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Estradiol (natürliches Östrogen) zur Empfängnisverhütung

Estradiol ist ein synthetisch hergestelltes Hormon, welches in seiner Struktur dem natürlichen Östrogen gleicht. Qlaira war im Jahr 2009 das erste orale Medikament zu Empfängnisverhütung, welches naturidentische Eigenschaften besaß. Anstelle von Ethinylestradiol kam Estradiol zum Einsatz. In Tablettenform erfolgt die Einnahme täglich in einem Zeitraum von 21 Tagen. Danach folgt eine siebentägige Pause.

Überblick: Estradiol ein innovatives Kontrazeptivum

Die Antibabypille mit Estradiol wird in Form eines Kombinationspräparates (wie z.B. Zoely, Velbienne, Lafamme, Climodien, Ladivella) verschrieben. Damit ist es erstmalig gelungen, dank der naturähnlichen Struktur Estradiols das Risiko für die Entwicklung von Thrombose oder Tumoren zu senken.

Strukturformel Estradiol

Natürliches Estradiol wirkt circa zehn Mal schwächer, als das rein synthetische Ethinylestradiol. Auf diese Weise wirkt sich Estradiol durchschnittlich 500- bis 600-fach sanfter auf die Leberproteine aus.

Zudem profitieren Frauen von hormonellen Verhütungsmitteln mit Estradiol durch ihren hohen Pearl Index mit durchschnittlich 0,2,5 bis 0,45.

Antibabypillen mit Estradiol eignen sich auch für Frauen, die starke Monatsblutungen haben und durch die Einnahme gleichzeitig den empfängnisverhütenden Effekt nutzen möchten. Darüber hinaus wird Estradiol auch ärztlich verordnet, wenn starke Wechseljahresbeschwerden oder ein Mangel an diesem körpereigenen Östrogen notiert wird. Letzteres ist auch bei gynäkologischen Eingriffen der Fall.

Wie wirkt Estradiol als empfängnisverhütender Wirkstoff?

Östrogen, ein weibliches Sexualhormon wird auch in Eierstöcken, der Eizelle (Follikel) und dem Gelbkörper produziert. Es entsteht durch die Umwandlung männlicher Geschlechtshormone.

Neben Estron und Estriol zählt auch Estradiol zu diesen Östrogenen. Gleichzeitig spielt das Letzte eine übergeordnete Rolle. Estradiol leitet die Ausbildung der sekundären, weiblichen Geschlechtsmerkmale ein und ist verantwortlich für das Wachstum von:

  • Eileiter,
  • Eierstock,
  • Gebärmutter und
  • Vagina.

Darüber hinaus wirkt Estradiol durchblutungsfördernd auf die Gebärmutter und beeinflusst durch seine follikelstimulierende Wirkung den monatlichen Eisprung.

Menstruationszyklus der Frau

Jeder Menstruationszyklus beginnt mit der Reifung einer Eizelle. Hierzu erfolgt eine Ausschüttung des follikelstimulierenden Hormons (FSH). Diese regt Wachstum des Follikels an. Die Bildung von FSH hält bis zum Eisprung an.

Sobald die Eizelle ausgebildet wurde, schüttet sie selbst Östrogene aus. Aufgrund dessen kommt es zur Ausschüttung des luteinisierenden Hormons (LH). Das LH löst den Eisprung aus.

Eine zusätzliche Einnahme von Estradiol verhindert die Bildung von FSH und die LH Produktion wird eingeschränkt. Infolgedessen unterbleibt der monatliche Eisprung.

Nebenwirkungen

Die Einnahme von Estradiol kann ähnlich, wie andere Arzneimittel Nebenwirkungen verursachen.

Häufig treten folgende Beschwerden auf Vaginaler Ausfluss, Ausschlag, Brustspannungsgefühl, Bauchschmerzen, Benommenheit, Beinschmerzen, depressive Verstimmungen, Durchbruchblutungen, Durchfall, Gewichtsveränderungen und Kopfschmerzen.

Ebenso wird häufig von Kraftlosigkeit, Nasenbluten, Nasenjuckreiz, Nasenkribbeln, Nervosität, Niesen, Ödeme (Gewebswassereinlagerungen) und Rückenschmerzen berichtet.

Gelegentlich stellen Betroffene folgende Nebenwirkungen fest: Akne, Angst, Appetitverlust, Augentrockenheit, Bauchkrämpfe, Blähungen, Blasenentzündung, Blutcalciumerhöhung, Blutdruckanstieg, Blutfettwerterhöhung, Brustvergrösserung.

Sehr selten beschreiben Patientinnen allergische Reaktionen, Aufstoßen, Brustdrüsenabsonderung, gutartige Gebärmuttertumoren, Magendruck, Myasthenie (Muskelschwächeerkrankung), Nesselsucht, Zysten- oder Polypenbildung beziehungsweise Leberfunktionsstörungen.

Lediglich in sehr seltenen Fällen kommt es bei Einnahme von Estradiol zur Empfängnisverhütung zu schweren Hauterscheinungen (Stevens-Johnson-Syndrom), Beinkrämpfen, Hörstörungen oder einer Verschlimmerung von Krampfadern.

Häufige Nebenwirkungen Gelegentliche Nebenwirkungen Seltene Nebenwirkungen
Kopfschmerzen Appetitverlust Nesselsucht
Bauschmerzen Nervosität Pilzinfektion
Gewichtsveränderungen Flüssigkeitseinlagerung (Ödeme) Appetitzunahme
Schmerzen in der Brust Blutdruckanstieg allergische Reaktionen
Vaginalausfluss Akne Depressionen

Vereinzelt traten Bauchspeicheldrüsenentzündungen oder ein erhöhter Triglyceridwert auf.

Bis dato ohne Häufigkeitsangabe sind folgende Nebenwirkungen aufgetreten: Blutgerinnungsstörungen, Demenz, erhöhtes Lebertumorrisiko, Hitzegefühl, Schlaganfall oder eine Zuckerstoffwechselstörung.

Wechselwirkungen

Die gleichzeitige Einnahme des Östrogens Estradiol mit anderen Arzneimitteln kann zu unerwünschten Wechselwirkungen führen.

Folgende Medikamente verstärken den Abbau von Estradiol in der Leber und schwächen dadurch seine empfängnisverhütende Wirkung. Hierzu zählen Johanniskraut gegen Depression, Antiepileptika, Barbiturate wie beispielsweise Phenobarbital, Carbamazepin oder Phenytoin (Hydantoin). Gleichzeitig schwächt auch Griseofulvin (Präparat gegen Pilzerkrankungen) oder Rifampicin (vorrangig gegen Tuberkulose) die Wirkung Estradiols ab.

Zudem verhindern alle Wirkstoffe zur Bekämpfung von Bakterien (Antibiotika) die Aufnahme von Estradiol. Dies ist jedoch nur der Fall, wenn das eingenommene Antibiotikum die natürliche Darmflora stört.

Im Gegensatz dazu erhöht der Wirkstoff Ketoconazol (gegen Pilzinfektionen) den Estradiolspiegel im Blut. Entsprechend ist eine verstärkte Wirkung bemerkbar.

Estradiol verstärkt zudem die Wirkung von Ropinirol, einem Parkisonmedikament.Bei zeitgleicher Einnahme des Östrogens mit Imipramin, einem Antidepressiva, ist zu beachten, dass sich nicht nur die Wirkung, sondern auch die Nebenwirkungen von Letzterem erhöhen.

Aufgrund der Tatsache, dass Estradiol die Zuckerverstoffwechslung im Blut verändert, ist in Absprache mit dem Arzt die individuelle Dosis von Antidiabetika anzupassen.

Gegenanzeigen (Kontraindikationen)

Estradiol darf nicht nicht angewendet werden, wenn eine Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff bekannt ist. Schwangerschaft und Stillzeit gelten ebenso als Ausschlusskriterien.

Dies gilt auch für Frauen mit nicht ärztlich abgeklärten Blutungen im vaginalen Bereich oder unbehandelten Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut. Sollte ein Verdacht beziehungsweise eine aktuelle oder frühere Diagnose von Brustkrebs vorliegen, ist eine Einnahme zu vermeiden.

Es gibt einige Krebsarten, welche durch das Hormon Estrogen begünstigt werden. Hierzu zählt beispielsweise Gebärmutterhalskrebs. Die Einnahme von Estradiol ist untersagt.

Frauen mit bestehenden oder früheren Krankheitsbildern mit Venenverstopfung (Lungenembolie, tiefe Venenthrombose) beziehungsweise mit beschleunigter Blutgerinnung sollten Estradiol nicht einnehmen. Diese Einschränkung trifft auch dann zu, wenn vor Kurzem beziehungsweise aktuell eine Arterienverstopfung (Herzinfarkt, Angina Pectoris) diagnostiziert wurde.

Solange sich die Leberfunktionswerte nach Lebererkrankungen nicht normalisiert haben, ist auf Estradiol zu verzichten. Letzteres trifft auch auf Frauen zu, die unter der Stoffwechselerkrankung Porphyrie leiden.

Wurde bei Patientinnen eine der nachfolgenden Diagnosen erstellt, ist die Einnahme von Estradiol nur unter einer intensiven Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses zu empfehlen: Asthma, Autoimmunerkrankungen (wie beispielsweise der systemische Lupus Erythematodes), Bluthochdruck, Diabetes (Zuckerkrankheit) mit beziehungsweise ohne Beteiligung der Gefäße Epilepsie, Endometriose, Gallensteine, (schweren) Kopfschmerzen beziehungsweise Migräne, Lebererkrankungen (beispielsweise Lebergeschwulste), Otosklerose (Erkrankung der Innenohrknochen), vergangene oder aktuelle Schleimhautwucherungen der Gebärmutter, gutartige Wucherungen im Inneren der Gebärmuttermuskulatur.

Liegt einer oder mehrere der folgenden Risikofaktoren vor, ist eine eingehende ärztliche Beratung empfehlenswert: Risiko für Ausbildung von Blutgefäßverstopfungen (beispielsweise Fettstoffwechselstörungen) beziehungsweise zur Entwicklung von hormonabhängigen Krebsformen. Letzteres bezieht sich beispielsweise auf das Auftreten von Brustkrebs bei Schwestern oder Müttern.


Quellen:

  1. Erstes Verhütungsmittel mit körperidentischem Estradiol. Govi Verlag. URL: pharmazeutische-zeitung.de
  2. Hormoneller Zyklus & Hormone Berufsverband der Frauenärzte e.V. URL: frauenaerzte-im-netz.de
  3. Kontrazeption: Erste monophasische Pille mit Estradiol Bundesärztekammer (Arbeitsgemeinschaft der deutschen Ärztekammern) und Kassenärztliche Bundesvereinigung. URL: aerzteblatt.de
  4. Verhütung: Die Pille Wort & Bild Verlag. URL: apotheken-umschau.de

Veröffentlicht am: 12.05.2016

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