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Viral übertragbare Geschlechtskrankheiten: Ursachen, Symptome, Behandlung

Allgemein wird unter Geschlechtskrankheiten oder sexuell übertragbaren Krankheiten (auch engl. STD: sexually transmitted diseases) eine Reihe von Erkrankungen verstanden, die durch sexuelle Kontakte verschiedener Art übertragen werden können. Als weltweit am häufigsten vertretene Krankheiten erfordern diese Erkrankungen umfassendes Wissen über Ursachen, Symptome, Therapie und insbesondere Vorbeugung, um weitere Verbreitung einzudämmen.

Während einige sexuell übertragbare Krankheiten sofort bemerkt werden (etwa durch Ausschlag an betroffenen Organen), sind andere zunächst schwer zu bemerken. Zu den Letzteren gehört die lebensgefährliche HI-Virusinfektion, die zu AIDS führt.

Die Krankheitserreger sind vielfältig und reichen von Bakterien über Parasiten und Pilze bis hin zu Viren. Viral übertragbare Geschlechtskrankheiten stellen hierbei eine große Gruppe teils sehr gefährlicher bis lebensbedrohlicher Erkrankungen dar. Oft ist auch eine nicht rein sexuelle Übertagung, etwa durch Blutkontakt, möglich.

Genitalherpes (Herpes genitalis)

Die ausschließlich direkt über sexuelle Kontakte übertragbare Krankheit Genitalherpes basiert auf einer Infektion mit dem Herpes-simplex-2-Virus (HSV-2). Hauptsymptome sind die nach etwa vier Tagen bis drei Wochen nach Erregerkontakt auftretenden Bläschen im Genitalbereich. In der weiteren Folge kommt es zum Platzen der Bläschen, wodurch es zur Entstehung von Geschwüren kommt. Es kommt oft zur Bedeckung der Geschwüre mit einem gelblichen Belag. Begleiterscheinungen sind Brennen im Genitalbereich und Schmerzen beim Wasserlassen. Bei Frauen ist die Infektion begleitet von Ausfluss. Es kommt oft zum Anschwellen der Lymphknoten in der Leistengegend.

Ein besonderes Problem der Herpes-genitalis-Infektion ist das Risiko der Wiederkehr. So können Situationen, die das Immunsystem schwächen, ein Wiederauftreten begünstigen, etwa Stresssituationen. Zu berücksichtigen ist auch, dass sich Herpes-genitalis als Risikofaktor für Gebärmutterhalskrebs herausgestellt hat. In der Schwangerschaft bedroht das Virus auch die Gesundheit des Kindes.

Die Diagnose der Infektion kann über einen Abstrich erfolgen, der Hinweise auf das Virus gibt. Zudem steigt beim Befall der Antikörper-Titer im Blut an. Zur Behandlung von Genitalherpes können Virustatika verabreicht werden, das heißt Medikamente, welche die Vermehrung des Virus eindämmen. Prophylaktisch bietet nur die Meidung möglicher Virusquellen einigermaßen Schutz. Zu berücksichtigen ist, dass Verhütungsmittel wie Präservative die Übertragung nicht zuverlässig aufhalten.

Feigwarzen (Condylomata acuminata)

Hauptursache und Erreger einer Infektion mit Feigwarzen ist in 90% der Fälle das humane Papillomvirus (HPV). Dieses ist hochinfektiös und die Wahrscheinlichkeit einer Infektion liegt im Verlaufe des Lebens bei 75% bis 80%. Während sich entsprechende Antikörper bei 60% der sexuell aktiven Bevölkerung zeigen, weisen allerdings nur 1 bis 2% sichtbare Feigwarzen auf.

Die Infektion ist grundsätzlich schon durch reinen Hautkontakt möglich, wird jedoch beim Geschlechtsverkehr durch kleine, nicht direkt sichtbare Wunden in den Schleimhäuten begünstigt. Der eigentliche Warzenbefall zeigt sich in Form meist kleiner, spitzer und oft gruppiert auftretender Warzen hauptsächlich im Genitalbereich. Häufig jedoch nicht zwingend sind die Warzen von Juckreiz begleitet. Es gibt auch Fälle einer symptomfreien Infektion. Die entstehenden Condolyme können sich zurückentwickeln.

Diagnostisch erlauben vor allem der Krankheitsverlauf sowie gynäkologische oder urologische Untersuchungen Rückschluss auf Feigwarzen. Wichtig ist auch ein Krebsabstrich, da HPV-Infektionen Veränderungen in den Zellen des Muttermundes hervorrufen können. Eine Analyse der Erbsubstanz gibt Hinweise auf den Virustyp.

Die Behandlung gestaltet sich oft problematisch und umfasst operative Entfernung oder umfassende Immuntherapien. Keiner der Eingriffe gewährleistet garantierte Heilung. Ein Problem der Infektion ist die hohe Korrelation mit Gebärmutterhalskrebs. Bei 90 % der Patientinnen dieser Krebsart kann ein bestimmter Typ dieses Virus nachgewiesen werden. Eine Infektion des Kindes bei bereits infiziertem Geburtskanal gilt als wenig wahrscheinlich. Zur Vorbeugung empfiehlt sich der Einsatz von Präservativen bei jeder Art von sexuellem Kontakt.

AIDS (Acquired Immune Deficiency Syndrome)

Erreger der gefährlichen Immunschwächeerkrankung AIDS ist das HI-Virus (HIV), dessen Infektion meist sexuell oder via Blutübertragung erfolgt. Auch eine Infektion des Kindes einer erkrankten Mutter in der Schwangerschaft ist möglich, ebenso wie eine Übertragung über Muttermilch.

Besonders problematisch an dieser Erkrankung ist die enorme Inkubationszeit, die von einigen Monaten bis zu weit über zehn Jahre betragen kann. Zudem ist die ursprüngliche Symptomatik sehr unspezifisch und kaum von einem grippalen Infekt zu unterscheiden. Nach einem Befall der weißen Blutzellen ist die Abwehrlage des Körpers geschwächt und es kommt zu einer Reihe von Infektionen. Da der Körper diese normalerweise noch beherrschen kann, wird von opportunistischen Infektionen gesprochen. Das Virus greift jedoch auch das zentrale Nervensystem des Körpers an, betrifft also Gehirn und Rückenmark. Zudem besteht eine Korrelation zwischen der HI-Virusinfektion und verschiedenen Krebsarten.

Gegenwärtig existiert keine Heilungsmöglichkeit, so dass die Therapie lediglich der Bekämpfung der Symptome sowie der Eindämmung einer weiteren Ausbreitung des Virus dienen kann. Da die Immunschwäche mit einer Reihe ganz unterschiedlicher Begleiterscheinungen einhergeht und sich in verschiedensten Symptomen zeigen kann, erfolgt die Behandlung meist interdisziplinär. Als einzige relativ sichere Prophylaxe gegen die sexuelle Übertragung des HI-Virus gilt die Anwendung von Präservativen.

Hepatitis B und Hepatitis C (virale Leberentzündungen)

Während Hepatitis B und Hepatitis C im grundsätzlichen Sinne keine Geschlechtskrankheiten darstellen, gehören sexuelle Kontakte doch zu potentiellen Übertragungswegen (neben Blut und Injektionen). Während für Hepatitis C gegenwärtig noch keine Impfung existiert, ist für Partner von Hepatitis-B-Patienten eine Impfung ratsam.

Nach einer Inkubationszeit von bis zu sechs Monaten zeigt sich infolge einer Hepatitis-Infektion eine Reihe unspezifischer, grippeähnlicher Symptome, begleitet von Schmerzen im Bereich der Leber. Hierbei muss die so genannte Gelbsucht oder Ikterus nicht zwangsläufig auftreten. Der akute Verlauf der Krankheit klingt meist nach vier bis acht Wochen ab.

Die beiden Hepatitisformen können chronisch werden, wobei Leberzirrhosen oder auch Leberkrebs den Abschluss solcher Verlaufsformen bilden. Im Rahmen der Therapie der beiden Hepatitisformen wird zu Interferonen gegriffen. Hierbei handelt es sich um Proteine mit immunstimulierender und antiviraler Wirksamkeit. Neben der Impfung gegen Hepatitis B ist es ratsam, den Kontakt mit Körpersekreten Infizierter zu Vermeiden. Beim Geschlechtsverkehr ist auch hier auf die Anwendung von Präservativen zu achten.

Behandlung und Prophylaxe

Abhängig von der Virusinfektion werden Medikamente aus der Gruppe der Virostatika oder Zytostatika zur Behandlung angewendet. Diese Arzneimittel hemmen die Ausbreitung des Virus und regen das körpereigene Immunsystem an, die Krankheitserreger zu bekämpfen.

Produktbeispiele zur Behandlung von Genitalherpes und Feigwarzen

  • Aldara

    Anwendungsgebiet : Feigwarzen

    aktiver Wirkstoff : Imiquimod

    Wirkstoffklasse : Virostatikum

    Hersteller : Meda

    Darreichungsform : Creme

    Wirkungsweise : Regt die körpereigene Immunabwehr an, die Viren bekämpft und das Wachstum verändeter Zellen hemmt.

  • Wartec (Warticon)

    Anwendungsgebiet : Feigwarzen

    aktiver Wirkstoff : Podophyllotoxin

    Wirkstoffklasse : Zytostatikum

    Hersteller : Stiefel Laboratories

    Darreichungsform : Creme

    Wirkungsweise : Behindert das Wachstum der Warzen und regt die Bildung von gesunder Haut anstatt von Warzengewebe an.

  • Aciclovir

    Anwendungsgebiet : Lippen- oder Genitalherpes

    aktiver Wirkstoff : Aciclovir

    Wirkstoffklasse : Virostatikum

    Hersteller : Actavis

    Darreichungsform : Tablette

    Wirkungsweise : Hemmt das Zellwachstum und unterstützt das Immunsystem die Viren zu bekämpfen. In Folge gehen Bläschen und Schmerzen schneller zurück.

  • Famvir

    Anwendungsgebiet : Lippen- oder Genitalherpes, Gürtelrose

    aktiver Wirkstoff : Famciclovir

    Wirkstoffklasse : Virostatikum

    Hersteller : Novartis Pharma GmbH

    Darreichungsform : Tablette

    Wirkungsweise : Stoppt die Zellteilung des Virus, sodass sich dieser nicht weiter ausbreiten kann.

Vorbeugung von Geschlechtskrankheiten

Während Therapieformen von der jeweiligen Geschlechtskrankheit, ihrer Ursachen und Symptome abhängen, ist im Rahmen der Vorbeugung und Prophylaxe meist die Vermeidung des Sexualkontaktes mit Infizierten, mindestens aber die Nutzung von Präservativen angeraten.

Durch die weitgehende Vermeidung des genitalen Kontaktes mit Körperflüssigkeiten bieten Kondome den bestmöglichen Schutz gegenüber den meisten viralen sexuellen Erkrankungen. Wobei darauf hinzuweisen ist, dass Präservative auch bei nicht-vaginalem Verkehr anzuwenden sind. Kondome bedecken zudem nur einen Teilbereich der Genitalien, weshalb virale Erreger oftmals dennoch aufgenommen werden. Daher kann keine Verhütungsmethode hundertprozentige Sicherheit vor sexuell übertragbaren Krankheiten gewährleisten.


Quellen:

  1. Geschlechtskrankheiten, Wort & Bild Verlag. URL: apotheken-umschau.de
  2. Herpes simplex-Virus Typ 1 (HSV 1) und Typ 2 (HSV 2) Robert Koch Institut. URL: rki.de
  3. Wichtige STI und ihre Symptome Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). URL: gib-aids-keine-chance.de
  4. Sexuell übertragbare Krankheiten (STDs). Berufsverband der Frauenärzte e.V. URL: frauenaerzte-im-netz.de
  5. Geschlechtskrankheiten und sexuell übertragbare Erkrankungen von Mann und Frau. Dr. med. Dirk Manski. URL: urologielehrbuch.de

Veröffentlicht am: 03.10.2016

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