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Doxycyclin ist ein Breitbandantibiotikum, welches zur effektiven Behandlung von Geschlechtskrankheiten wie Chlamydien, nicht-spezifischer Urethritis und genitalem Mycoplasma eingesetzt wird. Neben anderen bakteriellen Erkrankungen findet es auch in der vorbeugenden Behandlung von Malaria Verwendung.
Da Antibiotika bei falscher Anwendung ein hohes Risiko der Resistenzentwicklung von diversen Bakteriensträngen aufweisen, muss die Behandlung mit Doxycyclin grundsätzlich genau nach Anweisung des behandelnden Arztes erfolgen und auch dann zu Ende geführt werden, wenn die Symptome bereits verschwunden sind.
Das Medikament enthält den gleichnamigen Wirkstoff Doxycyclin. Dieser wirkt bakteriostatisch, das heißt er hemmt das Wachstum von Bakterien. Doxycylin hemmt die Proteinbiosynthese der Bakterien, indem es Bindungsstellen an den Ribosomen blockiert und damit das Wachstum der Peptidkette blockiert. Dadurch können sich Bakterien nicht weiter im Körper ausbreiten.
Auslöser für Chlamydien sind Bakterien der Familie Chlamydiaceae. Sie werden vom Wirkungsspektrum von Doxycyclin abgedeckt, welches auch für nicht-ghonorrhoische Urethritis, genitales Mycoplasma sowie Ureaplasma als Erstbehandlung empfohlen wird.
Doxycyclin ist in Tablettenform mit einer Dosis von je 100 Milligramm des Wirkstoffs erhältlich. Die Tabletten müssen unzerkaut mit etwas Wasser eingenommen werden, es empfiehlt sich eine Einnahme zu den Mahlzeiten.
Für die Behandlung von Chlamydien, nicht-spezifischer Urethritis sowie genitalem Mycoplasma wird eine Tablette zweimal täglich für 7 Tage eingenommen. Die Einnahme erfolgt idealerweise morgens und abends, um die Aufnahme des Wirkstoffs über den Tag zu verteilen.
Zu beachten ist, dass sich Doxycyclin im Darm an Kalzium und Magnesium bindet, wodurch die Aufnahme des Wirkstoffs gehemmt werden kann. Das Risiko lässt sich über die Ernährung reduzieren. Daher wird Patienten geraten, zwei Stunden vor und nach der Einnahme keine Milchprodukte zu sich zu nehmen. Auch Alkohol ist während der Behandlung nicht zu empfehlen, da dies den Abbau beschleunigt und damit die Wirkung reduziert.
Doxycyclin beeinflusst in einigen Fällen die Sehfähigkeit und das Reaktionsvermögen nachteilig. Patienten, die Doxycyclin einnehmen, wird geraten keine Maschinen zu bedienen und auf die Teilnahme am Straßenverkehr zu verzichten.
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Doxycyclin kann die Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht und UV-Strahlung deutlich erhöhen. Nach Sonnenbädern unter freiem Himmel oder in Solarien sind daher starke Sonnenbrände und andere Hautschäden möglich. Darüber hinaus kann das Medikament die Schleimhäute reizen. Das äußert sich in Entzündungen in Mund und Rachen. Solche Reizungen sind auch im Magen-Darm-Trakt möglich. In Einzelfällen ist eine Verschlimmerung möglich, sodass das Risiko für Erbrechen und Verdauungsstörungen besteht.
Die gleichzeitige Einnahme von Antibiotika wie Doxycyclin und anderen Arzneimitteln kann mitunter gefährliche Wechselwirkungen auslösen. Daher sollte der behandelnde Arzt vor Beginn der Anwendung unbedingt über alle momentan sowie kürzlich eingenommenen Medikamente unterrichtet werden.
Grundsätzlich darf Doxycyclin nicht gleichzeitig mit anderen Antibiotika eingenommen werden. Auch die Anwendung von Ciclosporin, Methoxyfluran, Isotretinoin und Theophyllin ist während der Behandlung mit Doxycyclin nicht empfohlen. In einigen Fällen muss eventuell die Dosis von Doxycyclin angepasst werden. Dazu gehören:
Zu beachten ist außerdem, dass die Wirkung von hormonellen Verhütungsmitteln wie der Antibabypille durch die Behandlung mit Doxycyclin beeinträchtigt sein kann, weshalb zusätzlich mit einer Barriere-Methode wie dem Kondom verhütet werden sollte.
Bei Patienten, welche mit Antikoagulanzien oder Antidiabetika behandelt werden, sollte während der Einnahme von Doxycyclin regelmäßig die Blutgerinnung bzw. der Blutzuckerspiegel regelmäßig kontrolliert werden, da das Antibiotikum die Wirkung der Medikamente verstärkt. Sofern notwendig, kann der behandelnde Arzt dementsprechend die Dosierungen der Arzneimittel für die Dauer der Behandlung anpassen.
Bei bekannten Allergien oder eine Überempfindlichkeit gegen den aktiven Wirkstoff oder anderen Bestandteilen des Medikaments ist Doxycyclin nicht geeignet. Mögliche Anzeichen für eine allergische Reaktion sind Hautausschlag, Juckreiz und Atemnot. Sollten diese Anzeichen auftreten, ist das Mittel sofort abzusetzen und in jedem Fall ein Arzt zu verständigen.
Doxycyclin darf ebenfalls nicht verwendet werden bei Patienten, welche an den folgenden Krankheiten leiden:
Das Medikament ist außerdem nicht geeignet zur Behandlung während Schwangerschaft und Stillzeit. Der Wirkstoff kann Störungen des Knochenwachstums auslösen. Aus dem gleichen Grund dürfen auch Kinder unter acht Jahren nicht mit Doxycyclin behandelt werden.
Das Produkt wurde so bewertet: 4.4 Sterne. Basierend auf 7 unabhängige Kundenbewertungen auf Trustpilot (Alle 121doc Bewertungen ansehen).