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Wie wirkt das Potenzmittel Cialis?

Cialis ist der Handelsname eines Tadalafil-Präparates, hergestellt vom pharmazeutischen Unternehmen Lilly. Wie Sildenafil (Viagra) und Vardenafil (Levitra) gehört Tadalafil>Tadalafil zu den PDE-5-Hemmern, die über Enzymhemmung der Phosphodiesterase 5 einen Anstieg der cGMP-Konzentration erreichen, welcher in der Folge zur Entspannung der Gefäßmuskulatur und Weitstellung der Gefäße führt.

Cialis unterscheidet sich von Vardenafil und Sildenafil besonders in Hinblick auf den Wirkeintritt und die Wirkdauer. Tadalafil wirkt deutlich länger als die anderen Substanzen. Weiterhin verändert sich das Nebenwirkungsprofil.

Die Anwendungsgebiete von Cialis

Hauptsächlich werden PDE-5-Hemmer zur Behandlung der erektilen Dysfunktion eingesetzt. Bei der erektilen Dysfunktion ("Impotentia coeundi") handelt es sich um eine Erkrankung, bei der über ein halbes Jahr in mindestens 70 % der Fälle bei dem Versuch, den Geschlechtsakt auszuführen, keine Erektion aufgebaut werden kann, die Gliedversteifung nicht gehalten werden kann oder der Penis nicht hart genug ist, um zu penetrieren.

Erektion Entstehung

Die Ursache einer erektilen Dysfunktion kann psychisch oder körperlich sein. Zu psychischen Belastungsfaktoren zählen Stress, Konflikte und Ängste, wie beispielsweise die Angst zu versagen. Während man früher annahm, dass die erektile Dysfunktion hauptsächlich psychischer Natur ist, gilt mittlerweile, dass häufiger körperliche Ursachen zu Grunde liegen.

Ab einem Alter von 40 Jahren ist ungefähr jeder fünfte Mann in seinem Leben mindestens einmal von einer Episode mit Erektiler Dysfunktion betroffen. Die Anzahl an Betroffenen steigt mit dem Alter. PDE-5-Hemmer gelten bei der Behandlung der erektilen Dysfunktion als Medikamente der ersten Wahl. Sie müssen von einem Arzt verschrieben werden. Die Kosten trägt der Patient selbst.

Cialis bei benignem Prostatasyndrom

Die Benigne Prostatahyperplasie (BPH) ist zumeist eine Erkrankung von Männern, die ein Alter von 50 überschritten haben. Bei der BPH nimmt das Volumen der Vorsteherdrüse (Prostata) zu. "Benigne" bedeutet "gutartig", folglich liegt der Benignen Prostatahyperplasie kein bösartiger Tumor zu Grunde. Symptome einer vergrößerten Prostata werden beim Urinieren auffällig, da die Harnröhre durch die Prostata verläuft und von ihr eingeengt werden kann.

Von BPH Betroffene haben häufiger Harndrang schon bei geringen Mengen, beklagen nächtlichen Harndrang und haben das Gefühl, dass etwas Restharn in der Blase verbleibt. Weitere Symptome können ein abgeschwächter oder unterbrochener Harnstrahl sein, der mitunter erst verzögert einsetzt und gegebenenfalls kommt es im Anschluss zu einem "Nachträufeln".

Restharn erhöht das Risiko für Harnwegsinfektionen, welche eine Komplikation der BPH darstellen. Zur Behandlung der BPH können PDE-5-Hemmer ebenfalls verschrieben werden - bei dieser Diagnose werden die Kosten von den Krankenkassen übernommen.

Die Wirkungsweise und Wirkungsdauer von Cialis

Tadalafil hemmt den Subtyp 5 des Enzyms Phosphodiesterase, das zyklisches Guanosinmonophosphat (cGMP) in Guanosinmonophosphat (GMP) umwandelt. Die PDE 5 kommt vorwiegend in den menschlichen Hoden vor. cGMP ist ein second Messenger, also ein Botenstoff, der dazu führt, dass sich die glatte Muskulatur der Blutgefäße entspannt.

Wird der Abbau von cGMP durch Tadalafil gehemmt, ist mehr cGMP für einen verlängerten Zeitraum verfügbar. Sind die venösen Blutgefäße der Schwellkörper des Penis, die Corpora cavernosa, weitgestellt, können sie sich mit Blut füllen, wodurch der Penis steif wird.

Die Wirkung von PDE-5-Hemmer

Die maximale Konzentration des Medikaments im Blut wird nach etwa 2 Stunden erreicht. Es flutet damit langsamer an als die anderen PDE-5-Hemmer. Tadalafil hat eine relativ lange Halbwertszeit von 17,5 Stunden, wirkt also deutlich länger als seine Konkurrenten Sildenafil und Vardenafil.

Dies nimmt den zeitlichen Druck aus einem gemeinsamen Abend und psychische Entspannung wirkt sich positiv auf die Libido und die Erektion aus. Außerdem wird die Resorption von Cialis weniger durch Alkohol oder eine Mahlzeit gestört; unter der Bedingung, dass Alkohol gemäßigt konsumiert wird.

Der Abbau von Tadalafil findet in der Leber statt. Das Schlüsselenzym ist CYP3A4, eine Oxidoreduktase der Zytochrom P450 Gruppe. CYP3A4 ist in viele Abbauprozesse eingebunden. Je mehr Substrate abzubauen sind, desto länger sind noch Wirkstoffe verfügbar.

Zu den Substraten von CYP3A4 zählen neben Tadalafil noch:

  • Antibiotika (insbesondere Makrolide),
  • Statine (Sinvastatin, Lovastatin),
  • Antidepressiva (wie Citalopram, Venlafaxin, Fluoxetin, Sertralin),
  • Bludrucksenker (u.a. Amlodipin, Diltiazem, Nifedipin) und
  • Herzmedikamente (wie Amiodaron, Ivabradin, Verapamil).

Auch Naturstoffe können CYP3A4 hemmen: Neben Ginseng, Gelbwurzel und Baldrian spielt hier Grapefruitsaft eine wichtige Rolle und sollte nicht getrunken werden, während Medikamente eingenommen werden, die vorwiegend über CYP3A4 abgebaut werden.

Zu den Nebenwirkungen zählen Kopfschmerzen, Gesichtsrötung (Flush), verstopfte Nase, Rückenschmerzen und Sodbrennen. Insbesondere der Sodbrennen verursachende Reflux stellt ein häufiges Problem dar. Im Vergleich zu Sildenafil löst Tadalafil aber deutlich weniger oft Sehstörungen aus.

Ist es möglich, dass Cialis nicht wirkt?

Cialis ist kein Wundermittel, das sofort zu einer Erektion führt. Es verbessert lediglich die körperliche Möglichkeit, eine Gliedversteifung zu erreichen, wobei bei psychisch bedingter Impotenz der "Placebo-Effekt" eine gewisse Rolle spielen kann.

Weniger Zweifel, ob eine Erektion aufgebaut und gehalten werden kann, führen dazu, dass der psychische Druck sinkt, wodurch der Aufbau einer Erektion erleichtert wird.

Wenn die Einnahme von Cialis nicht zum gewünschten Ergebnis führt, obwohl Libido und körperliche Faktoren nicht gegen eine Erektion sprechen, kann versucht werden, nach der Einnahme von Cialis zu masturbieren, um die Erektionsfähigkeit zu trainieren.

In manchen Fällen wirkt das Medikament erst bei der sechsten bis achten Einnahme wie gewünscht. Wenn sich aber nach mehreren Versuchen mit der Höchstdosis keine Wirkung zeigt, sollte eine andere Behandlung erwogen werden.

Dosierung und Anwendung von Cialis

Cialis sollte mit ausreichend großem zeitlichem Abstand vor dem geplanten Geschlechtsakt eingenommen werden. Entsprechend der Resorption ist eine Einnahme ein bis zwei Stunden vorher zu empfehlen. Zunächst sollte mit einer geringeren Dosis begonnen werden: Es wird zu 10 mg Tadalafil als Einstiegsdosis geraten.

Stellt sich darunter keine befriedigende Erektion ein, kann Schrittweise die Dosis gesteigert werden bis zu einem Maximalwert von 20 mg. Bei der Einnahme ist zu beachten, dass Cialis höchstens einmal pro Tag eingenommen werden darf.

Spedra

Liegt zusätzlich zur erektilen Dysfunktion noch eine benigne Prostatahyperplasie vor, wird die Einnahme von 5 mg Tadalafil (Cialis täglich empfohlen. Diese eignet sich zudem als Dauertherapie und kann täglich eingenommen werden.

PDE-5-Hemmer sollten nicht eingenommen werden, wenn Herzbeschwerden bestehen oder ein Herzinfarkt nur kurze Zeit zurückliegt. Vorsicht geboten ist auch bei Funktionsstörungen der Leber, allenfalls kann hier eine Dosis von 5 mg versucht werden.


Quellen:

  1. Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels Cialis. European Medicines Agency. URL: ema.europa.eu
  2. Behandlung (Therapie) der erektilen Dysfunktion: PDE-5-Hemmer (Cialis®, Levitra®, Spedra®, Viagra®) Selbsthilfegruppe erektile Dysfunktion (Impotenz). URL: impotenz-selbsthilfe.de
  3. Mehr als ein Potenzmittel Govi Verlag. URL: pharmazeutische-zeitung.de
  4. Tadalafil wirkt länger Govi Verlag. URL: pharmazeutische-zeitung.de

Veröffentlicht am: 07.06.2016

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