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Penisverkrümmung (Penisdeviation)

Eine Penisverkrümmung (auch: Penisdeviation) bezeichnet eine Verformung des Penis in eine bestimmte Richtung. Sie ist entweder angeboren oder im Laufe des Lebens erworben. Statistisch ist 1 von 1.000 Männern von einem krummen Penis betroffen, wobei Experten von einer hohen Dunkelziffer ausgehen. Vorwiegend findet sich die Penisverkrümmung bei Männern im Alter zwischen 45 und 65 Jahren. In dieser Altersgruppe sind rund 3 % der Männer betroffen. Die genauen Ursachen sind nicht abschließend geklärt. Um ein krummes Glied zu behandeln, kommen Medikamente oder eine Operation infrage.

Welche Arten der Penisverkrümmung gibt es?

Die angeborene und erworbene Verkrümmung des Penis unterscheiden sich in ihrem Erscheinungsbild. Bei der angeborenen Penisverkrümmung (medizinisch: kongenitale Penisdeviation) ist der Penis in vielen Fällen nach unten gekrümmt, im erigierten Zustand krümmt er sich nach vorne. In der Regel sind Patienten mit angeborener Penisdeviation schmerzfrei und beim Wasserlassen nicht beeinträchtigt. Dennoch nimmt manch Betroffener das krumme Glied als große Normabweichung wahr, was zu psychischen Problemen führen kann. Der Leidensdruck ist größer, wenn sexuelle Probleme wie eine Erektionsstörung (Impotenz) hinzukommen.

Dagegen ist der Penis bei erworbener Penisdeviation (auch: Peyronie-Krankheit; medizinisch: Induratio penis plastica) häufig nach oben, in manchen Fällen zur Seite sowie vereinzelt nach oben und seitlich gekrümmt. Auf der Oberseite (selten an der Unterseite) sind bei vielen Betroffenen knotenartige Verhärtungen (Plaques) zu spüren. Diese verhärteten Stellen sind 1 bis 3 Zentimeter groß und können sich im Laufe der Zeit auf dem ganzen Schaft ausbreiten.

Befinden sie sich zwischen Eichel und Penisschaft, besteht die Gefahr, dass sie diesen Bereich einschnüren und im schlimmsten Fall Nerven und Gefäße beschädigen. Dies macht sich durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl der Eichel und Erektionsproblemen bemerkbar. Bei einer Erektion und beim Geschlechtsverkehr kann es zu Schmerzen kommen.

Welche Ursachen hat eine Penisverkrümmung?

Die angeborene Penisverkrümmung hat genetische Ursachen und geht bei vielen Betroffenen mit anderen Erkrankungen des männlichen Geschlechtsorgans einher. Hierzu gehören Fehlbildungen der Harnröhre wie eine zu tief liegende Harnröhrenöffnung (Hypospadie), eine ballonartig verformte Harnröhre (Megalourethra) oder eine zweite Harnröhrenöffnung am Penisschaft (Epispadie).

Die Ursachen für eine erworbene Penisverkrümmung sind noch nicht geklärt. Eine Theorie ist, dass die knotigen Stellen im Bindegewebe das Gewebe im betroffenen Bereich schrumpfen lassen. Dadurch kann sich die Erektion nicht gleichmäßig ausbreiten und der Penis krümmt sich auf eine (die erkrankte) Seite.

Warum diese knotigen Stellen entstehen, ist nicht bekannt. Möglicherweise sind sie die Folge kleiner Verletzungen des Penis beim Geschlechtsverkehr und dem daraus entstehenden Narbengewebe. Oder es liegt eine (noch) nicht entdeckte Krankheit vor wie beispielsweise die Dupuytren-Krankheit oder eine Störung des Stoffwechsels. Zudem gibt es Hinweise auf ein erhöhtes Erkrankungsrisiko bei Diabetikern.

Experten zufolge gibt es weitere mögliche Risikofaktoren für einen verkrümmten Penis: ein höheres Lebensalter, Alkohol- und Nikotinkonsum, Bluthochdruck, heftiger Geschlechtsverkehr, die Einnahme bestimmter Medikamente mit Penisverkrümmung als Nebenwirkung und Priapismus (Dauererektion) mit Penisdeviation als Spätfolge.

Wie erfolgt die Diagnose einer Penisdeviation?

Bei Veränderungen des Penis und/oder Schmerzen im männlichen Genitalbereich ist der Urologe der richtige medizinische Ansprechpartner. Damit er die richtige Diagnose stellen kann, befragt er den Patienten zu den beobachteten Veränderungen, seit wann diese bestehen und ob sie sich im Laufe der Zeit verstärkt haben. Außerdem fragt er, ob sie mit Schmerzen einhergehen und ob sie einen Einfluss auf die Erektion beziehungsweise den Geschlechtsverkehr haben. Auch wenn diese Fragen unangenehm sind, sind wahrheitsgemäße Antworten für die Diagnostik und eine erfolgreiche Behandlung wichtig.

Anschließend folgt eine körperliche Untersuchung des Penis im nicht-erigierten Zustand. Diese besteht in einem Abtasten des leicht gestreckten Glieds. Üblich ist eine Kontrolle per Ultraschall, die tiefer gelegene Verhärtungen, mögliche Verkalkungen oder eine dickere Schwellkörperhülle nachweisen kann.

Da sich die Penisverkrümmung am besten im erigierten Zustand zeigt, soll der Patient seinen Penis während einer Erektion (ideal: von oben, von vorne und der Seite) fotografieren. Dies sollte regelmäßig wiederholt werden, um den Krankheitsverlauf festzustellen und einen möglichen Erfolg oder Misserfolg der Behandlung zu sehen.

Zur Kontrolle des Blutflusses im Penis ist eine Doppler-Ultraschall-Untersuchung des erigierten Penis erforderlich. Sie findet in der Arztpraxis statt, wo der Patient spezielle Arzneimittel erhält, die eine Erektion auslösen. Im Rahmen dieser Untersuchung ist eine genaue Beurteilung der Penisverkrümmung, des Blutflusses und möglicher Durchblutungsstörungen sowie das Entdecken einer erektilen Dysfunktion möglich. Darüber hinaus kann der Arzt durch Röntgen-, Magnetresonanz- oder Computertomografie-Untersuchungen weitere wichtige Informationen gewinnen.

Wie verläuft die Erkrankung?

Die meisten Patienten haben zunächst eine leichte Penisdeviation. Diese kann sich im Laufe der Zeit verstärken und Schmerzen während der Erektion zur Folge haben. Manchmal bildet sich eine Penisverkrümmung von selbst zurück, dies gilt in der Regel nicht für eine angeborene Penisverkrümmung. Sie verändert sich üblicherweise nicht, die Krümmung verstärkt sich auch nicht im Laufe der Zeit, wie es bei der erworbenen Penisverkrümmung der Fall sein kann.

Wichtig ist, dass Patienten frühzeitig einen Facharzt konsultieren. Dieser kann je nach emotionaler Belastung des Patienten direkt mit der Behandlung des verkrümmten Glieds beginnen. Zudem kann er im Falle einer begleitenden Depression oder anderer psychischer Probleme psychotherapeutische Maßnahmen veranlassen.

Wie wird eine Penisverkrümmung behandelt?

Auf keinen Fall sollten Patienten versuchen, ihren Penis gewaltsam herumzubiegen! Es drohen ernste Verletzungen. Stattdessen ist bei der Feststellung einer Deviation so bald wie möglich ein Urologe aufzusuchen, der abhängig von der Diagnose die idealen Behandlungsmethoden empfiehlt.

Bei einer angeborenen Penisverkrümmung hilft nur eine Operation. Ein chirurgischer Eingriff ist zu empfehlen, wenn die Penisverkrümmung den Geschlechtsverkehr stark beeinträchtigt oder der Betroffene massiv unter der Optik seines Glieds leidet. Wie bei jeder Operation kann es auch hier zu Komplikationen wie Schmerzen, Entzündungen, Blutungen und Narben sowie Gefühlsstörungen kommen. In mehr als 10 Prozent der Fälle treten nach einem chirurgischen Eingriff Erektionsstörungen auf.

Für die Behandlung einer erworbenen Penisverkrümmung gibt es verschiedene Behandlungsoptionen, von denen die medikamentöse Therapie die erste Methode im Anfangsstadium der Erkrankung ist. Die im Zuge dieser Behandlung verabreichten Arzneimittel sollen verhindern, dass sich knotige Verhärtungen bilden oder vergrößern. Der einzige in Deutschland zugelassene Wirkstoff zur Behandlung einer Penisverkrümmung ist Kaliumaminobenzoat, das als Kapsel oder wasserlösliches Pulver erhältlich ist. Es werden zudem verschiedene Präparate wie Salben, Gels oder Cremes auf Kräuterbasis angeboten, deren Wirksamkeit allerdings nicht belegt ist.

Alternativ bietet sich eine Injektionstherapie an, bei der der Arzt einen Wirkstoff direkt in die verhärteten Stellen am Penis injiziert. Typische Wirkstoffe hierfür sind Kalziumkanalblocker, Interferon Alpha, Kortison und Verapamil. Viele Patienten empfinden vor allem die mehrmalige Anwendung der Injektionstherapie, die mit Blutungen, Schwellungen und Schmerzen einhergehen kann, als unangenehm.

Insbesondere in einem frühen Stadium der Penisdeviation und zum Verringern der Schmerzen bietet sich eine extrakorporale Stoßwellentherapie an. Während die schmerzlindernde Wirkung gut belegt ist, ist der Effekt auf die Penisverkrümmung jedoch umstritten.

Wenn die Erkrankung nicht weiter fortschreitet, ist das Anwenden einer Penispumpe oder eines Penisstreckers möglich. Diese(r) soll durch Vergrößern des Gewebes das Gewebewachstum fördern und die Deviation abmildern. Nachteil: Die Hilfsmittel sind mehrere Stunden täglich über mehr als 6 Monate lang anzuwenden. Trotz dieser langen Zeit lässt sich der Nutzen kaum nachweisen.

Führen alle anderen Behandlungen nicht zum Erfolg, besteht als letzte Option das chirurgische Begradigen der Penisverkrümmung. Vorausgesetzt, der Patient befindet sich in einer stabilen Erkrankungsphase und es ist nicht zu erwarten, dass sich die Penisverkrümmung weiter verschlimmert. Je nach Stärke der Penisverkrümmung gibt es unterschiedliche OP-Methoden. Patienten, die an einer Penisverkrümmung und massiven Erektionsstörungen leiden, haben die Wahl, sich eine Penisprothese implantieren zu lassen.

Quellen:

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