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Maßnahmen nach einem gerissenen Kondom

Trotz sorgfältiger und erprobter Nutzung von Kondomen zum geschützten Geschlechtsverkehr, kann es zu Zwischenfällen können. Rutscht das Kontrazeptivum ab oder reißt, steigt das Risiko einer unerwünschten Schwangerschaft. Zudem die Gefahr höher, sich mit einer sexuell übertragbaren Erkrankung zu infizieren. Um etwaige Risiken beim gerissenen Kondom zu vermeiden, empfiehlt sich ruhiges und gezieltes Handeln.

Gründe für das Reißen eines Kondoms

Hauptsächlich ist brüchiges Material die Ursache dafür, dass das Kondom reißt. Hauptsächlich handelt es sich hierbei um Polyurethan oder Latex. Beide Stoffe weisen eine maximale Haltbarkeit von höchstens vier bis fünf Jahren auf. Garantiert ist dies seitens des Herstellers nur dann, wenn Kondome eine sachgerechte Lagerung erfahren. Beispielsweise sollten Kondome keinen extrem hohen Temperaturen ausgesetzt werden. Direkte Sonneneinstrahlung oder die Aufbewahrung im Autoschubfach beziehungsweise im Campingzelt an heißen Sommertagen ist für dieses Verhütungsmittel ungeeignet.

Genannte Rahmenbedingungen machen das eigentlich schützende Material brüchig und durchlässig. Während des Gebrauchs können Kondome aufgrund dessen reißen. Unabhängig davon spielt die Handhabung eine wichtige Rolle. Die Verpackung von Kondomen ist weder mit Messer, Schere oder spitzen Fingernägeln zu öffnen.

Korrekte Anwendung eines Kondoms

Zudem sind in Kombination mit Kondomen lediglich Gleitmittel auf Wasserbasis zu verwenden. Andere greifen das schützende Material an. Das Risiko steigt des Weiteren, wenn Kondome in der falschen Größe zum Einsatz kommen. Ein enges oder ein zu kleines Kondom platzt beim Geschlechtsverkehr schneller.

Erste Hilfe Maßnahmen nach einem gerissenem Kondom

Kondome dienen dem Schutz vor einer unerwünschten Schwangerschaft. Gleichzeitig verhindern sie eine Ansteckung vor sexuell übertragbaren Infektionskrankheiten. Geht des Kondom während des Liebesspiels kaputt, ist dieser zuverlässige Schutz nicht mehr gewährleistet. Unabhängig vom Zeitpunkt des Reißens ist der sexuelle Kontakt sofort zu beenden.

Frauen sollten den Anal- und Scheidenbereich sofort abbrausen. Dies verringert das Risiko einer möglichen Infektion. Abzusehen ist auf jeden Fall von Darm- oder Scheidenspülungen. Beides kann das Infektionsrisiko deutlich erhöhen. Dies gilt insbesondere dann, wenn kleine Verletzungen im vaginalen Bereich entstehen.

Ähnliches gilt auch für den Mund, wenn Sperma eingetreten ist. Es sollte lediglich eine Spülung des Mundes erfolgen. Auf Zähne putzen ist zu verzichten, da bereits minimale Verletzungen des Zahnfleischs potenziellen Keimen den Weg in den Blutkreislauf ermöglichen.

Männer sollten bei gerissenem Kondom ebenso den Penis gründlich abbrausen. Die Vorhaut ist hierbei zurückzuziehen und ebenso an der Innenseite sanft zu reinigen. Zum Einsatz kommen kann hierbei eine milde Seife. Bei Frauen als auch Männern unterstützt zudem das Urinieren. Wenn Sperma in die Augen gelangte, ist dieses ebenso schnellstmöglich mit klarem Wasser auszuspülen.

Kondom rutscht während des Verkehrs ab

Rutscht das Kondom während des sexuellen Kontaktes ab, gibt es nur eine Erste Hilfe Maßnahme. Das Kondom ist mit den Fingern vorsichtig aus der Vagina zu entfernen. Auf jeden Fall sollte es dabei zugehalten werden. Damit wird das Austreten von eventuellem Sperma verhindert. Darüber hinaus sind hier dieselben Erste Hilfe Schritte wie bei einem gerissenen Kondom empfehlenswert.

Rechtzeitiges Aufsuchen von Arzt oder Beratungsstelle

Besteht dennoch ein begründeter Verdacht auf eine Infektion oder Schwangerschaft, ist der Besuch beim Gynäkologen unabdingbar. Sollten Frauen sich bei geplatztem Kondom in der fruchtbaren Phase des Monatszyklus befinden, empfiehlt der Frauenarzt bei Bedarf die Pille danach.

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Das Hormonpräparat "Pille danach" verhindert eine mögliche Befruchtung durch Verzögerung oder Hemmung des Eisprungs. Sie sollte innerhalb der folgenden 72 Stunden nach dem Zwischenfall mit dem Kondom eingenommen werden, um eine bestmöglichste Wirkungsweise zu erzielen. Beratungsstellen und Frauenärzte verordnen das Präparat. Am Wochenende und Feiertagen empfiehlt sich das Aufsuchen eines Krankenhauses mit gynäkologischer Ambulanz beziehungsweise einer Notfallpraxis.

Wenn Sexualpartner trotz ergriffener Sofortmaßnahmen eine Ansteckung mit einer sexuell übertragbaren Erkrankung vermuten, kann alternativ zum Arzt eine Beratungsstelle aufgesucht werden. Der Vorteil einer frühzeitigen Diagnose ist, dass ein Großteil von sexuell übertragbaren Krankheiten sehr gut zu behandeln und zu heilen ist. Bei einem eventuell positiven Test erhalten Frauen und/oder Männer ein rezeptpflichtiges Medikament.

Unabhängig davon ist es von großer Bedeutung, eventuelle Veränderungen des eigenen Körpers frühzeitig wahrzunehmen. Typische Anzeichen sexuell übertragbarer Erkrankungen sind beispielsweise ein Brennen oder Jucken verschiedener Hautpartien. Nicht immer befinden sich diese im Intimbereich.

HIV positiv und Kondom gerissen

Sollte ein Kondom während des Geschlechtsverkehrs mit einem HIV positiven Partners reißen, kann die HIV-Post-Exposition-Prophylaxe (HIV-PEP) infiziert sein. Dies gilt auch dann, wenn eine unbekannt hohe Viruslast beim Partner vorliegt. Die HIV-PEP ist eine präventive Notfall-Therapie. Betroffene erhalten über einen Zeitraum von circa vier Wochen eine virenhemmende Arzneimittelkombination. Diese kann eine Vermehrung der eventuell im Körper nun existenten HI-Viren verhindern.

Um die Effektivität der HIV-PEP zu erhöhen, empfiehlt sich ein schnellstmöglicher Beginn. Im Idealfall findet die erste Einnahme innerhalb der ersten 24 Stunden nach dem Reißen des Kondoms statt.

So lassen sich Unfälle mit Kondomen gezielt vermeiden

Laut ISO EN 4074 müssen Kondome bestimmte Kriterien erfüllen, welche die Sicherheit gewährleisten. Diese Eigenschaften können durch Nutzer ungünstig beeinflusst werden. Neben einer falschen Aufbewahrung wird häufig unterschätzt, dass Kondom ein Mindesthaltbarkeitsdatum haben. Ist dies abgelaufen, ist die Sicherheit aufgrund nachlassender Stabilität des Materials nicht mehr gegeben.

Zudem treten Probleme bei der Nutzung von Kondomen gehäuft bei Männern mit Vorhautproblemen auf. Die nachfolgende Checkliste kann dabei helfen, das Risiko unerwünschter Zwischenfälle mit Kondomen bereits im Vorfeld deutlich zu minimieren.

  • Kondome vor direkter Sonneneinstrahlung und vor Temperaturen über 40 Grad Celsius schützen.
  • Mindesthaltbarkeitsdatum beachten.
  • Piercings im Genitalbereich, lange Fingernägel und Ähnliches können Kondome beschädigen.
  • Männliche Vorhaut beim Abrollen des Kondoms zurückziehen, um Innendruck zu vermeiden.
  • Größe des Kondoms muss zu der des Penis passen. Einige Hersteller bieten Kondome in sieben verschiedenen Größen (47 bis 69 Zentimeter) an.
  • Kommen neben Kondomen auch Gleitmittel zum Einsatz, müssen diese frei von Fetten und Ölen sein. Hersteller kennzeichnen ihre Produkte mit der Aufschrift "kondomgeeignet".

Quellen:

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