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Shampoos gegen Haarausfall bei Männern: Wie wirksam sind sie?

Rund 50 Prozent der Männer leiden im Verlauf des Lebenszyklus unter Haarausfall. Im Gegensatz zu den betroffenen Frauen (20 Prozent) greifen betroffene Männer öfter zu kostenintensiven Wundermitteln gegen Haarausfall. Häufig kommen dabei Shampoos täglich zum Einsatz. Bis dato stellen Mediziner die Wirksamkeit dieser Präparate aufgrund fehlender Studien infrage. Nachfolgend sind Testergebnisse von verschiedenen Wirkstoffen gegen Haarausfall aufgeführt.

20 Shampoos gegen Haarausfall getestet

ÖKO-Test unterzog 20 Produkte dieser Kategorie einem Test. Im Vordergrund stand neben der Wirksamkeit auch der bedenkenlose Einsatz der Shampoos gegen Haarverlust. Rund 50 Prozent der getesteten Haarwäschen wies bedenkliche Laborwerte auf.

Für die meisten Shampoos gegen Haarausfall bei Männern existierten keine Wirksamkeitsstudien. Damit basieren von Herstellern definierte Anwendungsbereiche und Wirkungsweisen auf empirisch nicht nachweisbaren Belegen. Wirkversprechen bei diesen Shampoos dienen der ausschließlichen Vermarktung zugunsten hoher Gewinne.

Nur zwei Hersteller, unter anderem B'iota Laboratories, wiesen vollständige, wissenschaftliche Arbeiten nach. Diese belegten den positiven Effekt der Shampoos. Eine kritische Reanalyse der Untersuchungen zeigte jedoch Mängel des Untersuchungsdesigns auf. Entsprechend niedrig sind die Resultate in Bezug auf die tatsächliche Effektivität.

Der Konzern Schwarzkopf & Henkel lobt Marken wie Seborin und Schauma aufgrund ihrer effektiven Wirkung gegen Haarausfall. Tatsächlich handelt es sich hierbei ausschließlich um jene Erscheinungen dieser Art, welche aufgrund von Haarbruch entstehen. Diesen Hinweis vermerken die Hersteller lediglich kleingedruckt.

Wirkungsversprechen von Shampoos gegen Haarverlust

Aus Perspektive der testenden Experten können sich entsprechende Wirkungsversprechen aufgrund gesetzlicher Regelungen lediglich auf äußerliche Bereich beziehen. Da Haarausfall hauptsächlich durch innere Ursachen ausgelöst wird, stehen Hersteller von Shampoos gegen Haarverlust vor einem grundsätzlichen Problem.

In diesem Zusammenhang unterstreicht Professor Hans Wolff, dass die in freiverkäuflichen Shampoos enthaltenen Substanzen das Haarwachstum bei Männern nicht beeinflussen kann. Zu fraglichen Stoffen gehört das oft erwähnte Koffein, aber auch Keratin, Melatonin, Aminosäuren, Vitamine, pflanzliche Proteine, Mineralien, Tigergras, Ginseng, Apfelstammzellen, Eierschalen oder Guaraná.

Eine Untersuchung des Forschungszentrums für Haar- und Hautphysiologie der Berliner Charité widerlegt die Annahmen der Stiftung ÖKO-TEST. Untersucht wurde die Wirkung des koffeinhaltigen Shampoos Plantur 39.

Die Ergebnisse belegen, dass Koffein das Wachstum der Haarfollikel tatsächlich anregen kann. Zu beachten ist, dass hierzu eine tägliche Anwendung notwendig ist, denn bereits nach 48 Stunden lässt sich der Wirkstoff im Bereich der Kopfhaut nicht mehr nachweisen. Weiterhin ist zu beachten, dass eine Mindesteinwirkzeit von zwei Minuten einzuhalten ist. Im anderen Fall werden wachstumsfördernde Substanzen sofort wieder ausgespült.

Offen bleibt jedoch auch bei der Berliner Studie zur Wirkung von Shampoos gegen Haarausfall, ob Koffein auch bei erblich als auch hormonell bedingtem Haarverlust wirksam ist. Diese Frage ist hier von großer Bedeutung, da es sich bei 80 Prozent der Männer mit Haarausfall um eben diese androgenetische Alopezie handelt. Auslöser der Erkrankung ist die Wirkung von Dihydrotestosteron, welches sich an den Haarwurzeln befindet.

Gefahren von Shampoos gegen Haarausfall

Shampoos gegen Haarausfall versprechen zwar gesundes, volles Haar, jedoch beinhalten viele von ihnen Inhaltsstoffe, die nicht nur das Haar schädigen können. Einige Substanzen, die in Shampoos enthalten sind, können Überempfindlichkeitsreaktionen oder Allergien auslösen. Manche können sogar negative Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit und auf das Krebsrisiko haben. Bei der Auswahl eines Shampoos sollte aufgrund dessen besonders auf hochwertige Inhaltsstoffe geachtet werden.

Beeinflusst Lilial die Fruchtbarkeit?

Fünf der getesteten Shampoos gegen Haarverlust riechen aufgrund von Lilial (Butylphenyl Methylpropional) nach Maiglöckchen. Bekannt ist der verführerische Geruch bei Markenwie Rausch, Hairjazz, Schwarzkopf Men, Bioxsine und Syoss. Seit Mitte 2015 gehört Lilial laut Untersuchungsergebnisse des wissenschaftlichen Beratergremiums der Europäischen Union (SCCS) zu unsicheren Substanzen im Bereich Kosmetika. Tierversuche zeigen, dass Fortpflanzungssystem bereits nach kurzer Kontaktzeit trotz niedriger Dosierungen deutlich geschädigt wurde.

In sehr hoher Dosis kommt Lilial in Bioxsine Dermagen Hair Loss Expert Forte vor. Die nachgewiesene Menge liegt deutlich über der gesetzlichen Nennungspflicht. Dennoch deklariert der Hersteller Lilial nicht auf der Produktverpackung.

Vorsicht bei künstlichen Moschusdüften

Der männliche Geruch einzelner Produkte wie beispielsweise Elvital, Bioxsine, Rauch, Neril und Head & Shoulders entsteht durch die Verwendung künstlicher Moschusdüfte. Diese Substanzen basieren auf der Zusammensetzung des Sexuallockstoffs von Moschus-Hirschen.

Empirische Belege unterstreichen, dass sich dieser nicht nur im Abwasser, sondern auch im menschlichen Fettgewebe ablagern kann. Aktuelle Studienergebnisse geben des weiteren Hinweise auf die hormonelle Wirkungsweise.

Hydroxycitronellal – ein Wirkstoff mit hohem Allergiepotenzial

Der Geruch von Neril Reaktiv-Haarwäsche ähnelt einer zitronigen Note. Diese entsteht durch den enthaltenen Wirkstoff Hydroxycitronellal. Zu beachten ist, dass diese Substanz ein hohes Allergiepotenzial aufweist.

PEG (Polyethylenglykole): billig aber gefährlich?

Der Emulgator PEG beziehungsweise dessen Derivate kommen bei 18 der getesteten Shampoos zum Einsatz. Nur Yves Rocher und Alverde verzichten auf den Einsatz von PEG oder PEG-Derivaten. PEG ist sehr reaktionsfreudig und potentiell krebserzeugend und erbgutschädigend. PEGs sind billig herzustellen und leicht anwendbar, weshalb sie häufig bei der Shampooherstellung verwendet werden.

Achtung vor krebserregenden Substanzen

Im Anti-Schuppen und Anti-Haarverlust Shampoo von Head & Shoulders enthielt laut aktueller ÖKO-TEST Untersuchung zudem Formaldehyd. Es handelt sich hierbei um einen Gefahrstoff, welche in Europa zur Kategorie krebsverdächtig gehört. Auslöser für Krebs sei er vor allem dann, wenn die Aufnahme über die Atemwege erfolgt.

Finasterid: der effektivste Wirkstoff gegen Haarausfall

Nimmt der Haarausfall täglich zu, sprechen Hautärzte von einem Effluvium. Ursache von diffusem Haarausfall sind oftmals Nebenwirkungen von Arzneimitteln, Hormonstörungen, Zink- und Eisenmangel.

In diesem Zusammenhang unterstreichen Mediziner, dass Effluvium nicht durch Patienten selbst diagnostiziert werden kann. Eine ärztliche Diagnose ist hier unabdingbar. Diese Aussage impliziert weiterhin, dass eine Behandlung mit Kosmetika wie beispielsweise kostenintensive Shampoos gegen Haarausfall nicht zielführend ist. Der Wirkstoff Finasterid kann im Gegensatz dazu effektiv wirken.

Hinzu kommt, dass Haarausfall aufgrund erblicher Ursachen entstehen kann. Dies ist häufig dann der Fall, wenn lichte Kopfbereiche auch bei Familienangehörigen auftreten. Vorrangig bei Männern lassen sich erbliche Risikofaktoren schnell identifizieren.

Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass androgenetische Alopezie durch eine spezifische Pflege oder Ähnliches therapierbar ist. Dermatologen zur Folge gehört die Anwendung von Tabletten mit Finasterid (Propecia) zu einer der effektivsten Behandlungsmethoden.

Propecia-Eckdaten
Propecia
Hersteller : MSD
Wirkstoff : Finasterid
Darreichungsform : Tabletten
Dosierung : 1mg
Packungsgröße : 84, 168 Tabletten
Rezeptpflicht : rezeptpflichtig
Weitere Informationen

In bis zu 90 Prozent aller Fälle stoppt Finasterid neuen Studienergebnissen zur Folge erblich bedingten Haarausfall. Rund 50 Prozent aller männlichen Studienteilnehmer bemerkten eine sichtbare Verdichtung der Haare.

Zu beachten ist, dass Finasterid bei ein bis zwei Prozent der männlichen Patienten Potenzstörungen verursachte. Des Weiteren können sich die Beschwerden bei zeitweiser Unterbrechung der Therapie beziehungsweise bei Anwendungsfehlern erneut verstärken.

Als Alternative zur Finasterid steht der Wirkstoff Minoxidil zur Verfügung. Nach der Mindestanwendungsdauer von drei Monaten vervierfacht sich das Haarvolumen. Aufgrund der komplizierten topischen Anwendung bevorzugt ein Großteil der Männer jedoch Finasterid.

Eine randomisierte Vergleichsstudie belegt eine sehr ähnliche Wirksamkeit der oral anzuwendenden Finasterid Tabletten und äußerlich aufzutragenden Minoxidils (Regaine). Auch in puncto Sicherheit belegt die Untersuchung den Vorteil beider Wirkstoffe.

Andere klinische Studien belegen eine geringere Wirkung von Minoxidil. Beobachtete Erfolgsraten liegen hier zwischen 10 und 20 Prozent. Anstatt Potenzstörungen wurden unerwünschte Nebenwirkungen wie beispielsweise Schwächegefühl, beschleunigter Puls, Blutdruckabfall oder Brustschmerzen notiert. Für beide Wirkstoffe liegen aktuell keine Ergebnisse aus Langzeitstudien vor.

Quellen:

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