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Die Vor- und Nachteile der Minipille

Die Minipille enthält nur einen Wirkstoff. Das Gelbkörperhormon (Gestagen) bietet in der meist niedrigen Dosierung einen zuverlässigen Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft. Je nach Hersteller ist Desogestrel oder Levonorgestrel in diesem Einfachpräparat verarbeitet. Dadurch eignen sich Minipillen auch zur Einnahme während der Stillzeit. Zudem haben Frauen, die keine Östrogene vertragen hiermit die Möglichkeit, hormonell und sicher zu verhüten.

Überblick: Wie wirkt die Minipille?

Je nachdem, welcher aktive Wirkstoff enthalten ist, beruht die Wirkung auf einem anderen Mechanismus. Grundsätzlich erfolgt die Einnahme der Minipille während 28 aufeinanderfolgenden Tagen. Eine Pause bleibt aus und am 29. Tag wird sofort die neue Blisterpackung begonnen.

Minipille mit Levonorgestrel

Durch Levonorgestrel wird der Schleim im Gebärmutterhalskanal stark verdickt. Aufgrund dessen können Spermien nicht eindringen und eine mögliche Befruchtung wird verhindert. Levonorgestrel verhindert jedoch nicht den Eisprung. Der Pearl Index beträgt je nach Pillensorte 0,5 bis 3,0. Dieser Wert kann jedoch durch sehr regelmäßige Maßnahmen deutlich im sicheren Bereich gehalten werden.

Bei dieser Art von Minipillen ist die tägliche Einnahme zur selben Uhrzeit sehr wichtig. Sobald eine Einnahme verzögert (ab drei Stunden) erfolgt beziehungsweise ausbleibt, wirkt Levonorgestrel nicht mehr empfängnisverhütend.

Minipille mit Desogestrel

Im Gegensatz zu Levonorgestrel verdickt Desogestrel nicht nur den Zervixschleim, sondern unterdrückt ebenso den Eisprung. Entsprechende Minipillen sind ovulationshemmend. Gleichzeitig verändert Desogestrol auch den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Dies dient als weitere Barriere vor einer möglichen Einnistung einer Eizelle.

Der Pearl Index von Minipillen (0,14 bis 0,4) mit Desogestrel entspricht dem von Kombinationspräparaten. Damit bietet Desogestrel den Vorteil, dass eine Einnahme um bis zu 12 Stunden verschoben werden kann.

Vor- & Nachteile der Minipille

Welche Vorteile haben Minipillen?

Frauen profitieren vor allem während der Stillzeit von der Minipille. Aufgrund der geringen Hormondosierung gelangen keine großen Mengen über die Muttermilch in den kindlichen Körper. Im Gegensatz zu hormonellen Kombinationspräparaten besteht bei Minipillen keine Gefahr, dass sich die Milchbildung einstellt. Zudem bringt dieses oral anzuwendende hormonelle Verhütungsmittel weitere Vorzüge mit sich:

Sofortiges Einsetzen der Wirkung

Bereits ab dem ersten Tag der Einnahme bieten Minipillen einen zuverlässigen Schutz vor einer möglichen Empfängnis. Dies gilt jedoch ausschließlich dann, wenn die Frau im Vorfeld keine hormonellen Verhütungsmethoden angewendet hat.

Bei einem Wechsel von einem Kombinationspräparat beziehungsweise von einer anderen Sorte Minipille auf eine erstmalig eingenommene Minipille, kann sich der Wirkungseintritt um einige Tage verschieben. Der betreuende Frauenarzt gibt diesbezüglich Auskunft. Auch sind derartige Informationen dem Beipackzettel zu entnehmen.

Enthält keine Östrogene

Östrogenfreie Minipillen eignen sich vor allem auch für Frauen, die keine Östrogene vertragen, dennoch aber hormonell verhüten möchten.

Fruchtbarkeit nicht ungünstig beeinflusst

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass nach dem Absetzen einer Minipille Frauen zeitnah schwanger werden können. Dies gilt auch dann, wenn die entsprechende Minipille über viele Jahre hinweg eingenommen wurde.

Geringere Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen

Im Gegensatz zu Kombinationspräparaten treten bei Minipillen nicht so häufige Nebenwirkungen auf.

Günstiger Einfluss auf zyklusbedingte Beschwerden

Frauenärzte verschreiben die Minipille häufig dann, wenn Frauen die monatlichen Begleiterscheinungen der Monatsblutung als sehr schmerzhaft erleben. Durch eine regelmäßige Einnahme regulieren sich Blutungen. Zudem lindert die Minipille zyklusbedingte Beschwerden wie starke Kopfschmerzen und Ähnliches.

Nach mehrmaliger Einnahme (drei bis sechs Monate) einer Minipille dauern die Blutungen nicht nur kürzere Zeit an, sondern werden meist auch deutlich schwächer.

Keine körperlichen Veränderungen

Besonders junge Frauen nutzen die östrogenfreie Minipille gern, da sie im Gegensatz zu Kombinationspräparaten weder mit kosmetischen Veränderungen noch Gewichtsproblemen einhergeht.

Einnahme auch bei herzbezogenen Risikofaktoren möglich

Die Einnahme von Kombinationspräparaten kommt für Frauen, die Rauchen, Herzerkrankungen oder Bluthochdruck haben, aufgrund von kardiovaskulären Gründen häufig nicht infrage. Als Alternative hierzu stehen jedoch ausgewählte Minipillen zur Verfügung.

Welche Nachteile hat die Minipille?

Trotz der zahlreichen Vorteile, die die Minipille bietet, ergeben sich bei der Anwendung auch einige Nachteile. Das Wissen um die Nachteile der Minipille hilft Frauen bei der Entscheidung für die für sie am besten geeigneten Verhütungsmethode.

Kein Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionskrankheiten

Ähnlich wie Kombinationspräparate schützen auch Minipillen nicht vor einer möglichen Ansteckung mit klassischen Geschlechtskrankheiten. Hierzu dienen ausschließlich Barrieremethoden wie das Kondom oder Femidom.

Geringerer Schutz vor ungewollter Schwangerschaft

Einige Minipillen sind nicht so sicher, wie hormonelle Kombinationspräparate. Diese Tatsache steht jedoch in einem engen Zusammenhang mit einer unregelmäßigen Einnahme und betrifft vorrangig levonorgestrelhaltige Minipillen.

Unregelmäßigkeiten des monatlichen Zyklus

Die Anwendung von östrogenfreien Pillen, vor allem jene mit dem aktiven Wirkstoff Levonorgestrel, steht in enger Verbindung mit außerplanmäßigen Zwischenblutungen beziehungsweise anderen Zyklusunregelmäßigkeiten.

Im Einzelfall bleiben Monatsblutungen komplett aus. Diese Unregelmäßigkeiten treten jedoch meist während der Anfangszeit einer Anwendung von Minipillen auf uns regulieren sich nach mehrmaliger Einnahme wieder.

Spezifische Nebenwirkungen

Frauen, die östrogenfreie Pillen einnehmen, bemerken vereinzelt gestagenbedingte Nebenwirkungen wie Akne, Brustspannen, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen beziehungsweise Übelkeit.

Ungünstige Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Die Wirkung von Minipillen wird durch Antibiotika, Antiepileptika (Felbamat, Carbamazepin, Phenobarbital, Phenytoin, Primidon, Oxcarbazepin), Schlaf- und Beruhigungsmittel stark beeinträchtigt. Dies gilt auch für die Anwendung von Johanniskraut oder medizinische Kohle. In diesem Fall sind zusätzliche Barrieremethoden zum Schutz vor ungewollten Schwangerschaften durch sexuelle Kontakte notwendig.

Fazit

Im Vergleich zu Kombinationspräparaten bringt die Einnahme von Minipillen deutlich weniger Nachteile mit sich. Ein sehr großer Anteil der Anwenderinnen ist mit dem Präparat sehr zufrieden.

Zudem bestätigen Frauenärzte und transparente Studien, Minipillen weder die Gerinnung noch den Lipid- oder Kohlenhydratstoffwechsel wesentlich beeinflussen. Dadurch profitieren auch Frauen mit erhöhtem Thromboserisiko von dieser innovativen, östrogenfreien Pille zur langfristigen, hormonellen Verhütung.

Grundsätzlich gilt jedoch auch für Minipillen, dass der ersten Einnahme unbedingt eine ärztliche Anamnese vorausgehen muss. Im Rahmen dieser werden der aktuelle Gesundheitszustand, weiter zurückliegende Krankheiten oder eventuelle erblich bedingte Risikofaktoren erfasst.


Quellen:

  1. Neue östrogenfreie Pille: viele Vorteile, kaum Nebenwirkungen, Universimed Cross Media Content GmbH. URL: gynaekologie-geburtshilfe.universimed.com
  2. Sicher verhüten Govi Verlag. URL: pharmazeutische-zeitung.de
  3. Östrogenfreie Pillen und Langzyklus haben Vorteile Springer Medizin Verlag GmbH. URL: aerztezeitung.de
  4. Die Minipille Bundesministerium für Gesundheit. URL: gesundheit.gv.at
  5. Die Minipille Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. URL: familienplanung.de

Veröffentlicht am: 03.06.2016

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