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Nebenwirkungen und Wechselwirkungen von Champix

Champix ist ein rezeptpflichtiges Arzneimittel, welches Erwachsene ab 18 Jahren bei der Raucherentwöhnung nachhaltig unterstützen kann. Das Medikament wurde 2007 auf dem deutschen Markt zugelassen und wird von dem Pharmakonzern Pfizer vertrieben.

Die Wirkungsweise basiert auf der Senkung des Verlangens nach dem Rauchen, währenddessen auch mögliche Entzugserscheinungen während der aktiven Raucherentwöhnung vermindert werden. Dabei zeichnet sich Champix dadurch aus, dass bei eventuell nochmaligem Zigarettenkonsum der Genuss deutlich verringert wird.

Wie wirkt Champix?

Der aktive Wirkstoff in Champix ist Vareniclin, der zu der Gruppe der Partialagonisten zählt. Ein Partialagonist besetzt den betreffenden Rezeptor und die, durch diesen Rezeptor weitergeleitete, Wirkung auslöst. Ein Partialagonist kann einen Rezeptor nur teilweise aktivieren.

Vareniclin besetzt den Acetylcholin-Nikotinrezeptor α4β2 und wirkt auf zwei Arten:

  • Die Substanz wirkt als partieller Agonist wie Nikotin und hilft dabei Entzugserscheinungen zu mildern.
  • Vareniclin nimmt zudem den Platz von Nikotin ein, sodas sich dieses nicht mehr an den Rezeptor binden kann und reduziert somit die Wirkung von Nikotin im Körper.

champix-chemischer

Abb.: 1 Champix Wirkstoff Strukturformel

Durch die Einnahme von Vareniclin werden alle bekannten, akuten Symptome vom Nikotinentzug abschwächen und gleichzeitig das Bedürfnis nach Nikotin reduzieren. Darüber hinaus ist es möglich, positive Effekte im Bereich des Belohnungssystems bei einem erneuten Nikotinkonsum zu blockieren.

Champix Therapie nur unter ärztlicher Aufsicht

Eine Therapie unter ärztlicher Begleitung ist unbedingt empfehlenswert. Zwar existieren nur sehr geringe Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, dennoch können einige Wirkstoffe durch Champix ungünstig beeinflusst werden. Hinzu kommen mögliche Nebenwirkungen, die mithilfe ärztlicher Betreuung adäquat beobachtet und bei Bedarf behandelt werden.

Des Weiteren kann der Arzt im Rahmen der bis zu 24 Wochen andauernden Behandlung die notwendige Dosierung individuell anpassen und schlussendlich schleichend beenden. Im Verlauf der zweiten Behandlungswoche mit Champix legen Patienten selbst ein Datum fest, ab dem sie mit dem Rauchen aufhören wollen. Zu diesem Zeitpunkt wirkt das Arzneimittel bereits effektiv und unterstützt bei der erfolgreichen Durchführung des Vorhabens.

Im Vergleich zu Placebo oder Bupropion, das zur Nikotinersatztherapie eingesetzt wird, unterstreichen drei klinische Studien die Wirksamkeit von Champix.

Nebenwirkungen von Champix

Die Einnahme von Champix kann Nebenwirkungen verursachen. Unabhängig davon treten häufig verschiedene Symptome als Begleiterscheinungen der Raucherentwöhnung auf, welche differenziert zu betrachten sind.

Konzentrationsstörungen, Gewichtszunahme, Schlaflosigkeit, eine verlangsamte Herzfrequenz und Stimmungsschwankungen wie Ängstlichkeit, Niedergeschlagenheit, Frustration oder Reizbarkeit sind unabhängig von der medikamentösen Behandlung zu beobachten.

Sehr häufig auftretende Nebenwirkungen einer Therapie mit Champix sind Übelkeit, Schlafstörungen, Entzündungen im Rachen oder der Nase, Kopfschmerzen oder extreme Träume.

Häufig kommt zudem zu Husten, Kurzatmigkeit, Bronchien- oder Nebenhöhlenentzündung. Ein verminderter oder gesteigerter Appetit geht oft mit einer Gewichtszunahme einher. Patienten bemerken vereinzelt Geschmacksveränderungen, Schläfrigkeit oder Schwindelgefühl. Erbrechen, Sodbrennen,

Durchfall oder Beschwerden wie Verstopfung können ebenso auftreten. Dabei verursacht die Behandlung mit Champix häufig Rücken-, Gelenk-, Brustkorb- oder Muskelschmerzen.

Gelegentlich treten im Zusammenhang mit Champix folgende Nebenwirkungen auf: abnormes, sehr häufiges Wasserlassen, auch des Nachts, Virus- oder Pilzinfektion, starke Stimmungsschwankungen, Angstzustände, Depression, Panikgefühl, Unruhe, Halluzinationen.

In diesem Zusammenhang zeigten klinische Studien auch ein sich gelegentlich veränderndes sexuelles Verlangen, verringerte Berührungsempfindlichkeit oder ein Klingen im Ohr.

Augenschmerzen, Bindehautentzündung, ein erhöhter Blutdruck oder Herzfrequenz, Krampfanfälle, Trägheitsgefühl oder grippeähnliche Erkrankungen mit Fieber und Unwohlsein können ebenso auftreten.

Zu seltenen Nebenwirkungen gehören erhöhte Muskelspannung, Koordinationsschwierigkeiten, übermäßig starker Durst, Gefühl von Unwohlsein oder Unglücklichsein, Schlaganfall, Sprachschwierigkeiten, verminderter Geschmackssinn.

Herzrhythmusstörungen oder unregelmäßiger Herzschlag, veränderter Schlafrhythmus, Sehstörungen, Verfärbung der Augäpfel oder Augen tränen, erweiterte Pupillen, Lichtempfindlichkeit und Kurzsichtigkeit wurden während der Einnahme von Champix ebenfalls beobachtet.

Sehr häufige Nebenwirkungen Häufige Nebenwirkungen Gelegentliche Nebenwirkungen Seltene Nebenwirkungen
Übelkeit Schläfrigkeit Stimmungsschwankungen Herzrhythmusstörungen
Schlafstörungen Bronchien-oder Nebenhölenentzündung Augenschmerzen Erweiterte Pupillen
Entzündete Nase Verdauungsstörungen erhöhter Blutdruck abnormer Stuhl
Entzündeter Rachen Rückenschmerzen Krampfanfälle Rachenschmerzen
Kopfschmerzen Geschmacksveränderungen Unwohlsein Sehstörungen
Husten Pilzinfektion erhöte Muskelspannung
Schwindelgefühl häufiges Wasserlassen Koordinationsschwierigkeiten

Zudem berichteten Patienten von weiteren selten auftretenden Nebenwirkungen wie, eine belegte Zunge, Schnarchen, Bluterbrechen, abnormer Stuhl, steife Gelenke und Rippenschmerzen, Glucose im Urin, beziehungsweise ein erhöhtes Urinvolumen im Zusammenhang mit häufigerem Wasserlassen. Neben einer veränderten Sexualfunktion treten bei Patientinnen selten vaginaler Ausfluss oder Zysten auf.

Sollten während der Einnahme von Champix depressive Gemütszustände, Verhaltensveränderungen oder Selbstmordgedanken auftreten, ist umgehend ein Arzt zu konsultieren.

Wechselwirkungen von Champix mit anderen Medikamenten

Eine parallele Anwendung von Cimetidin, das zur Dämpfung der Magensaftproduktion bei Sodbrennen und Geschwüren der Magenschleimhaut eingesetzt wird, mit Champix erhöht die Konzentration des Wirkstoffes Vareniclintartrat um 29 Prozent.

Dies liegt daran, dass Cimetidin eine konstante Ausscheidung des Wirkstoffs über die Nieren verhindert. Sollte eine derartig schwere Beeinträchtigung der Nierenfunktion vorliegen, ist in jedem Fall auf eine parallele Einnahme beider Medikamente zu verzichten.

Bei Patienten mit leichter bis mäßiger Dysfunktion der Nieren ist eine Dosisanpassung der beiden Arzneimittel prinzipiell nicht notwendig, die Einnahme kann unter ärztlicher Aufsicht parallel erfolgen.

Die gleichzeitige Anwendung von Champix mit anderen Medikamenten ist in jedem Fall unter ärztlicher Aufsicht zu realisieren. So kann Vareniclin als auch seine Nebenwirkungen die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen.

Im Einzelfall muss auf ärztliche Empfehlung hin die entsprechende Dosis angepasst werden. Dies gilt beispielsweise für Arzneimittel wie Warfarin, einem Blutverdünner, Insulin bei Diabetes oder Theophyllin bei Asthma.

Im Rahmen der Raucherentwöhnung wird der Abbau einiger Wirkstoffe behindert. Dies gilt beispielsweise für die parallele Anwendung von Champix mit Schmerzmitteln, wie z.B. Paracetamol, Koffein oder Psychopharmaka, beispielsweise Clozapin, Olanzapin. Durch die verlangsamte Ausscheidung erhöht sich die Konzentration der Substanz im Blut. Dadurch wird die Wirkung verstärkt, jedoch auch das Risiko auf Nebenwirkungen erheblich erhöht.

Eine gleichzeitige Anwendung des Medikaments Champix und Nikotin-Pflastern zur Raucherentwöhnung kann einer klinischen Studie zur Folge zur Abnahme des Blutdrucks führen. Zudem sind bei dieser Kombinationstherapie häufige Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit und Schwindel zu beobachten.

Gegenanzeigen (Kontraindikationen) von Champix

Das Arzneimittel Champix ist nicht einzunehmen, wenn eine Allergie gegen den aktiven Wirkstoff Vareniclintartrat vorliegt. Die gilt auch für alle weiteren Bestandteile der Filmtabletten.

Stillende Frauen und Schwangere sollten dieses Medikament nicht einnehmen. Eine Behandlung mit Champix sollte vor dem Beginn einer Schwangerschaft beendet sein. Zudem sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren von der Behandlung mit Champix ausgeschlossen.

Von der Einnahme dieses Arzneimittels bei gleichzeitigem Alkoholkonsum ist abzuraten. Es liegen diesbezüglich jedoch nicht genügend klinische Studien vor.

Patienten mit Epilepsie dürfen Champix aufgrund fehlender wissenschaftlicher Studien nicht anwenden. Wegen möglicher abnomer Entwicklung gilt diese Einschränkung auch für Personen, die unter schwerwiegenden psychischen Erkrankungen leiden. Hierzu zählen beispielsweise Depressionen, Schizophrenie und Übersteigerung.

Im Einzelfall kann die Einnahme von Champix mit Schläfrigkeit und Schwindelgefühlen verbunden sein. Entsprechend können die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zur Bedienung von Maschinen ungünstig beeinflusst werden.


Quellen:

  1. Champix 0,5mg Tabletten,Pfizer Deutschland GmbH. URL: pfizer.de
  2. Champix, INN Varenicline tartrate European Medicines Agency. URL: ema.europa.eu
  3. Effektivität und Sicherheit von Vareniclin zur Raucherentwöhnung P. Christalla et al. URL: thieme-connect.de
  4. Vareniclin verhilft zur Abstinenz Govi-Verlag Pharmazeutischer Verlag GmbH. URL: pharmazeutische-zeitung.de
  5. Early Communication About an Ongoing Safety Review of Varenicline, U.S. Food and Drug Administration. URL: fda.gov

Veröffentlicht am: 01.04.2016

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