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Ursachen von Impotenz (erektiler Dysfunktion) im Überblick

Die Ursachen von Impotenz lassen sich generell in körperliche (organische) und psychische (psychogene) Ursachen unterteilen. Auslöser von Erektionsstörungen im Sinne von sexueller Impotenz treten in großer Vielfalt auf und sollten vor einer Behandlung eindeutig klassifiziert werden. Folgende Übersicht führt die gängigsten Ursachen von erektiler Dysfunktion auf und beleuchtet die beiden Kategorien näher.

Die allgemeine Einteilung der Ursachen von Impotenz erfolgt in der klinischen Literatur normalerweise in zwei übergeordnete Bereiche. Bei der Mehrzahl der Betroffenen resultiert die Erektionsstörung aus einer Kombination von mehreren Ursachen und Faktoren. Selten ist für die Auslösung und Aufrechterhaltung der Störung allein eine organische oder allein eine psychische Ursache feststellbar.

Impotenz Ursachen Übersicht

Bei länger anhaltenden Erektionsproblemen sind selbst bei primär organischen Ursachen fast immer weitere sekundäre Komponenten - am häufigsten Versagensangst - in Betracht zu ziehen.

Impotenz: Körperliche (organische) Ursachen

Organische beziehungsweise körperliche Ursachen von sexueller Impotenz (auch weniger gebräuchlich und nur symptomatisch bezogen Impotentia coeundi genannt) liegen vor, wenn die Auslöser der Erektionsstörung mit bereits existierenden Krankheiten zusammenhängen.

Dies trifft vor allem auf bestimmte Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus sowie Nieren- und Leberfunktionsstörungen zu, jedoch auch bei neurologischen Erkrankungen (Nervenerkrankungen).

Weitere organische Ursachen von Impotenz können Gefäßerkrankungen oder endokrinologische Krankheiten (hormonell bedingt) sein. Zudem zählen äußere Verletzungen und dermatologisch-andrologische Erkrankungen (Hautkrankheiten und Schädigungen des Reproduktionssystems bzw. der Fortpflanzungsorgane des Mannes) im Genitalbereich zu den körperlichen Ursachen von Potenzstörungen. Hierzu können beispielsweise Verletzungen des Penisschwellkörpers oder der Nervenbahnen der Genitalien zählen.

Dementsprechend wird das Auftreten von sexueller Impotenz oder Erektionsstörungen bei diesen Krankheiten und Schädigungen als organisch bedingt klassifiziert.

Krankheiten als Ursachen von Impotenz

Körperliche Ursachen von Impotenz können meist ausgeschlossen werden, wenn der Mann regelmäßig nächtliche oder morgendliche Erektionen erlebt und der Penis beim Masturbieren sowie dem Geschlechtsverkehr bis zum Orgasmus steif bleibt. können körperliche Ursachen, etwa Verletzungen der Penisschwellkörper oder der Nervenbahnen von den Genitalien zum Gehirn, weitgehend ausgeschlossen werden.

Diabetes, Bluthochdruck, Prostataprobleme und ein Testosteronmangel werden oft als körperliche Ursachen von Impotenz genannt. Folgende Abschnitte erläutern diese vier Bereiche näher.

Diabetes als Impotenzursache

Diabetes kann sowohl eine direkte als auch indirekte Ursache von Impotenz sein. Die Stoffwechselerkrankung führt zu Schädigungen der Blutgefäße und des Schwellkörpergewebes im Penis, sowie zu einer Senkung des Testosteronspiegels.

Bei etwa 25% aller Männer mit körperlichen Ursachen für Impotenz spielt die Wechselbeziehung zwischen Impotenz und Diabetes (Zuckerkrankheit) eine Rolle.

Rund 50% aller männlichen Diabetiker leiden im Laufe ihres Lebens an einer erektilen Dysfunktion. Oft wird eine Diabeteserkrankung überhaupt erst durch das Auftreten von Erektionsstörungen erkannt.

Der Zusammenhang zwischen Impotenz und Diabetes ergibt sich unter anderem aus einer Schädigung der Blutgefäße und Nerven durch hohe Blutzuckerwerte, einer Schädigung des Schwellkörpergewebes im Penis (sogenanntes "venöses Leck") und häufig auch Medikamentennebenwirkungen.

Eine Diabeteserkrankung führt im Körper nicht nur zu einer Unterempfindlichkeit für Insulin, sondern zieht auch andere Veränderungen nach sich. Die folgenden Beispiele zeigen Zusammenhänge zwischen Impotenz und Diabetes:

  • Diabetes mellitus führt häufig zu einer Reduktion der Testosteronproduktion in den Hoden (Hypogonadismus). Folgen sind ein deutlich geringeres sexuelles Verlangen (Libido), eine verminderte Erektionsfähigkeit des Gliedes, Ejakulationsstörungen und Orgasmusprobleme
  • Weil Diabetes häufig zu bleibenden Hautveränderungen führt, kann es beim Mann zu einer pathologischen Phimose (Vorhautverengung) kommen, die ggf. operativ behandelt werden muss.

Behandlung der Ursachen von Impotenz durch Diabetes


Eine durch Diabetes bedingte Impotenz lässt sich durch eine Therapie der zugrundeliegenden Zuckerkrankheit sowohl verhindern als auch behandeln.

Wichtige Schritte dabei sind:

  • Ständig kontrollierte Blutzuckereinstellung
  • Eine bewusste, gesunde Lebensumstellung (Bewegung, Vermeidung von Alkohol- und Nikotinmissbrauch, gesunde Ernährung, Gewichtsreduktion)
  • Ggf. psychotherapeutische, Paar- oder Sexualberatung

Sofern es im Rahmen einer Diabetes nicht bereits zu körperlichen Schädigungen (etwa an den Penisschwellkörpern) gekommen ist, stehen Betroffenen zur medikamentösen Behandlung der Erektionsstörung Viagra, das generische Viagra Sildenafil, Cialis, Spedra oder Levitra zur Verfügung. Diese Präparate wirken nicht nur erektionsfördernd, sondern verbessern auch die Durchblutung der Geschlechtsorgane, was eine bessere Gefühlswahrnehmung beim Sex ermöglicht.

Bluthochdruck als Ursache von Impotenz

Bluthochdruck gilt als eine weitere organische Ursache von Impotenz und kann ein Anzeichen für drohende Blutgefäß- und Herzerkrankungen sein, andererseits aber auch als mögliche Folge bereits bestehender Schädigungen der Blutgefäße auftreten.

Impotenz und Bluthochdruck stehen in einem engen Zusammenhang. Ein dauerhaft zu hoher Blutdruck (Hypertonie) ist eine mit zunehmendem Alter immer häufiger auftretende körperliche Ursache von Impotenz. Die Behandlung einer Erektionsstörung sollte daher ursachenbezogen erfolgen und die dauerhafte Senkung des Blutdruckes zum Ziel haben.

Erst wenn dies nicht oder nur unzureichend gelingt und der Zusammenhang von Impotenz und Bluthochdruck geklärt wurde, können unter Umständen Medikamente zur Therapie der erektilen Dysfunktion (PDE-5-Hemmer) eingesetzt werden.

Wann begünstigt Bluthochdruck Impotenz?


Mit erhöhtem Blutdruck steigt das Impotenz Risiko. Hier eine Übersicht zu den Blutdruckwerten:

  • optimaler Blutdruck: < 120 zu < 80 mm Hg
  • normaler Blutdruck: < 130 zu < 85 mm Hg
  • noch normaler Blutdruck: < 139 zu < 89 mm Hg
  • leichte Hypertonie (Schweregrad 1): < 159 zu < 99 mm Hg
  • mittelschwere Hypertonie (Schweregrad 2): < 179 zu < 109 mm Hg
  • schwere Hypertonie (Schweregrad 3): > 180 zu > 110 mm Hg
  • isolierte systolische Hypertonie: > 140 zu < 90 mm Hg


Arterieller von Bluthochdruck als Ursache von Impotenz


Der arterielle Bluthochdruck ist ein Bluthochdruck im gesamten Körperkreislauf (alle wichtigen Arterien, Schlagadern sind dabei betroffen).

Da es sich bei den Blutgefäßen im Penis und vor allem in den Penisschwellkörpern um sehr enge, filigrane Strukturen handelt, sind diese in der Regel als erste von Gefäßproblemen wie etwa Arteriosklerose bzw. Fetteinlagerungen betroffen. Eine erektile Dysfunktion kann also einerseits ein Warnsignal für drohende Blutgefäß- und Herzerkrankungen sein, ist andererseits aber auch eine mögliche Folge bereits bestehender Schädigungen der Blutgefäße, die eine der Ursachen von Impotenz sind.

Entsprechend internationalen Festlegungen spricht man ab einem Blutdruck von 140 zu 90 von einem die Gesundheit gefährdenden Bluthochdruck-Wert. Bei einem solchen Verhältnis besteht eine erhöhte Gefahr aufgrund des Bluthochdrucks an Impotenz zu erkranken.

Die regelmäßige Überprüfung des Blutdrucks ist ein sicherer Weg, um einen krankhaften Bluthochdruck rechtzeitig zu erkennen – und das nicht nur um einer durch Bluthochdruck verursachten Impotenz vorzubeugen.

Prostataprobleme und Impotenz

Die Prostata erfüllt eine wichtige Funktion bei der Bildung und dem Transport von Sperma. Eine Erkrankung oder Entfernung der Prostata muss nicht zwingend Impotenz im Sinne einer erektilen Dysfunktion zur Folge haben, dennoch kann dies eine Folge sein.

Die Prostata ist eine kastaniengroße Drüse im Unterleib des Mannes. Sie befindet sich unterhalb der Harnblase und umschließt die Harnröhre. Sie gehört zu den inneren männlichen Geschlechtsorganen und dient hauptsächlich der Bildung eines Sekretes zur Verflüssigung und zum Transport des Spermas.

Erkrankungen der Prostata gehören zu den möglichen körperlichen Ursachen von Impotenz.

Die Prostata spielt eine wichtige Rolle bei der Fortpflanzung. Hier entsteht aus den in den Hoden gebildeten Spermien, dem Sekret der Samenbläschen und dem Prostatasekret das fertige Sperma. Das Prostatasekret sorgt für die nötige Vitalität der Spermien und ist daher für die Zeugungsfähigkeit von großer Bedeutung.

Wird der Mann sexuell erregt, steigt der Druck in der Prostata schnell an. Die prall mit Sperma gefüllte Drüse ist nun durch den Anus an der Vorderseite des Mastdarmes als glatte Wölbung tastbar.

Beim Orgasmus kommt es zu 3 bis 10 kraftvollen Kontraktionen der Beckenbodenmuskulatur, der Samenleiter, der inneren Muskulatur in den Penisschwellkörpern und der Prostata, wodurch letztere sich stoßweise entleert und die Samenflüssigkeit in heftigen Schüben durch Harnröhre und Penis nach draußen presst (Ejakulation).

Die Erektionsfähigkeit des Penis kann durch Erkrankungen der Prostata gestört sein oder ganz zum Erliegen kommen. Impotenz entsteht hierbei, wenn die nahe bei der Prostata vorbeilaufenden, für die Gliedversteifung wichtigen Nervenbahnen, beschädigt werden.

Prostata Erkrankungen als Impotenz Ursache

Die gefährlichste Erkrankung der Prostata ist Prostatakrebs. Dabei handelt es sich um einen bösartigen Tumor, bei dem die Prostata oft vollständig entfernt werden muss. Auch hier ist Zeugungsunfähigkeit die Folge, wobei die Erektionsfähigkeit vom Erhalt der dafür notwendigen Nerven abhängt.

Die Prostatitis ist eine entzündliche Erkrankung der Prostata. Begünstigt wird sie durch die Tatsache, dass die Prostata eine stark durchblutete, durch Druck und Schwellungen häufig beanspruchte Drüse ist (Geschlechtsverkehr, Masturbation, Stuhlgang, Wasserlassen). Zudem ist sie über die Harnröhre für von außen kommende Entzündungserreger anfällig. Auch die Prostatitis zählt zu den Ursachen von Impotenz.

Prostata Entfernung als Impotenz Ursache

Bleiben die für die Erektion wichtigen Nervenbahnen vom Gehirn zu den Genitalien bei einer Prostataentfernung unversehrt, besteht keine implizite Gefahr für Impotenz und der Mann kann weiterhin ganz normalen Geschlechtsverkehr ausüben.

Impotenz durch Prostatavergrößerung

Als benigne Prostatahyperplasie (BPH) bezeichnet man eine gutartige, oft altersbedingte Vergrößerung der Prostata, die hauptsächlich zu Problemen bei Wasserlassen führt. Da diese Erkrankung meist vom Inneren der Prostata ausgeht, ist die Wahrscheinlichkeit einer Schädigung der für die Erektion wichtigen Nervenbahnen eher gering. Dennoch gehört die BPH vereinzelt auch zu den körperlichen Ursachen von Impotenz.

Impotenz und Prostata Erkrankungen vorbeugen

Eine angenehme und zugleich wirksame Möglichkeit Prostataproblemen als auch Impotenz vorzubeugen, sind ganz allgemein regelmäßige sexuelle Aktivitäten (Geschlechtsverkehr, Masturbation).

Als gezielte Maßnahme zur Vorbeugung oder Früherkennung von Prostataerkrankungen sollten sich Männer ab 45 regelmäßig urologisch untersuchen lassen.

Hypogonadismus & Testosteronmangel als Ursache von Impotenz

Testosteronmangel zählt zu den wichtigsten endokrinen Ursachen von Impotenz. Meistens stehen Hypogonadismus (eine Funktionsstörung der Hoden) und Testosteronmangel in engem Zusammenhang, allerdings entsteht Testosteronmangel auch häufig durch das Alter.

Das in den Hoden produzierte Sexualhormon (Androgen) Testosteron spielt eine wichtige Rolle für die Ausbildung und Aufrechterhaltung der sekundären männlichen Geschlechtsmerkmale (Körperbehaarung, Muskel- und Knochenaufbau, tiefe Stimme) sowie der Erektion des Mannes. Es wurde in mehreren Studien belegt, dass Testosteronmangel zu Impotenz führen kann.

Testosteron reguliert die Spermaproduktion, ist verantwortlich für das sexuelle Verlangen des Mannes (Libido) und spielt eine wichtige Rolle für die gesunde Erektion des Penis. Auch viele männliche Verhaltensweisen, etwa Dominanz bis hin zur Aggressivität, werden durch Testosteron bedingt.

In den Jugend- und frühen Erwachsenenjahren kommt es zu einer starken Produktion von Testosteron und Sperma in den Hoden. Diese Prozesse verlangsamen sich etwa ab dem 40. Lebensjahr. Hier kommt es zu einer Ursache für Impotenz. Denn die Folge ist ein geringeres sexuelles Verlangen und ein Abbau von Muskelmasse um bis zu 3 kg pro Jahr. Diese Abnahme führt aber nicht zu einem Gewichtsverlust; vielmehr wird das Muskelgewebe durch Fett ersetzt. Fett wiederum wandelt das männliche Testosteron durch ein Enzym in Östrogen um. Das weibliche Sexualhormon führt zu einem erhöhten Risiko u. a. für Diabetes, Herzinfarkt und Gefäßerkrankungen sowie zu einer Verweiblichung des Körpers.

Psychische Ursachen von Impotenz

Die zweite Kategorie der Impotenz Ursachen sind jegliche Auslöser, welche mit der Psyche des Mannes zu tun haben. Hierzu zählen unter anderem persönlichkeitsbedingte, partnerabhängige, situationsbedingte sowie unbewusste psychische Ursachen.

Häufig sind es banale Dinge wie Stress, Alltagssorgen oder einfach nur Müdigkeit die dazu führen können, dass es zu einer Erektionsstörung kommt.

Psychische Ursachen für Impotenz

Es gibt eine Vielzahl an psychischen Impotenz Ursachen. Die Potenz eines Mannes ist bspw. sehr anfällig für Stress.

Funktioniert die Erektion bei der Selbstbefriedigung ohne Probleme und ist auch die morgendliche Erektion wie gewohnt, so kann in den meisten Fällen von einer psychologischen Ursache für Impotenz ausgegangen werden.

Stress als Ursache von Impotenz

Impotenz und Stress sind in einer leistungsorientierten Gesellschaft vielmals miteinander verkettet. Stress am Arbeitsplatz, in der Ehe, Beziehung oder im sozialen Umfeld kann krank machen. Bei Männern führt Stress zu vorübergehenden oder auch dauerhaften Erektionsproblemen und zählt daher zu den psychischen Ursachen der Impotenz.

Entgegen vieler Annahmen können verschreibungspflichtige Potenzmittel auch bei psychologischen Impotenz Ursachen helfen. Oftmals regulieren sich Erektionsprobleme, wenn mithilfe von Potenzmitteln über einen gewissen Zeitraum positive Erfahrungen beim Sex gesammelt wurden.

Stress bzw. Anspannung ist ein Zustand erhöhter Aufmerksamkeit in Gefahrensituationen oder bei akuter Überforderung. Evolutionsbiologisch erhöht Stress die Flucht- und/oder Verteidigungsbereitschaft des Menschen. Dabei kommt es zur vermehrten Ausschüttung der Hormone bzw. Neurotransmitter Adrenalin, Noradrenalin, Serotonin und Dopamin.

Doch wesentliche Voraussetzungen für eine gesunde, standhafte Erektion des Penis sind die psychische Befindlichkeit und die innere Bereitschaft des Mannes zu intimer Zweisamkeit.

Sexuelles Verlangen (Libido), erotische Reize und Raum für sexuelle Fantasien, die Fähigkeit, vom Alltag abzuschalten und sich ganz und gar sich selbst und/oder der Partnerin hinzugeben, sind elementare Bedingungen für das Funktionieren des sensiblen Biomechanismus, der schließlich zur Gliedversteifung führt. Stress steht diesen Voraussetzungen entgegen und kann Impotenz verursachen.

Der physische Zusammenhang zwischen Stress und Impotenz

Stress und Impotenz stehen auch in einem physischen Zusammenhang.

Bei Stress sind Herzfrequenz, Blutdruck und die Aufmerksamkeit erhöht, die in Stresssituationen unwichtigen Körperfunktionen wie Verdauung, Schlaf, Durchblutung bestimmter Körperbereiche einschließlich der Geschlechtsorgane, werden auf ein Minimum reduziert. Eine Erektion ist in diesem Zustand oft völlig unmöglich.

Stress und Impotenz stehen aber nicht nur direkt, sondern auch indirekt miteinander in Verbindung.

Die bewusste oder unbewusste Beschäftigung mit den stressauslösenden Ereignissen oder Faktoren lassen Entspannung oft nicht (mehr) zu. Entspannung ist für eine Erektion und eine befriedigende Sexualität allerdings unabdingbar. Hinzu kommt, dass die in Stresssituationen ausgeschütteten Hormone erektionshemmend wirken. Stress ist somit gleichsam eine psychische, als auch körperliche Ursache von Impotenz

Indirekt kann die Erektionsunfähigkeit aber auch Folge bestimmter Stressfolgen sein. Beispiele hierfür sind Übelkeit, Bluthochdruck oder Magen-Darm-Probleme.

Resultieren aus einer stressbedingten vorübergehenden Impotenz Versagensängste (z.B. die Angst, dass es beim nächsten Geschlechtsverkehr wieder nicht wie gewünscht funktioniert) entsteht ein Kreislauf, in dem sich Ursache und Wirkung immer weiter gegenseitig verstärken und eine Behandlung meist nur noch mit professioneller Hilfe möglich ist.

Typische Stressfaktoren die Erektionsprobleme verursachen


Leistungsdruck

Typische Situationen, in deren Folge Impotenz und Stress in Wechselwirkung treten, sind unter anderem Druck in der Schule oder am Arbeitsplatz. Dieser kann durch Überforderung, Zeitmangel oder Zeitdruck und Versagensangst verursacht werden. Aber auch Leistungsdruck beim Geschlechtsverkehr kann sich negativ auf die Erektionsfähigkeit auswirken, da Erregung mit Entspannung zu tun hat. Zu viel Stress und eigener Druck sind hier deutliche Ursachen von Impotenz.

Beziehungsstress

Auch Konflikte mit Kollegen, der Familie und vor allem mit dem Partner können die Impotenz Ursache Stress auslösen. Treten in der Beziehung Probleme auf, kann sich das schnell auch negativ beim Geschlechtsverkehr äußern. Das geschieht vor allem wenn der Partner mit der sexuellen Leistung unzufrieden ist und sich dadurch zusätzlicher Stress aufbaut. Hierdurch wird der Mann zusätzlich belastet, wodurch eine zufriedenstellende Erektion noch schwieriger erreicht wird.

Soziale Ausgrenzung

Andererseits sind auch die Abschottung von anderen Menschen sowie Vereinsamung mögliche Stressauslöser und somit Ursachen von Impotenz. Unsicherheit und Existenzangst, ausgelöst unter anderem auch durch die bereits genannten Faktoren, sind typische und schwerwiegende Gründe für Stress.

Müdigkeit

Auch Müdigkeit kann eine Ursache von Impotenz sein. Häufig ist Müdigkeit darauf zurückzuführen, dass sich im Alltag zuviel Stress und Druck aufgebaut hat, wodurch in der Nacht nur unzureichend oder nicht tief genug geschlafen wird.

Depressionen

Depressionen und Impotenz stehen häufig miteinander in Zusammenhang. Die psychischen Probleme führen zu einem Mangel an sexuellem Verlangen. Kommt es hier zusätzlich noch zu Problemen mit Impotenz, setzt auch hier wieder der Kreislauf ein, der wiederum mehr Stress und Leistungsdruck hervorruft. Zudem können die einzunehmenden Antidepressiva als Nebenwirkung Erektionsstörungen auslösen. Es kann auch vorkommen, dass Depressionen erst durch bereits vorliegende Erektionsprobleme ausgelöst werden.

Dass kurzfristige Stresssituationen zur vorübergehenden Unfähigkeit führen, eine Erektion zu erreichen oder aufrecht zu erhalten, ist nicht ungewöhnlich. Dauerhafter Stress kann allerdings zu schweren körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen führen, unter anderem zu Muskelverspannungen, Magen- und Darmproblemen sowie Übelkeit und Gereiztheit bis hin zur Aggressvität. Die durch Stress gesteigerte Ausschüttung des Hormons Cortisol kann zu Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall führen. Wie erwähnt zählt Stress zu den Ursachen von Impotenz.

Grundursache für Stress ausschalten und Impotenz entgegenwirken

Ist Stress die Impotenz Ursache, so gilt es in der Behandlung auf eine Beseitigung der Stressursachen hinzuwirken. Gelingt es Stress und Ärger zu vermeiden, kann es schnell wieder zu einem harmonischen, befriedigenden Sexualleben führen. Allerdings ist dies oft aufgrund der Lebenssituation nicht so einfach möglich. Denn eine grundlegende Veränderung der gesamten Lebenssituation (Beruf, Beziehung, Lebensgewohnheiten) ist für die Beseitigung stressbedingter Ursachen von Impotenz meist unumgänglich.

Um beim Sex die Impotenz Ursache Stress zu vermeiden sollte versucht werden, Wert auf ein ungezwungenes Vorspiel und eine ergebnisoffene Zweisamkeit zu legen. Körperliche Liebe kann auch ohne Penetration durch den Penis zum Orgasmus bzw. zur Ejakulation führen.

Medikamente als Auslöser von Erektionsproblemen

Verschiedene Medikamente können eine Impotenz Ursache darstellen. Zum einen können sie eine direkte erektionshemmende Wirkung haben, zum anderen können sie in verschiedene hormonelle Prozesse, die für eine gesunde Erektion wichtig sind, eingreifen.

Impotenz durch Medikamente


Betablocker und Impotenz

Impotenz und Betablocker stehen in mehrerlei Hinsicht in einem negativen Wirkzusammenhang. Zum Einen zählen oft bereits die Grunderkrankungen die mit Betablockern behandelt werden zu den Ursachen von Impotenz. Zum anderen sind Erektionsstörungen eine häufige Nebenwirkung dieser Medikamente selbst.

Betablocker sind Medikamente zur Blutdrucksenkung und blockieren die hauptsächlich am Herzen befindlichen Betarezeptoren. Impotenz und Betablocker stehen in Verbindung, da sich die verengende Wirkung von Adrenalin und Noradrenalin auf die Muskultur des Penis auswirkt. Hinzu kommt, dass Betablocker selbst erektionshemmende Nebenwirkungen besitzen.

Folgende Nebenwirkungen von Betablockern können zu Problemen mit der Erektion führen:

  • verlangsamter Puls und Müdigkeit
  • Senkung des Testosteronspiegels, wodurch das sexuelle Verlangen gedämpft wird

Übergewicht als Ursache von Impotenz

Fettleibigkeit (Übergewicht) gehört ebenfalls zu den Ursachen von Impotenz. Eine erektile Dysfunktion aufgrund von Fettleibigkeit kann auch die Verkalkung wichtiger Blutgefäße in den Geschlechtsorganen zur Ursache haben.

Impotenz Ursache Übergewicht

Übergewichtige Männer haben ein um bis zu 90 % erhöhtes Risiko, an einer erektilen Dysfunktion zu erkranken. Dabei bewirkt das überschüssige Körperfett zumeist ein Absinken des Testosteronspiegels und führt zu Erkrankungen der für die Blutversorgung des Penis wichtigen Gefäße.

Fettleibigkeit und Folgen für die Blutgefäße

Impotenz und Fettleibigkeit korrelieren auch im Hinblick auf die Durchblutung der Geschlechtsorgane, wodurch Fettleibigkeit zu einer der Ursachen von Impotenz wird.

Zum einen kommt es durch Fettablagerung bzw. Verkalkung wichtiger Blutgefäße zu einer schlechteren und ggf. mangelhaften Durchblutung der Geschlechtsorgane und insbesondere des Penis.

Zum anderen können derartige Einlagerungen im Gewebe der Penisschwellkörper dazu führen, dass diese nicht mehr ausreichend Blut aufnehmen können, um eine gesunde Erektion des Gliedes zu gewährleisten. Erektionsstörungen oder eine dauerhafte Erektile Dysfunktion sind die Folge. Fettleibigkeit ist hier Ursache von Impotenz.

Schlechter Lebensstil & negative Gewohnheiten als Ursache von Impotenz

Impotenz kann auch durch die individuelle Lebensweise oder Faktoren im Alltag verursacht werden. Ungesunde Ernährung, übermäßiger Alkoholkonsum, Rauchen und sogar Radfahren können zu Impotenz führen.

Lebenswandel verursacht Impotenz

Impotenz und Ernährung

Die Ernährung wird als Ursache von Impotenz oft übersehen. Tatsache ist jedoch, dass gewisse Lebensmittel bei häufigem Konsum der Erektionsfähigkeit schaden können. Vor allem zu fette und reichhaltige Kost kann schnell zu Blutgefäßerkrankungen führen.

Impotenz und Ernährung stehen somit in einem oft erst spät erkennbaren Wirkzusammenhang. Eine dauerhaft gesunde Ernährung hat indes positive Auswirkungen auf die männliche Potenz, wohingegen wie eine ungesunde Lebensweise über Jahre hinweg zu einer Ursache von Impotenz werden kann.

Erektionsprobleme sind oft das erste Anzeichen für Herz- und Blutgefäßerkrankungen. Fettreiche Ernährung führt häufig zu Arterienverkalkung, wobei der Begriff Verkalkung nur zu einem geringen Teil zutrifft, denn hauptsächlich kommt es hier zu einer Verengung und Verhärtung der Blutgefäße durch Blutfette. Davon sind die filigranen, engen Gefäße im Penis oft zuerst betroffen.

Impotenz und Ernährung stehen auch in einem indirekten Zusammenhang. Bluthochdruck und Diabetes können Folgen einer ungesunden Ernährung und damit mittelbar Ursachen einer erektilen Dysfunktion sein.

Einige Nahrungs- und Genussmittel sind, was Impotenz und Ernährung betrifft, schlechter für die Gesundheit als andere. Hier einige Beispiele von Produkten, die der Erektionsfähigkeit eher unzuträglich sind:

  • Alkohol kann zwar in geringen Mengen erektionsfördernd sein, weil er enthemmend wirkt und die Blutgefäße weitet. Allerdings kommt es schon ab einem Blutalkoholwert von 0,4 Promille zu Erektionsstörungen und ab 1 Promille ist die Erektionsfähigkeit erheblich eingeschränkt und vereinzelt gar nicht mehr gegeben. Die tägliche Alkoholmenge sollte u. a. aus diesem Grund 20g nicht übersteigen, was etwa 0,5 Liter Bier oder einem Glas Wein entspricht
  • Lakritze senkt den Testosteronspiegel im Blut um bis zu 44%. Dazu reichen bereits 7g Lakritze aus und bis zum Wiedererreichen des Normalwertes kann es 4 bis 5 Tage dauern
  • Wer viel Fleisch und vor allem fettig isst, riskiert eine Verlangsamung der Blutversorgung lebenswichtiger Organe. Hohe Blutfettwerte führen außerdem zu Fett- und Kalkablagerungen, meist zuerst in den feinen Blutgefäßen des Penis und des Herzmuskels. Eine erektile Dysfunktion, ein Schlaganfall oder Herzinfarkt können die Folge sein

Welche Nahrungsmittel bekämpfen Impotenz?

Einige Beispiele für sich auf die Erektionsfähigkeit positiv auswirkende Lebensmittel:

  • Eier enthalten viel Vitamin B, tragen zum Stressabbau bei und machen den Kopf frei für entspannte intime Zweisamkeit
  • Sellerie fördert die Testosteronbildung in den Hoden, steigert somit das sexuelle Verlangen des Mannes und senkt außerdem den Cholesterinspiegel
  • Kürbis beugt Prostataerkrankungen vor und erhält somit indirekt die Potenz
  • Artischocken stimulieren die Geschlechtsdrüsen (Hoden, Prostata) und kurbeln die Hormonproduktion an. Eine ähnliche Wirkung wird Möhren zugeschrieben
  • Rettich und Spargel verbessern die Durchblutung und damit das Erektionsvermögen des Penis
  • Petersilie schürt das sexuelle Verlangen, ist anregend, stressmindernd und luststeigernd. Ähnliche Wirkungen werden Ginseng, ägyptischem Lotus, Mate, Catuaba und getrockneter Betelnuss nachgesagt
  • Eiweiß und Zink regen die Hoden zu vermehrter Testosteron- und Spermaproduktion an, steigern damit das sexuelle Verlangen, die Ausprägung der Erektion, die Spermamenge und verbessern indirekt die Gefühlswahrnehmung bei Orgasmus und Ejakulation. Eiweiß ist insbesondere in Milch, Joghurt und Eiern enthalten; Zink kommt u. a. in Austern, Krabben, Hering oder Muscheln vor

Vor allem bei Milchprodukten sollte man wegen der enthaltenen Fettanteile aber dennoch Maß halten, da hier positiv und negativ beeinflussende Faktoren für die Potenz zusammentreffen.

Zu einer gesunden, der männlichen Sexualität zuträglichen Ernährung gehören vor allem Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse (insbesondere Haselnüsse) und Mandeln. Fett und Salz sollten nur in geringen Mengen enthalten sein. Beim Öl sollte man nur hochwertiges Oliven- oder Rapsöl nutzen.

Alkohol als Ursache von Impotenz

Alkohol kann auf verschiedene Arten sowohl eine körperliche als auch eine psychologische Impotenz Ursache sein. Dauerhafter Alkoholmissbrauch schädigt die Nervenbahnen, die Impulse zwischen Gehirn und Penis weiterleiten. Dies kann zu einer permanenten Erektilen Dysfunktion führen.

Impotenz und Alkohol treten manchmal auch im Leben des gesunden Mannes auf fatale Weise in Wechselbeziehung. Meist geht es dabei um vorübergehende Erektionsstörungen, die aus einem gelegentlichen übermäßigen Alkoholgenuss resultieren, etwa nach einer Feier mit Freunden. Derartige, zeitlich sehr begrenzte Erektionsstörungen bleiben normalerweise ohne Folgen für die männliche Potenz.

Lange andauernder Alkoholmissbrauch hingegen kann zu einer dauerhaft bestehenden Erektilen Dysfunktion führen, wobei nicht nur der Alkohol selbst, sondern auch die den Missbrauch auslösenden psychosozialen Faktoren Ursache der Impotenz sein können. Alkoholmissbrauch als Ursache einer Erektilen Dysfunktion hat also sowohl eine direkte, körperliche als auch eine indirekte, psychische Komponente.

Wer mehr als 600 g Alkohol pro Woche trinkt, muss mit einer dauerhaft bestehenden erektilen Dysfunktion rechnen. Diese Menge entspricht etwa 30 Flaschen Bier zu je 0,5 Liter.

Auswirkungen des Alkohols: vorübergehende Störung oder Impotenz?

Zu einer vorübergehenden Störung der Erektionsfähigkeit kommt es, wenn durch gelegentlich übermäßigen Alkoholgenuss die Reizweiterleitung vom Gehirn zu den Geschlechtsorganen beeinträchtigt ist oder wenn diese Reize gar nicht mehr ausgesendet bzw. im Genitalbereich empfangen und verarbeitet werden können.

Umgekehrt werden sexuelle Stimulationen, etwa Berührungen des Penis, der Eichel oder der Hoden, nicht mehr ausreichend wahrgenommen oder vom Gehirn nicht mehr verarbeitet – die Erektion bleibt aus, eine Impotenz Ursache liegt vor.

Bei Männern mit regelmäßig zu hohem Alkoholkonsum kann es zu dauerhaften Schädigungen des Nervensystems kommen. Die Nervenbahnen vom Gehirn über das Rückenmark zum Penis werden angegriffen, allmählich zerstört und können so die für eine gesunde Erektion notwendigen Impulse nicht mehr weiterleiten. Alkohol und Impotenz stehen hier in direkter Verbindung.

Alkohol und Hormonhaushalt: Auswirkung auf Testosteron und Östrogen

Dauerhafter Alkoholmissbrauch führt dazu, dass die Testosteronproduktion in den Hoden heruntergefahren wird. Es kommt zum Testosteronmangel. Testosteron jedoch spielt für die Erektionsfähigkeit des Gliedes eine entscheidende Rolle. Es unterstützt nämlich die sogenannte Relaxationsfähigkeit (Entspannung) der Penisschwellkörper, wodurch ein erhöhter Bluteinstrom in den Penis überhaupt erst möglich wird.

Testosteronmangel hat neben anderen körperlichen Folgen aber auch ein deutlich reduziertes sexuelles Verlangen zur Folge. All dies wirkt sich negativ auf die Psyche des Mannes aus und verschärft damit das Problem noch weiter.

Östrogen ist das wichtigste weibliche Sexualhormon, das aber auch im Körper des Mannes und sogar im Sperma vorkommt. Weil Alkohol die Koordination zwischen zentralem Nervensystem und Hormonsystem stört, kommt es neben dem Testosteronmangel zu einem Überschuss an Östrogen. Ein solcher Überschuss wird normalerweise problemlos durch die Leber abgebaut. Bei dauerhaftem Alkoholmissbrauch ist dies aber nicht mehr möglich, da auch die Leber angegriffen wird und nur noch eingeschränkt funktioniert. Alkohol und Impotenz stehen so in indirektem Zusammenhang im Sinne der Ursachen von Impotenz.

Impotenz durch Alkohol und Prolaktin

Schließlich fördert permanenter Alkoholkonsum die Produktion von Prolaktin, eines Geschlechtshormons, das bei stillenden Müttern die Milchbildung anregt.

Eine Ursache von Impotenz kann hierbei entstehen. Denn beim Mann bewirkt bzw. verstärkt Prolaktin die in den Penisschwellkörpern vorherrschende, erektionshemmende Dauerspannung der Muskulatur und unterdrückt gleichzeitig die für eine Entspannung erforderlichen Reflexe.

Rauchen als Ursache von Impotenz

Wer viel raucht schädigt dadurch lebenswichtige Blutgefäße. Ein deutliches Warnsignal für größere Schädigungen, welche durch Rauchen verursacht werden sind Potenzprobleme bzw. Impotenz.

Die Erektion ist ein äußerst sensibler Biomechanismus. Der Penis reagiert oft lange vor anderen Organsystemen auf Störungen körperlich-organischer oder psychischer Art.

Zu den wichtigsten Ursachen der erektilen Dysfunktion gehört neben vielen anderen auch das gewohnheitsmäßige Rauchen.

Das Nervengift Nikotin fördert die Ausschüttung der Hormone bzw. Neurotransmitter Dopamin, Serotonin und Noradrenalin, die umgangssprachlich auch als Glückshormone bezeichnet werden. Neben einem typischen Wohlgefühl (Anregung, Vitalisierung) das eine Art Belohnungseffekt des Rauchens darstellt, bewirkt Nikotin aber auch eine Verengung der Blutgefäße und damit auf Dauer eine mangelnde Sauerstoffversorgung verschiedenster Organsysteme. Auch hierdurch wird Rauchen zur Impotenz Ursache.

Impotenz durch Radfahren

Radfahren als Ursache von Impotenz ist eher selten, aber unter Umständen durchaus möglich. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn die Hoden und der Penis während des Radfahrens gequetscht oder überhitzt werden.

Tatsächlich ist es so, dass häufiges Radfahren bei Männern eine körperlich bedingte Impotenz nach sich ziehen kann. Abgesehen von Hodenverletzungen durch Unfälle betrifft dies aber fast ausschließlich Radsportprofis und ausgesprochen aktive Amateure mit einer wöchentlichen Fahrleistung von circa 400 km, wenn diese über mehrere Jahre konstant bleibt.

Hauptproblem ist dabei meist ein ungeeigneter, schmaler und harter Fahrradsattel. Dieser kann zu Durchblutungsstörungen des Penis und der Hoden führen indem er wichtige, die Genitalien mit Blut versorgende Gefäße im Bereich des Dammes zusammenpresst, oder gar schädigt. Diese Blutgefäße sind für eine gesunde, stabile Erektion des Gliedes erforderlich.

Zum anderen kann es bei andauernd mangelhafter Blutversorgung des Penis zu Fettablagerungen in den Zellen der Schwellkörper kommen. Dadurch können diese weniger Blut aufnehmen, was langfristig zu Erektionsstörungen führt.

Verletzungen beim Radfahren als Impotenz Ursache

Impotenz und Radfahren können noch auf eine ganz andere Weise in Zusammenhang stehen, dann nämlich, wenn es zu Schädigungen oder Verletzungen der Hoden beim Radfahren kommt.

Hodenverletzungen (Schlag, Stoß, Quetschung) sind extrem schmerzhafte Erlebnisse, die zu bleibender Impotenz führen können. Bei einigen Fahrradmodellen kommt es immer wieder zu Verletzungen der Hoden durch Quetschung auf der Fahrradstange. Dem kann vorgebeugt werden, indem die Stange gepolstert wird oder – vor allem bei Kindern, die noch nicht sicher fahren können – ganz auf Modelle verzichtet, bei denen eine hoch liegende Fahrradstange zu Hodenverletzungen führen kann.


Quellen:

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Letzte Aktualisierung: 15.12.2015

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