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Neben- und Wechselwirkungen von Priligy

Krankheitsbilder rund um die eigene Sexualität sind vielen Männern unangenehm. Die Folgen sind ein immenser psychischer Druck, unter denen sich Betroffene stellen.

Schätzungsweise leiden etwa 20 Prozent der Männer in Deutschland unter einem vorzeitigen Samenerguss, doch mit voranschreitendem Alter nimmt die Anzahl der Betroffenen zu.

Priligy ist ein Medikament, das von Männern gegen einen vorzeitigen Samenerguss (Ejaculatio praecox) eingenommen werden kann und seit 2009 in Deutschland zugelassen ist. Der in Priligy enthaltene Wirkstoff Dapoxetin verlängert die Zeit bis zum Samenerguss des Mannes und schafft so eine bessere Kontrolle beim Geschlechtsverkehr.

Die Zielgruppe sind Männer im Alter zwischen 18 und 65 Jahren, bei denen der Arzt einen vorzeitigen Samenerguss diagnostiziert hat. Das Medikament ist verschreibungspflichtig, doch die Kosten werden von der Krankenkasse nicht übernommen. Das Medikament ist in den Packungsgrößen 30 und 60 Milligramm mit drei oder sechs Tabletten am Markt erhältlich.

Wie wirkt Priligy (Dapoxetin)?

Der in Priligy enthaltene Wirkstoff Dapoxetin gehört zur Arzneimittelgruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer. Der Ejakulationsreflex wird im Zentalnervensystem ausgelöst, wobei der Serotonin-Wiederaufnahmehemmer eine zentrale Funktion übernimmt. Er blockiert den Serotonin-Transporter, was dazu führt, dass die Verweildauer von Serotonin an den Nervenfasern im Gehirn erhöht wird.

Dadurch wird die Erregung der Samenbläschen im Penis, des Samenleiters, der Prostata und der Muskulatur des Blasenhalses hinausgezögert, wodurch es zu einer Verzögerung der Ejakulation kommt.

Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass sich die durchschnittliche Zeit zwischen Penetration und Ejakulation bei betroffenen Männern bei Einnahme von Priligy im Durchschnitt um eine bis zwei Minuten verlängert.

In besonders schwerwiegenden Fällen mit hohem Leidensdruck, bedeutet dies eine deutlich gesteigerte Lebensqualität, was sich in vielfältiger Weise und auf verschiedene Lebensbereiche des Betroffenen positiv auswirken kann.

Einnahme von Priligy

Die erstmalige Einnahme des Medikaments ist auf 30 Milligramm pro Tag begrenzt, sie sollte etwa eine bis drei Stunden vor der sexuellen Aktivität erfolgen. Bei der Einnahme sollte sich der Patient in einer ruhigen Atmosphäre befinden und zusätzlich ein großes Glas Wasser trinken, damit die Wahrscheinlichkeit einer Ohnmacht minimiert wird.

priligy gegen vorzeitigen samenerguss

Nach den ersten vier Behandlungswochen muss der Arzt die vom Patienten berichteten Fortschritte kritisch beurteilen und über eine Verlängerung der Behandlung entscheiden.

Legt er sich auf eine weitere Behandlung mit Priligy fest, kann er außerdem, je nach Einzelfall, die Tagesdosis auf bis zu 60 Milligramm erhöhen. Dies ist allerdings nur möglich, wenn der Patient bei einer Einnahme von 30 Milligramm nicht bereits mit einer plötzlichen Blutdrucksenkung reagiert.

Nebenwirkungen von Priligy

Bei und nach der Einnahme des Medikaments können einige Nebenwirkungen auftreten, die teilweise häufig, gelegentlich oder selten nachweisbar sind. Am häufigsten treten die folgenden Nebenwirkungen auf:

  • Übelkeit,
  • Schwindel,
  • Kopfschmerzen,
  • Müdigkeit,
  • Schlaflosigkeit und
  • Durchfall

Patienten sollten in der Zeit der Behandlung keinerlei Alkohol trinken, da dieser die Nebenwirkungen verstärken und darüber hinaus zu verminderter Reaktionsfähigkeit und plötzlichen Bewusstseinsverlust führen kann.

Daher sollten Betroffene in der Zeit der Behandlung nicht am Straßenverkehr teilnehmen oder an Maschinen arbeiten, da dies Herzrhythmusstörungen als mögliche Folge haben könnte.

Die Nebenwirkungen von Priligy in tabellarischer Form:

Häufige Nebenwirkungen Gelegentliche Nebenwirkungen Seltene Nebenwirkungen
Schwindelgefühl übermäßiges Schwitzen Niedriger (Hypotonie) oder
hoher Blutdruck (Hypertonie)
Kopfschmerzen Gefühl der Reizbarkeit Stimmungsveränderung
Übelkeit gesteigerte Unruhe Sehstörungen

Neben dem plötzlichen Bewusstseinsverlust sind seltene Nebenwirkungen (weniger als ein Prozent der Behandelten) wie ein Blutdruckabfall (orthostatische Hypotonie) beim Aufstehen aus liegender oder sitzender Position bekannt.

Weitere unerwünschte Nebenwirkungen sind Erektionsstörungen, Ausbleiben der Ejakulation oder Libidoverlust, was immerhin bei bis zu 10 von 100 untersuchten Personen vorkommen kann.

Bekannte Wechselwirkungen von Priligy

Neben den Nebenwirkungen sind einige Wechselwirkungen von Priligy bekannt, die bei der gleichzeitigen Einnahme anderer Medikamente auftreten können. Patienten, die Priligy einnehmen, sollten gleichzeitig keine Monoaminooxidase-Hemmer, wie sie beispielsweise bei der Behandlung von Depressionen eingesetzt werden, zu sich nehmen.

Bei einer Einnahme über einen Zeitraum von 14 Tagen sollte beachtet werden, dass nach einem Absetzen von Priligy mindestens sieben Tage verstreichen sollten, bevor Monoaminooxidase-Hemmer verabreicht werden.

Wird dies nicht beachtet, kann es zu einem lebensgefährlichen Serotonin-Überschuss (Serotonin-Syndrom) kommen, was sich durch autonome, neuromotorische und kognitive Störungen sowie geändertes Verhalten zeigen kann. Daneben kann es zum Versagen einzelner Organe (beispielsweise Leber, Niere) kommen.

Ebenfalls problematisch stellt sich die gleichzeitige Einnahme von Thioridazin, einem Medikament aus der Gruppe der Psychopharmaka, dar. Hier sollte bei einer Einnahme über einen Zeitraum von 14 Tagen ebenfalls beachtet werden, dass nach einem Absetzen von Priligy mindestens sieben Tage verstreichen sollten, bevor Thioridazin verabreicht wird.

Liegt eine Behandlung eines frühzeitigen Samenergusses durch Priligy vor, sollte von einer Begleittherapie mit hochwirksamen Enzymhemmern (CYP3A4-Inhibitoren) abgesehen werden.

Darunter fallen in erster Linie:

  • Telithromycin,
  • Nefazadon,
  • Ritonavir,
  • Saquinavir,
  • Ketoconazol,
  • Itraconazol,
  • Atazanavir und
  • Nelfinavir.

Wird nach einer 14-tägigen Einnahme Dapoxetin abgesetzt, sollten mindestens weitere sieben Tage verstreichen, bevor Medikamente wie die folgenenden eingenommen werden:

  • trizyklische Antidepressiva,
  • Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer,
  • Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
  • andere Arzneimittel/Pflanzenwirkstoffe mit serontoninverstärkender Wirkung (im Besonderen: Triptane, Tramadol, Lithium, Johanniskraut und L-Tryptophan)

Kontraindikatoren bei einer Behandlung mit Priligy

In bestimmten Fällen darf Priligy nur unter ärztlicher Kontrolle und unter Einhaltung besonderer Vorsichtsmaßnahmen eingenommen werden. Dies trifft beispielsweise auf Patienten mit einer leichten oder mäßigen Nierenfunktionsstörung sowie einer leichten Leberfunktionsstörung zu, da diese Patienten einer erhöhten Gefahr bei der Einnahme des Medikaments ausgesetzt sind.

Solche Patienten müssen in festen Zeitintervallen beim Arzt vorstellig werden, der neben Leber- und Nierenwerten auch die Gesamtkonstitution des Patienten beurteilt und bei einer Verschlechterung des Zustands des Betroffenen die Behandlung jederzeit abbrechen kann.

Für wen ist Priligy nicht geeignet?

Laut Gebrauchsinformationen dürfen Patienten, die unter einer der folgenden Beschwerden leiden, das Medikament nicht einnehmen:

  • Herzinsuffizienz (Herzschwäche), Herzklappenerkrankungen,
  • Reizleitungsstörungen, Ischämie des Herzens, Synkopen in der Anamnese
  • Leber- oder Nierenfunktionsstörungen
  • Epilepsie, Manie oder depressives Verhalten
  • gleichzeitige Einnahme von Antipilzmitteln
  • bei der Behandlung einer Migräne mit Triptanen

Quellen:

  1. "Efficacy and Safety of Dapoxetine for the Treatment of Premature Ejaculation: Integrated Analysis of Results from Five Phase 3 Trials". McMahon CG et al, The Journal of Sexual Medicine. 8, Nr. 2, 2011, S. 524–539. URL: onlinelibrary.wiley.com/
  2. Neu auf dem Markt Dapoxetin (Priligy). URL: arznei-telegramm.de
  3. Emerging treatments for premature ejaculation: focus on dapoxetine Hellstrom W.J. Neuropsychiatr Dis Treat, 2009, 37-46 URL: ncbi.nlm.nih.gov

Veröffentlicht am: 17.12.2015

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