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Vaginalring (Verhütungsring) zur alternativen hormonellen Verhütung

Der Vaginalring ist ein hormonelles Verhütungsmittel zur Vorbeugung einer unerwünschten Schwangerschaft. Die derzeitig auf dem Markt erhältlichen Vaginalringe enthalten jeweils ein synthetisches Östrogen sowie ein synthetisches Gestagen. Die Hormonkombination verhindert den Eisprung und das Durchdringen der Spermien in die Gebärmutter. Der Vaginalring wird in die Vagina eingeführt, wo er bis zu 3 Wochen verbleibt und lokal die Hormone freisetzt.

Welche Präparate sind in Deutschland erhältlich?

Der bekannteste in Deutschland zugelassene Vaginalring ist der NuvaRing von MSD Sharp & Dohme. NuvaRing enthält das Gestagen Etonogestrel in der Dosierung von 0,120 mg und das Östrogen Ethinylestradiol in der Dosierung von 0,015 mg. Der Ring weißt einen Durchmesser von 54 mm und einen Querschnittsdurchmesser von 4 mm auf und wird zum Einführen in die Vagina zusammengedrückt.

2012 brachte der Hersteller Pfizer ebenso einen Vaginalring auf den deutschen Markt. Dieser wird unter dem Handelsnamen Circlet verkauft. Circlet enthält die gleich Hormonkombination wie der NuvaRing. Auch die Dosierung der Hormone mit 0,120 mg und 0,015 mg sind mit der des NuvaRings identisch. Das vaginale Freisetzungssystem weist die Maße von 54 mm Durchmesser und 4 mm Querschnittsdurchmesser auf.

Wie wirkt ein Vaginalring?

Die Wirkung des Vaginalrings ist ähnlich jener der Antibabypille und basiert auf der enthaltenen Hormonkombination von Etonogestrel und Ethinylestradiol. Die Hormone werden in kleinen Mengen in den Blutkreislauf abgegeben. Die Hormonkombination schützt dreifach vor einer ungewollten Schwangerschaft, indem:

  1. der Schleim am Gebärmuttereingang dahingehend verändert wird, so dass Spermien ihn nur mehr schwer durchdringen können.
  2. der Eisprung verhindert wird (Ovulationshemmung).
  3. das Einbetten einer befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut verhindert wird (Nidationshemmung).

Wie effektiv ist der Vaginalring?

Vaginalringe gelten als sehr effektive Verhütungsmittel mit eine nahezu 100%igen Wirkungsweise. Der Pearl-Index dieser Verhütungsmethode beträgt 0,4 – 0,65. Der Pearl-Index misst die Zuverlässigkeit einzelner Verhütungsmethoden – je niedriger der Pearl-Index ist, umso höher ist die Effektivität. Ein Wert von 0,4 bedeutet, dass 4 von 1000 Frauen während der Anwendung eines Verhütungsrings schwanger wurden. Ein Versagen des Verhütungspräparats ist häufig auf Anwendungsfehler zurückzuführen.

Wie wird ein Vaginalring richtig angewandt?

Um einen Vaginal richtig einzuführen, wird er der Packung entnommen und mit den Fingern zusammen gedrückt. Der Ring wird im Anschluss so tief in die Vagina eingeführt, bis es sich angenehm eingepasst anfühlt. Der Vaginalring verbleibt 3 Wochen lang in der Scheide. Nach Ablauf der 3 Wochen wird er entfernt. Es Folgt eine Pause von einer Woche, in der die Menstruationsblutung stattfindet. Danach wird ein neuer Ring eingeführt.

Beginn der Anwendung eines Vaginalrings

Wurde vor der Anwendung des Vaginalrings noch keine andere hormonelle Verhütungsmethode verwendet, wird das Freisetzungssystem am ersten Tag des weiblichen Zyklus (bedeutet: am ersten Tag der Monatsblutung) eingesetzt. Wird mit der Anwendung an einem anderen Tag des Zyklus begonnen, muss während der ersten 7 Tage zusätzlich mit einem Kondom verhütet werden.

Umstellung von einem anderen Hormonpräparat

Der Vaginalring sollte am Tag nach der Pillenpause bzw. dem pflasterfreiem Intervall eingesetzt werden. Der Wechsel kann an jedem beliebigen Tag des Zyklus erfolgen, nur das Hormon-freie Intervall darf keinesfalls länger als eine Woche andauern.

Bei der Umstellung von einem Gestagenpräparat auf einen Vaginalring sollte die ersten 7 Tage zusätzlich mit einem Kondom verhütet werden. Der Wechsel kann an jedem beliebigen Tag erfolgen.

Die Vor- und Nachteile eines Vaginalrings

Vorteile des Vaginalrings

  • Da der Ring nur einmal monatlich gewechselt werden muss, muss die Anwenderin nicht täglich an ihre Verhütung denken.
  • Der niedrige Pearl-Index verspricht eine äußerst effektive Schwangerschaftsverhütung, die mit jener der Antibabypille zu Vergleichen ist (Antibabypille 0,2 – 2,0; Verhütungsring 0,4 – 0,65).
  • Aufgrund der lokalen Freisetzung der Hormone in der Vagina, wird der Magen-Darm-Trakt nicht belastet. Außerdem wird die Wirkung von Durchfall oder Erbrechen nicht beeinflusst.
  • Der Vaginalring gibt ständig kleine Mengen an Hormonen ab, wodurch der Hormonspiegel konstant bleibt und keinen Schwankungen unterliegt. Das kann sich möglicherweise positiv auf das Hautbild auswirken.
  • Trotz der einwöchigen Pause sind lange Zyklen ohne Periode möglich. Auch eine Abschwächung der Menstruation und Linderung der Menstruationsbeschwerden kann erfolgen.

Nachteile eines Vaginalrings

  • Verhütungsringe eignen sich nicht für stillende Frauen, Raucherinnen oder Frauen über 35 Jahren.
  • Alle derzeit auf dem Markt erhältlichen Vaginalringe enthalten ein synthetisch hergestelltes Östrogen und eignen sich daher nicht für Frauen, die auf dieses Hormon empfindlich reagieren.
  • Manche Paare spüren den Vaginalring während dem Geschlechtsverkehr.
  • Vaginalringe können wie auch alle anderen hormonellen Verhütungsmitteln unerwünschte Begleiterscheinungen auslösen.
  • Vaginalringe schützen nicht vor Geschlechtskrankheiten.

Nebenwirkungen des Vaginalrings

Die häufigsten Nebenwirkungen während der Anwendung eines Vaginalrings stellen Kopfschmerzen, vaginale Infektionen und vaginaler Ausfluss dar. In klinischen Studien litten 5-6% der teilnehmenden Frauen an diesen Begleiterscheinungen.

Häufig sind auch eine verminderte Libido, Depression, Brustspannen, Gewichtszunahme und Unbehagen beim Tragen des Rings. Gelegentlich berichten Frauen von Müdigkeit, Reizbarkeit und Unwohlsein. Schwindel, Hitzewallungen, Muskelkrämpfe, Infektionen der Harnwege sowie Appetitzunahme können ebenfalls aufgrund der Anwendung eines Vaginalrings auftreten. Selten ist eine venöse oder arterielle Thromboembolie.

Sollten starke Nebenwirkungen während der Anwendung des Verhütungspräparats auftreten, sollte ein Arzt konsultiert und über mögliche Alternativen diskutiert werden.

Mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Bestimmte Medikamente können die Wirksamkeit des Vaginalrings beeinflussen bzw. herabsetzen. Vor der Anwendung des Verhütungsmittels sollte der Arzt über alle Medikamente informiert werden, die regelmäßig eingenommen werden. Bei folgenden Medikamenten kann es zu pharmakologischen Interaktionen mit dem Vaginalring kommen:

  • Rifampicin gegen Tuberkulose
  • Ritnoavir, Nelfinavir, Efavirenz bei HIV-Infektionen
  • Boceprevir, Telaprevir bei Hepatitis-C-Infektionen
  • Bosetan zur Behandlung von Bluthochdruck in den Blutgefäßen der Lunge
  • Johanniskraut gegen depressive Verstimmungen
  • Primidon, Barbiturate, Crabamazepin bei Epilepsie

Aufgrund der konstanten Hormonabgabe können Verhütungsringe die Ergebnisse einiger Labortests beeinflussen. Bevor ein Labortest durchgeführt wird, sollte das medizinische Fachpersonal auf die Anwendung hingewiesen werden und besprochen werden, ob es möglicherweise notwendig ist, das Verhütungsmittel kurzfristig abzusetzen.

Wann darf ein Vaginalring nicht angewandt werden?

Besteht eine Überempfindlichkeit gegenüber der enthaltenen Hormone, darf der Vaginalring nicht eingesetzt werden. Für Frauen, die an einer Östrogen Überempfindlichkeit leiden, stehen Alternativen wie die Minipille, das Hormonimplantat oder die Spirale zur Verfügung.

Liegt ein Risiko auf eine venöse oder arterielle Thromboembolie vor oder litt die Frau in der Vergangenheit an solcher, darf der Vaginalring keinesfalls angewandt werden. Außerdem sind Frauen, die an Folgenden Beschwerden leiden, von der Anwendung des Vaginalrings ausgenommen:

  • Pankreatitis
  • Schwere Lebererkrankung
  • Lebertumor
  • Erkrankungen der Genitale
  • Nicht abgeklärte vaginale Blutungen

Quellen:

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