Psoriasis ist eine chronische Hauterkrankung, durch die schuppige, trockene Hautstellen entstehen. Die Erkrankung kann sehr unangenehm oder sogar schmerzhaft sein. Sie kommt bei Menschen vor, deren Immunsystem gesunde Hautzellen fälschlicherweise für schädliche Eindringlinge hält und angreift. Daher werden neue Hautzellen zu schnell gebildet, und abgestorbene Hautzellen sammeln sich rasch an der Oberfläche an.
Am häufigsten sind Erwachsene zwischen 20–30 und 50–60 Jahren von Schuppenflechte betroffen. Im Allgemeinen kann aber jede Person daran erkranken. Derzeit gibt es keine Heilung für Psoriasis. Doch es gibt verschiedene Möglichkeiten, Schübe wirksam zu behandeln und die Schuppenflechte-Symptome gut in den Griff zu bekommen.
Es gibt verschiedene Arten von Schuppenflechte. Jede bringt ihre eigenen Symptome mit sich:
Die Plaque-Psoriasis ist die häufigste Form und macht etwa 80–90 % aller Fälle aus. Sie zeigt sich durch erhabene, entzündete Hautstellen, die man häufig an den Ellenbogen, Knien, auf der Kopfhaut und am Oberkörper findet. Diese Stellen sind oft schmerzhaft oder jucken.
Die Kopfhaut-Psoriasis ist keine eigene, getrennte Form der Psoriasis. Der Begriff beschreibt einfach Psoriasis (meist Plaque-Psoriasis), die sich auf der Kopfhaut befindet. An der Kopfhaut entstehen oft dicke, schuppige Stellen, die jucken, gerötet sind und meist auch weh tun.
Es gibt viele Möglichkeiten, Schuppenflechte an der Kopfhaut zu behandeln. Dazu gehören spezielle Arzneimittel wie Kortikosteroide oder Vitamin-D-Analoga. Zudem können Psoriasis-Shampoos, beruhigende Öle oder feuchtigkeitsspendende Aloe Vera-Produkte helfen. Die passende Behandlung für die Kopfhaut zu finden, bedeutet oft, Verschiedenes auszuprobieren. Teilen Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt immer mit, bevor Sie etwas Neues ausprobieren.
Schuppenflechte an den Nägeln betrifft sowohl Finger- als auch Fußnägel. Es kann zu kleinen Tüpfelnägel (tiefe bis flache Einsenkungen der Nagelplatte), Ölflecken (rosa Verfärbung), Rillen (vom Nagelbett zum Ende verlaufende Linien) und Nagelablösung kommen. Meist tritt sie zusammen mit der Plaque-Psoriasis auf, kann aber auch allein vorkommen.
Diese Art macht etwa 8 % der Fälle aus und betrifft vor allem Kinder und junge Erwachsene. Sie zeigt sich durch viele kleine, tropfenförmige Hautstellen, die meist über den Oberkörper und die Gliedmaßen verteilt sind. Bei Menschen mit dunklerer Hautfarbe kann diese Form schwerer zu erkennen sein, da die Stellen nicht immer rot oder stark schuppig erscheinen, wie man es sonst von Schuppenflechte kennt.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Arten ist die Psoriasis in Körperfalten nicht schuppig. Stattdessen zeigt sie sich als glatte, glänzende Hautstellen in Hautfalten, die meist rot, violett oder bräunlich sind.
Sie verschlechtert sich durch Reibungen. Das passiert beispielsweise, wenn Kleidung an der Haut scheuert oder Sie stark schwitzen. Menschen mit Übergewicht haben ein höheres Risiko, da sie meist mehr Hautfalten haben und dadurch mehr Reibung entsteht. Diese Form wird häufig mit anderen Erkrankungen wie Pilzinfektionen oder Intertrigo verwechselt.
Die pustelförmige Schuppenflechte ist eine seltene und oft schwere Art der Schuppenflechte. Sie ist gekennzeichnet durch weiße, mit Eiter gefüllte Bläschen auf geröteter, schuppiger Haut. Abgesehen von den Bläschen kann sie der Plaque-Psoriasis ähneln. Daher ist es wichtig, beide Formen zu unterscheiden. Zusätzlich können Schmerzen, Brennen und Fieber auftreten. Manchmal ist eine stärkere Behandlung erforderlich als bei anderen Psoriasis-Formen.
Diese Form ist selten und macht etwa 2 % der Fälle aus. Sie ist besonders schwer und führt zu großflächig geröteter, entzündeter und schuppiger Haut am ganzen Körper. Oft ist sie schmerzhafter als andere Schuppenflechte-Formen und ruft ein starkes Brennen und starken Juckreiz hervor. Die Symptome ähneln einer Verbrennung.
Psoriatische Erythrodermie entsteht häufig aufgrund einer unzureichenden Behandlung der Plaque-Psoriasis (beispielsweise wenn verschriebene Medikamente plötzlich abgesetzt oder topische Behandlungen übermäßig genutzt werden). Es ist sehr wichtig, bei Verdacht auf eine erythrodermische Psoriasis sofort ärztliche Hilfe zu suchen, da unbehandelt das Risiko für Herzversagen, Infektionen oder Lungenentzündung steigen kann.
Bei Menschen, die Schuppenflechte haben, vermehren sich die Hautzellen deutlich schneller als normal. Daher kommt es zu einer Ansammlung von Zellen, die juckende, schuppige Hautstellen bilden (Plaques). Das ist eine Autoimmunerkrankung, bei der T-Zellen (eine Art weißer Blutkörperchen) gesunde Hautzellen angreifen, obwohl mit ihnen eigentlich alles in Ordnung ist.
Wieso das Immunsystem gesunde Hautzellen angreift, ist bisher noch nicht ganz klar. Man geht jedoch davon aus, dass eine genetische Veranlagung eine Rolle spielt. Wenn also ein Familienmitglied betroffen ist, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass Sie auch daran erkranken. Doch allein diese Veranlagung reicht meist nicht aus, um einen Schub auszulösen. Laut einer Studie entsteht Psoriasis für gewöhnlich durch ein Zusammenspiel aus genetischen und umweltbedingten Faktoren.
Schuppenflechte-Schübe können bei Menschen mit dieser Erkrankung jederzeit auftreten. Aber sie können auch durch Umweltfaktoren ausgelöst werden:
Die kennzeichnenden Schuppenflechte-Symptome sind juckende, erhabene Hautstellen. Die sind meist schuppig, aber einige Formen wie die intertriginöse Psoriasis kann die Haut eher glatt und glänzend aussehen lassen. Auch die Farbe kann sich unterscheiden. Psoriasis-Ausschläge sind zwar meist rosa oder rot, können aber auf schwarzer und brauner Haut auch violett oder dunkelbraun erscheinen und die Schuppen können grau aussehen. Daher wird Schuppenflechte bei dunkler Haut leider oft übersehen oder falsch diagnostiziert.
Zu den weiteren Schuppenflechte-Symptomen gehören:
Die meisten Schuppenflechte-Schübe klingen nach einiger Zeit von alleine ab. Die Krankheit ist aber chronisch und nicht heilbar. Das heißt, dass die meisten Menschen mit Psoriasis im Laufe ihres Lebens immer wieder Schübe und ein besser werden des Zustands erleben.
Normalerweise wird Schuppenflechte durch eine Sichtuntersuchung von einer qualifizierten Ärztin, einem qualifizierten Arzt oder einer Dermatologin bzw. einem Dermatologen festgestellt. Dabei wird auf die typischen schuppigen Hautstellen geachtet und darauf, an welchen Körperstellen diese auftreten. Möglicherweise werden Sie auch gefragt, ob Hauterkrankungen in Ihrer Familie vorkommen, denn dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, selbst betroffen zu sein.
In seltenen Fällen entnimmt die Ärztin oder der Arzt eine kleine Hautprobe und schickt sie zur Untersuchung ins Labor. So kann genau festgestellt werden, welche Hauterkrankung Sie haben. Bei 121doc benötigen unsere Ärztinnen und Ärzte einige Fotos Ihrer Haut, um Ihre Erkrankung diagnostizieren zu können.
Schuppenflechte ist nicht heilbar, aber lässt sich mit unterschiedlichen Maßnahmen und kleinen Veränderungen im Alltag besser in den Griff bekommen.
Wenn Psoriasis-Schübe häufiger auftreten oder sich nicht mehr gut kontrollieren lassen, kann es Zeit für verschreibungspflichtige Medikamente sein. Es gibt viele Lotionen, Gele und Cremes zur Behandlung von Schuppenflechte. Sie können Ihnen helfen, die Symptome zu lindern und Schübe abzumildern.
Suchen Sie außerdem umgehend ärztliche Hilfe auf, wenn Sie an einer erythrodermischen Psoriasis leiden. Denn unbehandelt kann diese Form zu ernsthaften gesundheitlichen Komplikationen führen.
Schuppenflechte-Behandlungen gibt es in Form von Gelen, Cremes, Salben und speziellen Anwendungen für die Kopfhaut. Welche Schuppenflechte-Behandlung für Sie am besten geeignet ist, hängt davon ab, welche Form der Psoriasis Sie haben, an welcher Stelle des Körpers sie auftritt und wie stark Ihre Symptome sind.
Sie können auch die sogenannte Steinkohlenteerlösung oder Vitamin-D-Analoga verwenden. Das sind rezeptfrei erhältliche Mittel und können zu einer Linderung der Symptome führen. Allerdings sind sie bei mittelschwerer oder schwerer Schuppenflechte meist nicht ausreichend wirksam. Für eine wirksamere Behandlung werden häufig Kortikosteroide verwendet, da sie meist die besten Resultate erzielen. In schweren Fällen können auch sogenannte Biologika sehr wirksam sein, um die Erkrankung unter Kontrolle zu bringen.
Bei 121doc bieten wir unterschiedliche rezeptpflichtige Schuppenflechte-Behandlungen an. Dazu zählen topische Kortikosteroide wie Dermovate, Betnovate und Elocon. Diese helfen, die Schuppenflechte Symptome zu verbessern, indem sie Entzündungen und Reizungen der Haut verringern.
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