofern die Tablette schnellstmöglih nachträglich eingenommen wird. Für Woche drei kann entweder die Einnahme nachgeholt und anschließend wie gewohnt weitergeführt werden oder alternativ ohne Pillenpause nach Beendigung des aktuellen Blisters direkt die nächste Packung zu beginnen.
Um die in Asumate 30 enthaltenen Hormone vollständig zu resorbieren, benötigt der Körper etwa drei bis vier Stunden. Kommt es innerhalb dieses Zeitraums zu schwerem Durchfall oder Erbrechen, ist möglicherweise die Wirkung beeinträchtigt. Daher sollte sofort nach Abklingen der Symptome und nicht später als 12 Stunden nach der ursprünglichen Einnahme eine zweite Tablette genommen werden. Diese kann aus einem Ersatz-Blister stammen oder vom letzten Tag des aktuellen Blisters entnommen werden. Dadurch verkürzt sich der Zyklus um einen Tag.
Hormonelle Verhütungsmittel können wie andere Arzneimittel auch unerwünschte Nebenwirkungen auslösen. Vor allem in den ersten 12 Monaten nach der Erstanwendung ist das Risiko für Nebenwirkungen erhöht, während sich der Körper an die hormonelle Umstellung anpasst. In der Regel werden diese Nebenwirkungen mit der Zeit geringer und verschwinden schließlich völlig, wenn die Umstellung abgeschlossen ist. Als sehr häufige Nebenwirkungen für Asumate 30 werden Durchbruch- und Schmierblutungen und Kopfschmerzen angegeben. Weitere Nebewirkungen sind:
Häufige Nebenwirkungen:
Gelegentliche Nebenwirkungen:
Seltene Nebenwirkungen:
Sehr seltene Nebenwirkungen:
Bei Verwendung von hormonellen Verhütungsmethoden wie Asumate 30 besteht ein erhöhtes Risiko für Thrombosen. Dieses ist geringer als das natürliche Thrombose-Risiko während einer Schwangerschaft, jedoch höher als das statistische Risiko für Frauen, die nicht hormonell verhüten. Langzeitstudien zufolge bestehen Unterschiede zwischen den jeweiligen Inhaltsstoffen der Antibabypille, wobei Pillen mit dem Gestagen Levonorgestrel wie Asumate 30 vergleichsweise das geringste Risiko aufweisen. Neben den spezifischen Wirkstoffen wird das individuelle Thrombose-Risiko auch durch diverse Krankheiten und gesundheitliche Umstände stark beeinflusst. Dazu gehören:
Aufgrund des stark erhöhten Risikos sollten vor allem Raucherinnen ab 35 auf alternative Verhütungsmethoden umsteigen.
Bei der gleichzeitigen Einnahme weiterer Medikamente kann die Nutzung von Asumate 30 unter Umständen zu Wechselwirkungen führen. Dabei können die Wirksamkeit beeinflusst sowie das Risiko für Nebenwirkungen erhöht werden. Unter anderem wird die Wirkung von Asumate 30 durch die folgenden Stoffe abgeschwächt oder aufgehoben:
Darüber hinaus wird durch die folgenden Wirkstoffe die Wirkung von Asumate 30 erhöht bzw. verlängert:
Diabetiker müssen darauf achten, dass durch die Einnahme von Asumate 30 der Blutzuckerspiegel beeinflusst wird. In Absprache mit dem behandelnden Arzt muss daher unter Umständen die Dosis von Insulin oder Antidiabetika angepasst werden.
Bestimmte gesundheitliche Umstände und Vorerkrankungen schließen eine Behandlung mit Asumate 30 grundsätzlich aus. Besteht eine Allergie oder Überempfindlichtkeit gegen die aktiven Wirkstoffe, muss auf eine Alternative ausgewichen werden. Auch während der Schwangerschaft und Stillzeit ist eine Verwendung von Asumate 30 nicht möglich. Weitere Gegenanzeigen sind:
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