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Übergewicht im Alter - Ursachen, Folgen und Behandlung

Veröffentlicht in Ernährung & Fitness 05 Dez, 2015

Viele Menschen machen die Erfahrung, dass sie mit steigendem Alter eher zunehmen. Dabei wird nicht nur die Beweglichkeit des Patienten eingeschränkt, sondern auch das individuelle Risiko von möglichen Folgeerkrankungen wie beispielsweise Diabetes oder koronaren Herzkrankheiten gesteigert. Um Übergewicht im Alter zu vermeiden oder zu bekämpfen, sollte man auf bestimmte Faktoren achten.

Wie entsteht Übergewicht im Alter?


Altersbedingtes Übergewicht entsteht vor allem durch den reduzierten Kalorienverbrauch im Alter. Die Folge: Aus kleinen Fettpölsterchen wird in kurzer Zeit ein überhöhtes Körpergewicht. Viele Menschen unterschätzen, dass die Muskelmasse des Körpers bereits ab dem 40. Lebensjahr kontinuierlich abnimmt. Man geht davon aus, dass der tägliche Kalorienbedarf zwischen 30 und 80 Jahren um etwa 600 Kalorien sinkt. Als Folge werden deutlich weniger Kalorien verbrannt, die meisten Menschen ernähren sich allerdings wie gewohnt und passen die Ernährung nicht an. Zur unausgewogenen, fettreichen Ernährung kommt die eingeschränkte Bewegung hinzu, da man sich im Alter schneller schlapp fühlt. Experten schätzen, dass in Deutschland etwa 73% der Männer und 59% der Frauen über 65 übergewichtig sind, die Tendenz ist dabei sogar noch steigend. Zum Vergleich: Bei den über 30 jährigen sind es bei den Männern nur 46% und bei den Frauen etwa 24%, die mit erhöhtem Gewicht kämpfen.

Gilt der BMI im Alter von 65 Jahren?


Grundsätzlich ist der BMI auch für ältere Menschen ein guter Richtwert, wenn es darum geht, das Idealgewicht zu bestimmen. Experten räumen allerdings ein, dass der BMI bei Personen über 65 Jahren durchaus auch zwischen 24 und 29 liegen darf, also etwas höher als bei jüngeren Menschen. Dennoch können auch hier individuelle Faktoren mitwirken, so dass der Rat eines Arztes im Zweifelsfall hinzugezogen werden sollte. Es kommt daher nicht nur auf den BMI an, sondern auch den Fettgehalt des Körpers und die Fettverteilung sowie die körperliche Fitness. Dennoch kann der BMI einen ersten Anhaltspunkt für ältere Menschen geben ob eine Gewichtsreduktion oder Konsultation bei einem Arzt nötig ist.

Welche Gefahren birgt Übergewicht im Alter?


Gerade bei älteren Patienten besteht die Gefahr, dass Übergewicht zu Altersdiabetes, Bluthochdruck oder einer Verengung der Herzkranzgefäße führt. Außerdem kann das zusätzliche Gewicht die Gelenke so sehr belasten, dass es zu orthopädischen Schäden kommt. Auch Schäden am Halteapparat sind möglich. Allerdings kann bei älteren Menschen keine pauschale Empfehlung zur Gewichtsreduktion gestellt werden. Im Alter findet ein natürlicher Muskelabbau statt, der durch eine Diät noch unterstützt werden kann. Folgen können Muskelschwund, eine Mangelernährung und Gebrechlichkeit sein. Daher sollte im Alter immer ein Arzt zu Rate gezogen werden, um zu klären ob und wie eine Gewichtsreduktion am besten erfolgt. Entsprechend liegt der BMI für Übergewicht für ältere Menschen, wie bereits erwähnt, höher.

Wie kann man im Alter am besten abnehmen?

Auch im Alter ist Bewegung die Basis für einen gesunden Körper, daher sollte das schnellere Eintreten des Schlapp-Fühlen oder eine eingeschränkte Beweglichkeit nicht als Hinderung an sportlicher Aktivität gesehen werden. Viele Sportvereine bieten altersgerechte Kurse für Senioren an, die sich an das zumeist geringere Fitnesslevel anpassen und in manchen Fällen sogar von der Krankenkasse bezuschusst werden. So stellen Wasserfitness oder Schwimmen geeignete Sportarten dar, um die empfindlichen Gelenke zu schonen. Auch Yoga ist eine sinnvolle Alternative, da es hier eher um Beweglichkeit und Ausdauer geht. Generell empfiehlt sich eine Mischung aus Ausdauer-, Kraft- und Koordinationstraining, um dem erhöhten Muskelabbau entgegenzuwirken. Oftmals wird Muskelaufbau sogar noch vor der eigentlichen Gewichtsreduktion empfohlen. Auch hier ist es ratsam vorher mit einem Arzt die körperliche Fitness zu ermitteln und einen individuellen Plan zu erstellen.

Sportliche Aktivitäten sollten mit einer gesunden Ernährung unterstützt werden. Ein geeigneter Ernährungsplan passt sich nicht nur an den verringerten Kalorienverbrauch an, er wirkt sich auch positive auf Blutwerte, wie den Cholesterinspiegel aus, was wiederum Gefäßerkrankungen vorbeugt. Ideal sind Lebensmittel wie frisches Obst und Gemüse, mageres Fleisch sowie Vollkornprodukte. Gerade im Alter sollten außerdem 1.5Gramm Eiweiß pro Kilogramm des Körpergewichts aufgenommen werden, hierfür empfiehlt sich z.B. Quark. Süßspeisen sowie fettige Lebensmittel sollten nur in Maßen genossen werden.

Grundsätzlich raten Gesundheitsexperten zu einem täglichen Kaloriendefizit von 500 Kalorien. Aufgrund des Muskelabbaus im Alter sollte jedoch zunächst mit einem Defizit von 200 Kalorien begonnen werden, um sich dann schrittweise 500 Kalorien zu nähern. Es ist wichtig, dass der Körper genug Zeit erhält um sich an die neue Ernährungsweise zu gewöhnen.

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