Live Chat 030 5683 73070
Das Patientenservice Team ist jetzt erreichbar: Mo-Fr 09:00-19:00
  • 100% DiskretionVertrauliche Beratung & neutrale Verpackung
  • Original Markenmedikamentevon unserer in der EU registrierten Apotheke
  • Keine versteckten GebührenAlle Preise enthalten Lieferung
  • Expressversand24 Stunden Versand

Langfristige Verhütungsmethoden

Die passende Verhütungsmethode für die individuellen Wünsche und Bedürfnisse zu finden, ist für viele Frauen ein langwieriges Unterfangen. Die meisten Frauen wünschen sich eine Methode der Verhütung, die auf Dauer angelegt, sehr sicher und möglichst nebenwirkungsarm ist. Welches Verhütungsmittel im Einzelfall geeignet ist, hängt von der gesundheitlichen Konstitution, der Lebenssituation und den Wünschen der Frauen ab.

Langfristige Verhütungsmethoden zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht täglich eingenommen oder verwendet werden müssen, sondern über einen längeren Zeitraum wirken. Besonders ältere Frauen entscheiden sich häufig für diese Form der Verhütung.

Welche Gründe gibt es für den Wunsch nach langfristiger Verhütung?

Frauen, die ihre Familienplanung bereits abgeschlossen haben oder eine längere Pause vor ihrer nächsten Geburt wünschen, entscheiden sich häufig für eine langfristige Verhütungsmethode. Bei diesen Frauen handelt es sich zum Großteil um Frauen, die ihre Teenager Jahre bereits hinter sich gelassen haben.

Jüngere Frauen, die sich sehr sicher sind, dass sie in absehbarer Zeit kein Kind möchten, greifen ebenfalls zu Methoden der langfristigen Verhütung. Daneben gehören zusätzlich Frauen zu den typischen Anwenderinnen der langfristigen Verhütung, für die die Einnahme der Pille zur jeweils gleichen Zeit aufgrund ihres unregelmäßigen Lebenswandels nur schwer möglich ist. (Beispiel Stewardessen, Krankenschwestern im Schichtdienst).

Überblick: Welche langfristigen Verhütungsmethoden gibt es?

Die Wirkung der meisten langfristigen Verhütungsmittel basieren auf Hormonbasis. Daneben gibt es noch Verhütungsmethoden wie die Kupferspirale, die sich anderer Wirkmechanismen bedienen. Hier sind die gängigen langfristigen Verhütungsmittel im Überblick.

Verhütungsmethode Pearl-Index Wechsel Hormone Vorteile Nachteile
Verhütungspflaster 0,9 wöchentlich Östrogen + Gestagen einfache Anwendung nicht geeignet für Frauen mit Übergewicht
Vaginalring 0,4 bis 0,64 alle 3 Wochen Östrogen + Gestagen kann von der Frau selbst eingeführt werden erhöhtes Thromboserisiko
Hormonspritze 0,2 bis 1,4 alle 3 Monate Östrogen + Gestagen kaum Anwendungsfehler erhöhtes Nebenwirkungsrisiko aufgrund von Gestagendosis
Hormonimplantat 0 bis 0,08 nach 3 Jahren Gestagen sehr sicher Gewichtszunahme möglich
Hormonspirale 0,16 bis 0, 33 nach 3 Jahren Gestagen weniger Schmerzen bei der Periode Spirale kann verrutschen
Kupferspirale 0,9 bis 3 nach bis zu 5 Jahren keine keine hormonelle Belastung Schmerzen nach dem Einsetzen

Das Verhütungspflaster

Beim Verhütungspflaster Evra handelt es sich um ein dünnes und selbstklebendes Pflaster, das direkt auf die Haut aufgebracht wird. Das Pflaster enthält die Hormone Östrogen und Gestagen, die über die Haut vom Körper aufgenommen werden. Die Hormone sorgen dafür, dass der monatliche Eisprung unterdrückt wird. Mit einem Pearl-Index von 0,9 gilt das Pflaster zumindest für normalgewichtige Frauen als sicher.

Anwendung und Langfristigkeit

Das Verhütungspflaster sollte am ersten Tag der Regel auf die Haut geklebt werden und dort für sieben Tage verbleiben. Anschließend muss ein neues Pflaster aufgeklebt werden. Nach drei Wochen wird für eine Woche mit der Behandlung pausiert. Geeignete Körperstellen, auf die das Pflaster aufgebracht werden kann sind der Oberarm, der Bauch, das Gesäß, sowie der Oberkörper bis auf die Brust.

Vorteile:

  • Einfache Anwendung
  • Wirksamkeit wird durch Erbrechen und Durchfall nicht beeinträchtigt

Nachteile:

  • bei Frauen mit Übergewicht kann die Wirksamkeit nachlassen
  • es besteht die Gefahr unregelmäßiger Blutungen
  • Nebenwirkungen wie Übelkeit, Brustspannen, Kopfschmerzen und Hautreizungen sind möglich
  • Pflaster muss jede Woche getauscht werden

Der Vaginalring

Der Vaginalring (NuvaRing) ist ein flexibler Kunststoffring, der in die Scheide eingeführt wird und Hormone abgibt. Der Ring enthält Östrogen und Gestagen, welche die Konsistenz des Vaginalschleims verändern und dadurch das Eindringen der Spermien in die Gebärmutter verhindern. Zudem unterdrücken die Hormone den Eisprung.

Der Pearl-Index des Vaginalrings liegt bei 0,4 bis 0,64 und die Verhütungsmethode gilt damit als sehr sicher.

Anwendung und Langfristigkeit

Bei der ersten Anwendung wird der Vaginalring zwischen dem ersten und dem fünften Tag der Periode in die Scheide eingeführt. Diese Aufgabe muss nicht vom Frauenarzt durchgeführt, sondern kann von der Frau selber übernommen werden.

Bei der vorangegangenen Verwendung eines anderen Hormonpräparates sollte der Zeitpunkt des Beginns der Behandlung zuvor mit dem Gynäkologen abgesprochen werden. Der Vaginalring verbleibt für drei Wochen in der Scheide und kann dann selbstständig wieder entfernt werden. Nach einer Woche kann ein neuer Ring eingeführt werden.

Vorteile:

  • anders als die Pille wirkt diese Verhütungsmethode sogar bei Durchfall, da die Hormone durch die Scheidenwand direkt in den Blutkreislauf gelangen und nicht über den Verdauungstrakt vom Organismus verarbeitet werden müssen.
  • der Ring kann von der Frau selber eingeführt werden

Nachteile:

  • kann das Thrombose Risiko erhöhen
  • Anwenderinnen können Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Scheidenausfluss oder Akne entwickeln
  • wirkt "nur" drei Wochen

Die Hormonspritze/Drei-Monats-Spritze

Die Hormonspritze ist ein gestagenhaltiges Präparat, das alle drei Monate in das Gesäß oder den Oberarm der Frau gespritzt wird. Über die Blutbahnen gelangen die Hormone vom Hormondepot aus nach und nach in den Organismus und sorgen für verdickten Zervixschleim und verhindern den Eisprung. Der Pearl-Index der Hormonspritze liegt bei 0,2 bis 1,4.

Anwendung und Langfristigkeit:

Die Anwendung erfolgt alle drei Monate durch eine Injektion und die Drei-Monats-Spritze zählt zu den langfristigsten Verhütungsmethoden überhaupt. Aufgrund ihrer hohen Hormondosis wird diese Methode allerdings eher selten verschrieben und kommt hauptsächlich für Frauen in Frage, die andere Verhütungspräparate nicht vertragen.

Vorteile:

  • kaum Anwendungsfehler
  • Anwenderinnen müssen drei Monate lang nicht über Schwangerschaftsverhütung nachdenken

Nachteile:

  • hohe Gestagendosis kann zahlreiche Nebenwirkungen auslösen
  • Verhütungsmittel kann nicht spontan abgesetzt werden
  • unregelmäßige Menstruation, die sich erst zwei bis drei Jahre nach dem Absetzen wieder einpendelt
  • erhöhtes Risiko für Osteoporose

Das Hormonimplantat/Verhütungsstäbchen

Ein Hormonimplantat ist ein wenige Zentimeter langes und wenige Millimeter breites, flexibles Stäbchen, das ein niedrig dosiertes Gestagen über einen längeren Zeitraum freisetzt. Das Stäbchen wird subkutan (unter die Haut) in den Oberarm eingesetzt.

Das Medikament hemmt den Eisprung und verdickt den Gebärmutterhalsschleim, so dass die Spermien ihn nicht durchdringen können. Das Verhütungsstäbchen gilt mit einem Pearl-Index von 0 bis 0,08 als sehr sicher.

Anwendung und Langfristigkeit

Das Hormonimplantat kann nur vom Arzt eingesetzt werden und bis zu drei Jahre im Oberarm verbleiben. Eingebracht wird das Implantat unter örtlicher Betäubung mit einem winzigen Schnitt im Oberarm. Regelmäßige Kontrolltermine sind bei dieser Art der Verhütung zwingend erforderlich. Die Tagesmenge der freigesetzten Hormone nimmt mit der Dauer der Anwendung ab.

Vorteile:

  • Anwenderinnen müssen sich über Jahre keine Gedanken um ihre Verhütung machen (Geschlechtskrankheiten natürlich nicht mit einbezogen)
  • Anwendungsfehler sind nahezu ausgeschlossen
  • Menstruationsbeschwerden können abnehmen
  • gilt als sehr sicher

Nachteile:

  • Nebenwirkungen wie Akne, sexuelle Unlust, unregelmäßige Blutungen und Gewichtszunahme sind möglich
  • eventuell verringerte Wirksamkeit bei Übergewicht

Die Kupferspirale

Die Kupferspirale ist ein hormonfreies Verhütungsmittel, das aus einem langen Kunststoffstab besteht, der wiederum von einem feinen Kupferdraht umgeben ist. Am Ende der Spirale befinden sich zwei Rückholfäden, mit dem das Verhütungsmittel jederzeit wieder entfernt werden kann. Die Spirale gibt stetig Kupferionen ab, welche die Aktivität der Spermien reduzieren und zusätzlich den Zervixschleim verdicken. Die Kupferspirale hat einen Pearl-Index 0,9 bis 3.

Anwendung und Langfristigkeit

Eingesetzt wird die Kupferspirale vom behandelnden Gynäkologen. Sie wird von ihm vorsichtig in die Gebärmutter eingelegt. Der beste Zeitpunkt für das Einbringen der Spirale ist am Ende oder während der Menstruation. Bei guter Verträglichkeit kann die Spirale für mehrere Jahre in der Gebärmutter verbleiben.

Vorteile:

  • keine hormonelle Belastung
  • kaum Anwendungsfehler
  • natürlicher Zyklus bleibt erhalten

Nachteile:

  • Schmerzen in den ersten Tagen nach dem Einsetzen sind möglich
  • Spirale kann unbemerkt ausgestoßen werden

Die Hormonspirale

Die T- förmige Hormonspirale besteht aus Kunststoff und gibt in der Gebärmutter Levenorgestrel, ein künstliches Gestagen ab. Die Hormone bewirken, dass der Gebärmutterhalsschleim dickflüssiger wird und dadurch die Spermien nicht in die Gebärmutter vordringen können.

Zusätzlich bildet sich die Gebärmutterschleimhaut stark zurück, so dass keine Einnistung statt finden kann. Die Hormonspirale ist sehr sicher. Der Pearl-Index liegt bei 0,16 bis 0, 33.

Anwendung und Langfristigkeit

Genauso wie bei der Kupferspirale wird die Hormonspirale vom Arzt nach einem intensiven Gespräch und einer gründlichen Untersuchung in die Gebärmutter eingebracht. Eine kleinere Spirale wirkt bis zu drei Jahren, während eine größere Spirale ihre Wirkung über einen Zeitraum von fünf Jahren entfalten kann.

Vorteile:

  • weniger Nebenwirkungen als bei Kombinationspillen
  • kaum Anwendungsfehler
  • weniger Schmerzen während der Periode
Nachteile:
  • leichte Schmerzen beim Einlegen der Spirale
  • Spirale kann verrutschen
  • Nebenwirkungen wie Zwischenblutungen, Kopfschmerzen, Gewichtsveränderungen oder depressive Verstimmungen sind möglich

Quellen:

  1. Verhütung, Wort & Bild Verlag. URL: apotheken-umschau.de
  2. Weitere hormonelle Methoden Berufsverband der
Frauenärzte e.V. (BVF). URL: frauenaerzte-im-netz.de
  3. Das Verhütungspflaster Bundesministerium für Gesundheit und Frauen. URL: gesundheit.gv.at
  4. Der Vaginalring. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. URL: familienplanung.de

Veröffentlicht am: 17.08.2016

Arzneimittel auswählen
Medizinischen Fragebogen ausfüllen
Der Arzt stellt Ihr Rezept aus
Apotheke versendet Ihr Medikament