Harninkontinenz ist eine weit verbreitete Herausforderung, bei der es zu einem unwillkürlichen Verlust von Urin kommt. Das kann von gelegentlichem Urinverlust beim Husten oder Lachen bis hin zu einem plötzlichen, sehr starken Harndrang reichen, der sich nur schwer kontrollieren lässt.
Inkontinenz kann jeden betreffen. Studien zeigen aber, dass sie häufiger bei Frauen, älteren Menschen und bei Personen mit bestehenden Blasen- oder Beckenbodenproblemen vorkommt. Die gute Nachricht ist, dass es wirksame Behandlungsmöglichkeiten gibt. Dazu gehören spezielle Übungen sowie verschreibungspflichtige Medikamente gegen Harninkontinenz. 121doc bietet einen diskreten Online-Service an, über den Sie Ihre verschreibungspflichtige Behandlung gegen Harninkontinenz bequem bestellen und direkt nach Hause liefern lassen können.
Normalerweise speichert die Blase den Urin und lässt ihn frei, wenn Sie Wasser lassen. Dafür ist der Detrusormuskel in der Blasenwand verantwortlich. Bei einer Inkontinenz ist dieser Ablauf gestört. Das führt zu einem Verlust der Blasenkontrolle. Urin entweicht ungewollt oder mit plötzlich auftretendem Harndrang.
Für Harninkontinenz gibt es verschiedene mögliche Ursachen. Darunter zählen unterschiedliche medizinische Faktoren:
Der Blasenmuskel in der Blasenwand ist für die Speicherung und Ausscheidung von Urin zuständig. Manchmal zieht sich dieser Muskel unwillkürlich zusammen, was zu einem starken Harndrang führt, selbst wenn die Blase nicht voll ist. Dieser Zustand wird als überaktive Blase bezeichnet. Es gibt unterschiedliche Ursachen für unwillkürliche Kontraktionen des Blasenmuskels. Dazu gehören zum Beispiel Harnwegsinfektionen, neurologische Erkrankungen, Schlaganfälle oder Diabetes.
In manchen Fällen ist die Blase teilweise blockiert, sodass sie sich nicht vollständig entleeren kann. Dadurch steigt der Druck in der Blase, was zu ungewolltem Urinverlust führen kann. Die Ursachen für eine solche Blockade können beispielsweise Blasensteine, Verstopfung oder (bei Männern) eine vergrößerte Prostata sein.
Der Beckenboden besteht aus Muskeln, die unter anderem die Blase stützen. Wenn die Beckenbodenmuskeln schwach oder geschädigt sind, kann es zu Urinverlust kommen. Es gibt viele Gründe für eine schwache Beckenbodenmuskulatur wie Schwangerschaft und Geburt, Bewegungsmangel und Übergewicht, altersbedingter Muskelabbau oder wiederholte starke Belastung dieser Muskulatur.
Einige Medikamente können die Blasenfunktion beeinflussen. Sie können zum Beispiel die Urinproduktion erhöhen, die Blase entspannen oder die Muskelfunktion oder kognitive Wahrnehmung beeinträchtigen. Dazu zählen beispielsweise Diuretika, Beruhigungsmittel und Antihistaminika.
Übermäßiger Konsum von künstlichen Süßstoffen und Flüssigkeiten (vor allem Alkohol oder koffeinhaltige Getränke) hat eine harntreibende Wirkung. Sie kann die Urinproduktion steigern und gleichzeitig die Blase reizen, wodurch die Fähigkeit verringert wird, Urin zu speichern.
Symptome von Harninkontinenz sind oft in fünf Hauptformen eingeteilt.
Belastungsinkontinenz entsteht, wenn Druck auf die Blase ausgeübt wird und dadurch Urin ausgeschieden wird. Auslöser für Belastungsinkontinenz können Husten, Lachen, Sport oder das Heben schwerer Gegenstände sein.
Bei Dranginkontinenz kommt es zu einem plötzlichen, sehr starken Harndrang. Zu den Symptomen gehören häufiger als gewöhnlich zur Toilette zu müssen oder nachts aufzuwachen, um Wasser zu lassen. Oft kann es dabei auch zu ungewolltem Urinverlust kommen. Auslöser können verschiedene Erkrankungen oder ein übermäßiger Flüssigkeitskonsum sein.
Überlaufinkontinenz tritt auf, wenn sich die Blase nicht vollständig entleeren kann. Das kann dazu führen, dass Sie das Gefühl haben, dass Ihre Blase voll ist. Es kann zu ständigem Tröpfeln oder anhaltendem Urinverlust kommen. Normalerweise ist eine Blockade der Harnwege die Ursache, wie zum Beispiel eine vergrößerte Prostata.
Von totaler Inkontinenz spricht man, wenn die Kontrolle über die Blase vollständig verloren geht und Urin dauerhaft und unkontrolliert abgeht. Meist liegen neurologische Probleme oder Nervenschädigungen zugrunde.
Manchmal treten auch mehrere Formen gleichzeitig auf, meist eine Kombination aus Belastungs- und Dranginkontinenz. Das ist besonders bei Frauen häufig, etwa nach einer Geburt oder im höheren Alter.
Die Diagnose einer Harninkontinenz basiert auf Ihren Symptomen, Blasengewohnheiten und medizinischer Vorgeschichte. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird Sie vermutlich fragen, wie oft Sie Wasser lassen, ob Sie plötzlich starken Harndrang verspüren, nachts zur Toilette müssen (Nykturie) oder Schwierigkeiten haben, die Blase vollständig zu entleeren. Diese Informationen helfen dabei, genau festzustellen, welche Form der Inkontinenz bei Ihnen vorliegt.
In einigen Fällen sind zusätzliche Untersuchungen nötig. Dazu können eine Urinuntersuchung gehören, um eine Infektion auszuschließen, ein Blasenscan zur Überprüfung, ob Restharn in der Blase verbleibt, oder eine urodynamische Untersuchung, mit der die Funktion Ihrer Blase genauer beurteilt wird.
Auch wenn die überaktive Blase (OAB) und Harninkontinenz eng miteinander verbunden sind, handelt es sich nicht um dasselbe. Eine überaktive Blase kann verschiedene Blasenprobleme verursachen, die häufig mit Inkontinenz (besonders mit Dranginkontinenz) zusammenhängen. Dieser Zustand führt nicht immer zu unwillkürlichem Harnverlust, aber der plötzliche, dringende Harndrang und die erhöhte Häufigkeit des Wasserlassens im Laufe des Tages erhöhen das Risiko von unwillkürlichem Harnverlust.
Die Behandlung hängt von der Art und der Stärke Ihrer Symptome ab. Die meisten Menschen profitieren von einer Kombination aus verschiedenen Behandlungen, wie zum Beispiel Veränderungen im Lebensstil und medizinischer Unterstützung.
Bestimmte Gewohnheiten können Harninkontinenz verschlimmern. Die folgenden Tipps können dabei helfen, Ihre Symptome besser in den Griff zu bekommen:
Beckenbodenübungen (auch Kegel-Übungen genannt), stärken die Muskeln, die die Blase unterstützen. Das wiederholte Anspannen und Halten der Beckenbodenmuskulatur ist besonders wirksam bei Belastungsinkontinenz und für Frauen nach einer Geburt.
Harninkontinenz kommt häufig vor und ist behandelbar. Mit der richtigen Harninkontinenz-Therapie erleben die meisten Menschen eine deutliche Verbesserung ihrer Symptome.
Bei 121doc stehen zwei verschreibungspflichtige Behandlungsoptionen zur Verfügung: Vesicare (Solifenacin) und Detrusitol (Tolterodin). Beide gehören zur Medikamentengruppe der sogenannten Antimuskarinika. Antimuskarinika wirken, indem sie die Blasenmuskulatur entspannen und unkontrollierte Blasenkontraktionen verringern. So kann die Blase mehr Urin speichern.
Sie können Ihre Inkontinenz-Behandlung online bei 121doc bestellen, indem Sie einen kurzen medizinischen Fragebogen ausfüllen. So kann unser qualifizierter Arzt oder unsere qualifizierte Ärztin prüfen, ob eines dieser Medikamente für Sie geeignet ist– ganz ohne persönlichen Termin.
Sie sollten Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aufsuchen, wenn:
Eine ärztliche Untersuchung hilft dabei, die genaue Inkontinenz-Ursache festzustellen und die für Sie am besten geeignete Behandlung zu finden.
Wenn Sie eine besonders bequeme Lösung suchen, bietet 121doc einen Online-Service an. Dort können Sie einen sicheren medizinischen Fragebogen ausfüllen und erhalten fachkundige Beratung sowie passende Behandlungsmöglichkeiten – ganz ohne persönlichen Termin.
Unsere Online-Beratungen erfolgen über kurze medizinische Fragebögen. Darin beantworten Sie sowohl allgemeine Fragen zu Ihrer Gesundheit und Krankengeschichte als auch spezifische Fragen zu der von Ihnen gewünschten Behandlung. Anschließend werden Sie gebeten, Ihre Zahlungs- und Lieferinformationen einzugeben, um die Bestellung abzuschließen.
Die Online-Beratung dauert für gewöhnlich nicht länger als 5 Minuten. Alle Fragen sind notwendig, damit unsere Ärzteteam sicherstellen kann, dass die verschriebene Behandlung für Sie sicher und geeignet ist.
