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Die Atmung des Menschen - Richtig einatmen und ausatmen

Veröffentlicht in Atemwege & Rauchen 06 Dez, 2015

Die menschliche Atmung ist ein komplexes System, das sogar in enger Verbindung mit dem Herz-Kreislauf-System steht. Äußere Reize, Infektionskrankheiten und ein geschwächtes Immunsystem können die Atmung des Menschen schnell belasten, allerdings gibt es heute auch etliche effektive und einfache Behandlungsmöglichkeiten, die gute Heilungschancen versprechen.

Wie sind unsere Atmungsorgane aufgebaut?


Unser Atmungssystem besteht aus den Luftgefäßen, den Luftwegen, der Lunge selbst und den Lungenmuskeln. Die Luft, die in unsere Lungen gerät, passiert auf ihrem Weg zuerst den Mund, die Nasenhölen, den Rachen, den Kehlkopf und zuletzt die Luftröhre bevor sie in die Bronchien kommt. Auf diese Weise können feine Staubpartikel, die den Bronchien schaden würden, herausgefiltert werden. Die gilt als größtes Organ des menschlichen Körpers, da das Außengewebe der Lunge ausgebreiteter Form nämlich 30 bis 50 mal so groß wie die gesamte Köperoberfläche wäre.

Die menschliche Atmung wird als teilautonom bezeichnet, was bedeutet, dass wir nicht nachdenken müssen, um zu atmen – der Ablauf geschieht automatisch. In der Regel besteht die Luft, die wir täglich atmen, zu 80% aus Stickstoff und zu 20% aus Sauerstoff. Gedanken über unsere Atmung machen sich der Mensch meist erst dann, wenn etwas stark riecht oder wir eine Art Dunstglocke bemerken.



Was versteht man unter der inneren und äußeren Atmung?


In der Humanbiologie unterscheidet man grundsätzlich zwischen der inneren Atmung, die Stoffwechselprozesse zum Energiegewinn der Zellen beinhaltet, und der äußeren Atmung, die die Lungenfunktionen selbst beschreibt. Die innere Atmung wird auch als biochemischer Vorgang der Atmung bezeichnet. Hierbei geben die Lungenbläschen Sauerstoff an die Blutbahn ab und nehmen wiederum Kohlenstoffdioxid auf, der als Abfallprodukt über das Ausatmen ausgeschieden wird. Der aufgenommene Sauerstoff wird über die Blutbahn zu den Organen transportiert, wo er Energie abgibt. Befinden sich Schmutzpartikel, wie Feinstaub, in den Lungenbläschen so können diese in die Blutbahn gelangen und Arterien verstopfen.


Die äußere Atmung hingegen sorgt für den Gasaustausch in den Lungen und findet in den Alveolen, also den Lungenbläschen statt. Sie ist wichtig, damit der ganze Körper mit Sauerstoff versorgt werden kann, um die Nährstoffe zu transportieren und einen Austausch zwischen Blut und Zellen zu ermöglichen.

Spannend ist außerdem, dass sich die Atmung des Menschen im Laufe seines Lebens entschleunigt. So machen Babys etwa 30 Atemzüge pro Minute, während es bei Schulkindern etwa 20 und bei Erwachsenen nur noch 12-15 sind. Wer mit einem Neugeborenen "mithalten" will, kommt daher schnell ins Schwitzen. Bei jedem normalen Atemzug wird etwa ein halber Liter Luft aufgenommen, bei starker Anstrengung kann sich diese Menge allerdings mehrfach vervielfältigen.



Welche Besonderheiten gibt es bei der menschlichen Atmung?


Es gibt eine Reihe von ungesunden Atmungsmustern, die Anzeichen einer größeren Erkrankung sein können. Kurzatmigkeit beispielsweise ist ein weit verbreitetes Problem – sie entsteht oftmals bei Fettleibigkeit und kann zu einer Unterversorgung mit Sauerstoff sowie vermehrtem Stress führen. Außerdem lässt sich oft beobachten, dass Menschen in lebensbedrohlichen oder extrem erschreckenden Situationen eine Art Schnappatmung praktizieren. Eine derartige Atemstörung kann im schlimmsten Fall sogar zu einem Atemstillstand führen und gilt daher in der Notfallmedizin als ernstes Warnsignal.

Eine spezielle Besonderheit der menschlichen Atmung ist Schluckauf. Wird die Zwerchfell-Atmung durch eine Verkrampfung des Zwerchfellmuskels gestört, so bewirkt dies eine Schließung der Stimmritze (zwischen den Stimmbändern), durch die Luft strömt. Die Luft kann also nicht aus der Lunge transportiert werden und trifft gegen die geschlossenen Stimmbänder. Auf diese Weise entsteht wiederum Druck, der sich in Schluckauf und dem typischen Hicks-Geräusch äußert.

Gesunde Atemtechniken werden aufgrund ihrer Wichtigkeit für den Körper der heilenden Wirkung innerhalb vieler Therapien und Kuren unterrichtet, besonders für Asthma Patienten.

Welche Lungenkrankheiten kommen am häufigsten vor?


Eine der häufigsten Lungenkrankheiten ist Asthma bronchiale – hier handelt es sich um eine chronische Entzündung der Schleimhäute, die oftmals durch eine erbliche Veranlagung, äußere Reize oder Allergien entsteht. Sie kann durch Asthmasprays in der Regel sehr gut behandelt werden und betrifft in Deutschland etwa 5-7% der Erwachsenen. Ebenfalls nicht selten ist die chronische Bronchitis, die auch als COPD bezeichnet wird. Typische Symptome sind Husten und Atemnot, die meistens entstehen, wenn Viren oder Bakterien in die Lungen eindringen konnten. Etwa 80% der Betroffenen sind Raucher oder starke Passivraucher, eine Raucherentwöhnung kann also ein wichtiger Teil der Therapie sein.

Lungenentzündungen entstehen ebenfalls durch Bakterien oder Viren und können in manchen Fällen durch Grippeimpfungen verhindert werden. Typische Symptome sind zunächst trockener Husten, Kopfschmerzen und später auch Fieber. Wuchern Zellen im Lungengewebe, dann spricht man hingegen von Lungenkrebs, einer weitaus schwereren Erkrankung. Die Chemotherapie und die Bestrahlung können das Leben des Patienten meist nur verlängern, zur einer Heilung kommt es allerdings nicht. Gerade bei älteren Menschen kommt es häufiger zu pulmonaler Hypertonie, da die verengten Gefäße zwischen Herz und Lunge für Bluthochdruck sorgen.

Was kann man für die "richtige" Atmung tun?


Die menschliche Atmung beeinflusst auch das Nervensystem – atmen wir schnell und hektisch, dann senden wir unserem Gehirn das Signal, dass es keine Zeit zur Entspannung gibt, was die Anspannung natürlich noch verstärkt. Wer hingegen auf eine ruhige, tiefe Atmung achtet, kann seinem Alltag gelassener begegnen und gegen Stress vorbeugen. Gute Möglichkeiten dies zu fördern sind beispielsweise Yoga, Meditation oder autogenes Training. Probieren Sie am besten unterschiedliche Methoden aus und versuchen Sie diese regelmäßig in Ihren Alltag zu integrieren.

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