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Ringelflechte - Ursachen, Symptome und Behandlung

Ringelflechte ist eine Pilzinfektion der Haut, die zu unangenehmen Symptomen führt. Betroffene leiden unter den körperlichen und sichtbaren Ekzemen.

Auf 121doc können Patienten die Lamisil Creme zur Behandlung bestellen. Dafür müssen Sie aktuell nicht im Besitz eines Rezepts sein, da die Rezeptausstellung zu unserem Service gehört. Bestellungen, die vor 17.30 Uhr eingehen, können bereits am nächsten Werktag zugestellt werden. Dabei sind die Überprüfung des Gesundheitszustands, die Rezeptausstellung und der 24-Stunden-Versand bereits im Preis enthalten.

Definition

Die Ringelflechte, mit wissenschaftlichen Namen Tinea, ist eine Pilzinfektion der Haut, die sowohl bei Menschen als auch bei Tieren vorkommt. Sie zeichnet sich aus durch juckende ringförmige Entzündungsherde, die sich nach außen ausbreiten. Als Hautkrankheit zählt sie zur Gruppe der Hautpilze und Dermatophytosen. Am häufigsten sind die Gliedmaßen und der Rumpf von der Infektion betroffen.

Häufigkeit

Tinea findet sich in allen Altersgruppen, am häufigsten aber bei Kleinkindern und älteren Menschen. Das Risiko, irgendwann im Laufe des Lebens an einer Pilzinfektion zu erkranken, liegt bei etwa 10 - 20%.

Als so genannter Ringerpilz ist die Ringelflechte bei Kampfsportlern gefürchtet. Über Hautkontakt, Matten und Trainingsgeräte breitet sie sich rasend schnell innerhalb einer Mannschaft aus. Deshalb müssen bei Wettkämpfen inzwischen alle Teilnehmer vom Ringrichter oder einem Arzt auf Hautkrankheiten inspiziert werden. Sind die hoch ansteckenden Erreger einmal in einer Turnhalle angesiedelt, sind sie schwer wieder los zu werden. Betroffene Sportler dürfen, so lange sie die Ringelflechte haben, nicht am Sportbetrieb teilnehmen.

Arten

Man teilt die Erkrankung für gewöhnlich nach dem betroffenen Körperteil ein.


  • Tinea corporis: auf der unbehaarten Haut des ganzen Körpers, ausgenommen Gesicht und Schambereich
  • Tinea faciei: auf der unbehaarten Haut des Gesichts
  • Tinea cruris, Tinea inguinalis: im Leistenbereich
  • Tinea pedis, Fußpilz: an den Füßen, selten sogar an den Sohlen
  • Tinea manuum: an den Händen, auch in den Handflächen
  • Tinea capitis: Ringelflechte auf der behaarten Kopfhaut
  • Tinea barbae, Bartflechte: Pilzinfektion im Bartbereich (bei männlichen Patienten)
  • Tinea unguium, Onchomykose: Nagelpilz der Finger- oder Zehennägel

Eine Sonderform der Ringelflechte ist die Tinea imbricata oder Tokelau. Sie unterscheidet sich von anderen Ringelflechten im Aussehen der Ekzeme. Diese sind kleinflächig, schuppenartig oder in konzentrischen Kreisen angeordnet. Erreger der Tinea imbricata ist der Pilz Trichophyton concentricum. Man findet ihn bei primitiv lebenden Völkern in den tropischen Gebieten von Südostasien und Polynesien, wo gebietsweise 9 - 18% der indigenen Bevölkerung unter der Krankheit leiden. Unbehandelt breitet er sich über die gesamte Körperoberfläche aus. Mit weniger Prävalenz existiert die Tinea imbricata auch in Mittel- und Südamerika. Ihres Verbreitungsgebiets wegen ist sie mit anderem Namen auch bekannt als Tinea tropicalis.

Ursachen

Verursacher der Ringelflechte sind verschiedene Arten von Hautpilzen bzw. Fadenpilzen, so genannte Dermatophyten. Manche von ihnen kommen ausschließlich auf der Haut einer bestimmten Art von Wirt vor, andere können mehrere verschiedene Spezies befallen. Solche Infektionen sind hoch ansteckend und können von Tieren an den Menschen weitergegeben werden, oder umgekehrt. Die Pilze verwenden als Nahrungsquelle ein Eiweiß namens Keratin, den Hauptbestandteil von Haut, Haaren und Fingernägeln. Sie breiten sich fleckförmig im Gewebe aus, genau wie Schimmelpilz auf Lebensmitteln. In der hellen inneren Zone des Ekzems, wo das Keratin abgebaut wird, verliert die Haut ihre Stabilität und fällt in Schuppen ab. Außen, wo der Pilz mit kleinen Fäden, so genannten Hyphen, weiter ins Gewebe wächst, zerstört er Zellen und reizt Nerven. Entzündung und Juckreiz sind die Folge.

Übertragungswege sind neben Hautkontakt auch die Luft oder Gegenstände. Da die Pilzsporen für einen erfolgreichen Befall zunächst die Hautflora und das Immunsystem überwinden müssen, begünstigen Hautverletzungen, ein Ungleichgewicht der Flora, Durchblutungsstörungen und immunsystem-beeinträchtigende Medikamente eine Ansteckung.

Symptome

Durch ihr charakteristisches Aussehen - rote, kreisförmige, juckende Flechten - ist die Ringelflechte leicht zu identifizieren. In den Randbereichen können Pusteln auftreten, seltener auch verkrustender Ausschlag. Innerhalb der geröteten, leicht geschwollenen Ringe ist die Haut meist blass und schuppig. Die Haare im betroffenen Bereich fallen so gut wie immer aus. Die Ekzeme treten einzeln oder zu mehreren am ganzen Körper auf. Durch Kratzen werden die Erreger von einer Körperstelle zur nächsten übertragen. Typische Anzeichen sind demnach:

  • randbetonte, kreisförmige Hautrötung
  • Schuppung
  • Pustelbildung
  • Juckreiz

Wie stark ausgeprägt die Symptome ausfallen ist meist von der Übertragungsquelle abhängig. So kommt es bei einer durch Tiere übertragenen Ringelflechte eher zu starken, dafür kürzeren Beschwerden, wohingegen diese leichter wenngleich chronisch bei einer Mensch zu Mensch Übertragung ausfallen.

Behandlung

Über die Therapie entscheidet im Einzelnen der Hautarzt. In den meisten Fällen reicht es, die befallenen Hautstellen zwei- bis dreimal täglich mit fungizider bzw. antimykotischer Salbe (z.B. Lamisil Creme) zu behandeln. Man sollte die Creme auf den gesamten betroffenen Bereich und darüber hinaus auch auf die angrenzende gesunde Haut auftragen. Dadurch verschwindet der Pilz in der Regel nach zwei Wochen. Sicherheitshalber wird die Behandlung dennoch nach dem Ausheilen der Ekzeme eine Woche lang fortgesetzt.

Für Tinea der Kopfhaut existieren fungizide Shampoos mit den Pilzgiften Seleniumsulfid und Ketoconazol. Für die Behandlung von Onychomykosen gibt es die Wirkstoffe auch in speziellen Nagellacken, die meist einmal täglich aufgetragen werden müssen. Bei einer besonders hartnäckigen und großflächigen Infektion kommen im Einzelfall auch Antimyzotika in Tablettenform zum Einsatz.

Bei Kleinkindern, älteren Patienten und solchen mit geschwächtem Immunsystem kommen zusätzlich Tabletten mit dem Wirkstoff Terbafin oder Itraconazol zum Einsatz. Für gewöhnlich heilt die Ringelflechte vollständig und ohne Narben aus.

Vorbeugen

Strikte Hygiene ist die einzig wirksame Methode zur Vorbeugung von Ringelflechte. Pilzinfektionen sind hoch ansteckend. Außerdem besteht die Gefahr, sich nach erfolgreicher Therapie erneut mit dem selben Pilz anzustecken.

Die befallenen Hautstellen enthalten Sporen des Erregers. Diese gelangen über direkten Hautkontakt von einem Wirt zum anderen, aber auch indirekt, z.B. über Kleidung, Haarbürsten, oder Handtücher. Bei manchen Pilzarten können die Sporen monatelang auf Gegenständen oder im Boden überdauern. Die Ausbreitung lässt sich nur durch Hygiene eindämmen: häufiges Händewaschen, keine gemeinsame Benutzung persönlicher Gegenstände. Desinfektion ist ratsam. Hier sollte darauf geachtet werden, dass das verwendete Mittel speziell zum Abtöten von Pilzen geeignet ist. Sämtliche Oberflächen im Haus sollten regelmäßig gereinigt und desinfiziert werden, vor allem, wenn ein Haustier befallen gewesen ist. In Textilien lassen sich die Sporen durch heißes Waschen vernichten. Einfrieren dagegen hat keine Wirkung. Die Pilzsporen gefrieren zwar, sterben aber nicht ab und sind nach dem Auftauen wieder infektiös.

Pilze wachsen am besten in feuchter, warmer Umgebung. Deshalb treten die Infektionen gehäuft zwischen den Zehen oder im Genitalbereich auf. Diese Stellen müssen nach dem Duschen besonders gründlich getrocknet werden. Sportler, die viel Zeit in verschwitzten Turnschuhen herumlaufen, sollten nach dem Training nicht nur ihre Schuhe, sondern auch die Füße möglichst lange auslüften und gründlich trocknen lassen. Und wer gegen den Schweißgeruch ein altes Hausmittel anwendet, nämlich Zimt in die Schuhe zu streuen, schützt sich damit möglicherweise auch gegen die Ringelflechte: Wissenschaftler fanden heraus, dass Bestandteile der Zimtrinde - zumindest in der Petrischale - das Wachstum verschiedener Pilzarten hemmen.

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