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Saxenda

Saxenda ist ein Injektionsmittel mit dem aktiven Wirkstoff Liraglutid, das zur Behandlung von Adipositas und starkem Übergewicht zugelassen ist. Saxenda kann bei gleichzeitiger Ernährungsumstellung und viel Bewegung beim Abnehmen helfen, indem es den Appetit zügelt. Obwohl Liraglutid auch zur Behandlung von Diabetes Typ 2 verwendet wird, eignet sich Saxenda nicht als alleiniges Mittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit.

Was ist Saxenda?

Saxenda ist in Deutschland seit dem 1. April 2016 ein offiziell zugelassenes Medikament zur Unterstützung der Gewichtsreduktion. Das Arzneimittel wird mithilfe eines Injektionsstiftes eingenommen. Mehrere Studien haben die Wirksamkeit des Wirkstoffs Liraglutid belegt und das Potential Saxendas zur Bekämpfung starken Übergewichts und dessen Folgeerkrankungen positiv hervorgehoben.

Liraglutid wirkt auf Basis des Hormons GLP-1 appetitzügelnd. Die Anwendung erfolgt bei Adipositas Patienten oder Menschen mit starkem Übergewicht, die einen Body Mass Index (BMI) von mindestens 27 überschreiten und gegebenenfalls Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte oder Diabetes Mellitus Typ 2 aufweisen.

Saxenda sollte nur dann verwendet werden, wenn zeitgleich zur Behandlung mit Liraglutid ein kalorienreduzierter Ernährungsplan befolgt und vermehrte körperliche Bewegung betrieben wird. Das Medikament kann in diesem Fall die Gewichtsreduktion unterstützen und schneller zu Abnehmerfolgen führen.

Da Arzneimittel, die den Gewichtsverlust begünstigen, zu den sogenannten Lifestyle-Medikamenten zählen, werden die Kosten für die Behandlung mit Saxenda nicht von den Krankenkassen getragen. Die Patienten müssen die Kosten also selbst tragen

Saxenda und das Risiko für Prädiabetes

Auch wenn Saxenda nicht allein zur Behandlung einer bestehenden Diabeteserkrankung genutzt werden sollte, kann es einen positiven Effekt auf die Verhinderung der Entstehung eines Diabetes Mellitus Typ 2 beziehungsweise der Behandlung eines Prädiabetes bei Adipositas haben.

Im Rahmen einer doppelblinden, randomisierten Studie wurde die Gewichtsreduktion bei 3721 Probanden bei Injektion von Saxenda beziehungsweise eines Placebos untersucht. Neben dem Gewichtsverlust wurden dabei die Blutzuckerwerte überprüft, insbesondere wenn zu Beginn der Behandlung ein Prädiabetes vorlag.

Die Forscher kamen nach 56 Wochen zu dem Ergebnis, dass sich in der Placebogruppe bei 6% der Probanden mit einem bestehenden Prädiabetes ein Diabetes Typ 2 entwickelte, während dies bei den mit Saxenda injizierten Patienten nur bei 2% der Fall war. Dieser positive Effekt von Liraglutid auf den HbA1c-Wert und die Nüchternglukose war 12 Wochen nach Behandlungsende nicht mehr nachweisbar.

Wie wirkt Saxenda?

Die Wirkung von Saxenda basiert auf dem aktiven Wirkstoff Liraglutid, das ein Rezeptoraonist des im Darm produzierten Hormons Glucagon-like Peptid 1 (GLP-1) ist. Bei der Behandlung von Diabetes fungiert der Wirkstoff als Stimulant der Insulinproduktion bei der Nahrungsaufnahme. GLP-1 hemmt die Ausschüttung von Glucagon, einem Gegenspieler des Insulins, wodurch erhöhte Glucosewerte im Blut verhindert werden und so der Blutzuckerspiegel gesenkt wird.

Strukturformel Liraglutid

Beim Abnehmen hilft der Wirkstoff insofern, dass die Magenentleerung verzögert wird. Zusätzlich wird dem Körper durch Binding des GLP-1-imitierenden Hormons an Rezeptoren im sogenannten Brechzentrum des Gehirns, die für Vorgänge im Magen-Darm-Trakt verantwortlich sind, ein Sättigungsgefühl vorgetäuscht.

Übergewichtige Patienten können durch Injektion von Liraglutid nachgewiesen bessere Ergebnisse bei der Gewichtsreduktion erzielen. Dabei ist es jedoch wichtig, dass die Behandlung mit bewusster Ernährung und sportlicher Aktivität kombiniert wird.

Studien zur Wirksamkeit von Saxenda

Die wichtigste Studie zur Wirkung von Saxenda ist die sogenannte SCALE Obesity and Prediabetes-Studie, die vom Saxenda Hersteller Novo Nordisk finanziert und von 2011 bis 2013 in 27 Ländern weltweit durchgeführt wurde. Dabei wurden 3731 Probanden mit einem BMI von 30 kg/m² beziehungsweise 27 kg/m² bei bestimmten Vorerkrankungen über 56 Wochen hinweg entweder mit 3mg Liraglutid oder einem Placebo injiziert.

Insgesamt konnte bei 92% der mit Liraglutid injizierten Patienten eine Gewichtsreduktion beobachtet werden, während nur 65% der mit einem Placebo behandelten Menschen Gewicht verloren. Durchschnittlich verloren Probanden der Placebogruppe 2,8kg an Körpergewicht gegenüber 8,5kg in der Liraglutidgruppe. Gleichermaßen konnten über 60% der Probanden, die mit Liraglutid behandelt wurden ihr Körpergewicht um mindestens 5% verringern, während dies nur knapp 30% der Placebogruppe erreichten.

Die positive Wirkung von Liraglutid-Injektionen auf die Gewichtsreduktion zur Unterstützung eines Diät- und Bewegungsplans konnte demzufolge erwiesen werden, worauf die erfolgreiche Zulassung des Medikaments Saxenda zur Behandlung von Adipositas zurückgeht.

Dosierung & Anwendung von Saxenda

Saxenda wird in Form eines Injektionsstiftes verabreicht. Die maximale Tagesdosis beträgt 3mg Liraglutid. Die Injektionslösung wird einmal täglich in Bauch, Oberschenkel oder Oberarm gespritzt, wobei die Injektionsstelle variiert werden kann. Die Injektion erfolgt unabhängig zu den Mahlzeiten und zu einer beliebigen Tageszeit. Es wird jedoch empfohlen, das Medikament immer in etwa zur gleichen Tageszeit einzunehmen.

Anwendungshinweise zum Saxenda Injektionsstift

Vor der Injektion mithilfe des Saxenda Injektionsstiftes sollte die darin enthaltenen Flüssigkeit auf ihre Farblosigkeit überprüft werden. Ist die Arzneimittelflüssigkeit getrübt, sollte der betroffene Stift nicht verwendet werden. Wird ein neuer Stift verwendet, sollte bei Erstanwendung außerdem der Durchfluss überprüft werden.

Injektionsstift Saxenda

Die Injektion erfolgt in folgenden Schritten:

  1. Entfernen Sie die Papierlasche von der neuen Nadel und schrauben Sie die Nadel auf den Pen.
  2. Ziehen Sie die äußere Nadelkappe ab und legen Sie diese vorerst zur Seite.
  3. Entfernen Sie die innere Nadelkappe und entsorgen Sie diese.
  4. Stellen Sie durch drehen des Dosisstellrings die gewünschte Dosis ein.
  5. Stechen Sie die Nadel in Ihre Haut und pressen Sie den Injektionsknopf, bis die Dosisanzeige "0" anzeigt.
  6. Warten Sie 6 Sekunden, bis Sie die Nadel aus der Haut entfernen.
  7. Setzen Sie zu äußere Nadelkappe zurück auf den Stift und schrauben Sie die genutzte Nadel ab.
  8. Verschließen Sie den Stift mit der Penkappe.

Der Saxenda Injektionsstift sollte ungeöffnet im Kühlschrank bei 2°C bis 8°C gelagert werden. Nach der ersten Benutzung sollte die zu kühle Lagerung vermieden werden und der Stift stattdessen bei Zimmertemperatur (15°C bis 30°C) gelagert werden. Geöffnete Injektionsstifte sollten nach 30 Tagen entsorgt werden, auch wenn der Wirkstoff noch nicht komplette verbraucht ist. Ist Saxenda zu kalt gelagert und gefriert, so muss das Medikament entsorgt werden.

Der Injektionsstift sollte außerdem nicht mit Schmutz, Staub oder Flüssigkeiten in Berührung kommen und sollte daher nicht abgespült werden. Vermeiden Sie ein Fallenlassen des Stiftes, da es bei Stößen auf harte Oberflächen zu irreparablen Schäden kommen kann und der in einem kaputten Pen enthaltene Wirkstoff nicht wiederverwendet werden kann.

Dosierung von Saxenda

Die anfängliche Tagesdosis von Saxenda beträgt 0,6mg und sollte kontinuierlich auf 3mg täglich erhöht werden. Dabei sollte die Dosierung wöchentlich um 0,6mg erhöht werden, sodass ab Woche 5 die Erhaltungsdosis von 3mg erreicht wird. Sollte an irgendeiner Stelle der Behandlung die Dosiserhöhung bisher ungekannte Nebenwirkungen hervorrufen, sollte ein Arzt bezüglich eines Behandlungsabbruchs konsultiert werden.

Sollte es versehentlich zu einer Überdosierung mit schwerer Übelkeit und Erbrechen kommen, sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Eine Überwachung bezüglich auftretender Anzeichen einer Dehydrierung beziehungsweise gefährlich veränderter Blutzuckerwerte ist in diesem Fall nötig.

Nach 12 Wochen Injektion der Tageshöchstdosis von 3mg sollte eine Überprüfung des erreichten Gewichtsverlusts erfolgen. Konnten nicht mindestens 5% des bei Behandlungsbeginn dokumentierten Ausgangsgewichts verloren werden, sollte gegebenenfalls ein Behandlungsabbruch erfolgen.

Nebenwirkungen von Saxenda

Da es sich bei Saxenda um ein verschreibungspflichtiges Medikament handelt, sollten bestimmte Nebenwirkungen beachtet werden. Diese können auftreten, wurden an verschiedenen Patienten jedoch mit variierenden Häufigkeitsgraden beobachtet. Sollten schwerwiegende Nebenwirkungen bei der Einnahme beobachtet werden, sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.

Liraglutid wird auch zur Regulierung des Blutzuckers verwendet. Daher kann es bei Diabetes Mellitus Patienten leicht zu einer Unterzuckerung kommen, weshalb die Behandlung unbedingt mit dem behandelnden Diabetologen abgesprochen werden sollte. In der Regel ist die Einnahme unter sorgfälriger Kontrolle der Blutzuckerwerte möglich.

Folgende Nebenwirkungen wurden bei der Injektion mit Saxenda beobachtet:

Häufige Nebenwirkungen Gelegentliche Nebenwirkungen Seltene Nebenwirkungen
Magen-Darm-Beschwerden Dehydrierung Schilddrüsenkrebs
Schwäche, Müdigkeitsgefühl, Schlafstörungen Gallenblasenentzündung, Gallensteine Entzündung der Bauchspeicheldrüse
Irritationen an der Injektionsstelle allergische Reaktionen Nierenversagen
Schwindel veränderter Geschmackssinn Depression
Unterzuckerung (Hypoglykämie) erhöhter Puls Suizidgedanken

In sehr seltenen Fällen kann es zur Entwicklung eines Tumors im Bereich der Schilddrüse kommen. Bei starken, anhaltenden Magenschmerzen (teils mit Erbrechen), die sich bis in den Rücken ziehen, sollte die Behandlung sofort abgebrochen und ein Arzt aufgesucht werden, da hier Verdacht auf eine Bauchspeicheldrüsenentzündung besteht.

Da es bei der Einnahme von Saxenda zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall mit erhöhtem Flüssigkeitsverlust kommen kann, besteht das Risiko einer Dehydrierung. Dies kann auch in gesunden Patienten zu Komplikationen an den Nieren bis hin zum Nierenversagen führen. Dies kann in der Regel durch eine vermehrte Flüssigkeitsaufnahme verhindert werden.

Wechselwirkungen & Gegenanzeigen von Saxenda

Die Einnahme jeglicher Arzneimittel während der Behandlung mit Saxenda sollte unbedingt im Rahmen der ärztlichen Konsultation zur Rezeptausstellung angegeben werden, um etwaige Wechselwirkungen auszuschließen. Dies gilt insbesondere für Antidiabetika, die zu den Sulfonylharnstoffen gehören, da hier ein Risiko einer Hypoglykämie besteht. Außerdem sollte die gleichzeitige Einnahme blutgerinnungshemmender Arzneimittel nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

Da Durchfall und Erbrechen zu den häufigeren Nebenwirkungen Saxendas gehören, kann die Wirksamkeit anderer Medikamente beeinflusst werden.

Gegenanzeigen

Sollte eine Überempfindlichkeit gegenüber Liraglutid oder einen der anderen Bestandteile von Saxenda bekannt sein, ist die Behandlung ausgeschlossen. Dazu gehören beispielsweise Phenol, Salzsäure und Natriumhydroxid.

Unter bestimmten Umständen sollte die Behandlung mit Saxenda nur nach Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen beziehungsweise ganz darauf verzichtet werden, da noch keine genauen Forschungeergebnisse bezüglich des Gesundheitsrisikos vorliegen. Dazu gehören:

  • Herzinsuffizienz
  • ein Alter über 75 Jahren
  • Nierenerkrankungen
  • Lebererkrankungen
  • schwere Magen- oder Darmerkrankungen
  • Erkrankung der Bauchspeicheldrüse
  • Schilddrüsenerkrankungen

Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist untersagt. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Saxenda ebenfalls nicht angewendet werden, da nicht bekannt ist, inwiefern der Wirkstoff sich auf die Gesundheit des Kindes auswirken könnte.

Quellen:

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