Live Chat 030 5683 73070
Das Patientenservice Team ist jetzt erreichbar: Mo-Fr 9:00 - 18:30
  • 100% DiskretionVertrauliche Beratung & neutrale Verpackung
  • Original Markenmedikamentevon unserer in der EU registrierten Apotheke
  • Keine versteckten GebührenAlle Preise enthalten Lieferung
  • Expressversand24 Stunden Versand

Erektile Dysfunktion (Impotenz) durch Diabetes mellitus

Diabetes mellitus ("Zuckerkrankheit") kann verschiedene Folgeerkrankungen verursachen. Zu den häufigsten Folgeerkrankungen von Diabetes gehört die erektile Dysfunktion ("Impotenz"). Etwa jeder zweite Diabetiker entwickelt in den ersten 10 Jahren der Diabetes eine Potenzstörung. Im Vergleich zu Männern ohne Diabetes sind Männer mit Diabetes etwa 2 bis 3 Mal häufiger von Potenzproblemen betroffen. Dies kann verschiedene Ursachen haben.

Der Zusammenhang zwischen Diabetes und Impotenz

Eine Ursache für Impotenz bei Diabetikern kann in den hohen Blutzuckerwerten selbst liegen. Ist der Blutzuckerspiegel über einen längeren Zeitraum zu hoch, können Ablagerungen in den Gefäßen entstehen. Diese beeinträchtigen die Durchblutung und die Empfindlichkeit des Penis und schädigen Nerven und Gefäße. Diabetiker leiden häufig unter Bluthochdruck und erhöhten Blutfettwerten, welche ebenfalls die Blutgefäße schädigen und Erektionsstörungen hervorrufen können.

Diabetes führt bei vielen Männern zu einer verringerten Testosteronproduktion. Durch den Mangel des männlichen Geschlechtshormons können Potenzprobleme auftreten. Einige Medikamente, die von Diabetikern häufig eingenommen werden, verringern die Erektionsfähigkeit. Hierzu gehören zum Beispiel bestimmte Arzneimittel gegen Bluthochdruck.

Oft spielen psychische Faktoren eine Rolle. Die Diagnose Diabetes bedeutet für viele Betroffene eine große psychische Belastung. Anhaltende psychische Belastungen können zu Erektionsstörungen führen. Vor allem, wenn die Potenzprobleme relativ plötzlich auftreten, gleichzeitig aber nächtliche Erektionen im Schlaf möglich sind, spielen psychische Faktoren wahrscheinlich eine große Rolle.

Es ist wahrscheinlich, dass Erektionsstörungen bei Diabetikern nicht nur auf eine einzige der genannten Ursachen zurückzuführen sind, sondern aus einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren entstehen. Ob und wie schnell sich eine erektile Dysfunktion bei Diabetikern ausbildet, hängt zudem von verschiedenen Faktoren ab:

  • Alter
  • Erkrankungsdauer (Diabetes)
  • Blutzuckerwerte
  • andere gesundheitliche Beeinträchtigungen (Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit)
  • Medikamenteneinnahme

Diagnostik von Impotenz bei einem Diabetiker

Um eine erektile Dysfunktion zu diagnostizieren, führt der Arzt eine umfassende Anamnese durch. In einem ausführlichen Gespräch fragt er nach den konkreten Problemen und Lebensumständen. Mithilfe einer Blutuntersuchung kann er überprüfen, ob und wenn ja, welche organischen Ursachen für die Erektionsstörungen vorliegen.

Die Blutwerte geben beispielsweise Aufschluss über den Testosteronspiegel, die Schilddrüsenfunktion oder mögliche Fettstoffwechselstörungen. Im Einzelfall können noch weitere Untersuchungen wie zum Beispiel ein Schwellkörpertest angeordnet werden. Die Ergebnisse zeigen, ob die Erektionsprobleme Folge der Diabetes-Erkrankung sind und welche Ursachen es für sie gibt. Mit diesem Wissen entscheidet der Arzt, welche Behandlung für den Betroffenen geeignet ist.

Impotenz kann ein Anzeichen für eine andere Erkrankung sein

Ob mit oder ohne Diabetes, es gibt bei allen Männern Situationen, in denen sie keine Erektion bekommen, obwohl sie es möchten. Doch erst wenn die Erektionsstörung längerfristig besteht und deshalb kein Geschlechtsverkehr möglich ist, sprechen Mediziner von einer erektilen Dysfunktion.

Um abzuklären, ob es sich bei den Potenzproblemen um eine solche erektile Dysfunktion handelt, ist es wichtig, ärztliche Hilfe aufzusuchen. Diabetiker können dieses Problem mit ihrem Hausarzt, ihrem Diabetologen oder einem Urologen besprechen. Für Betroffene ist es zwar oft unangenehm, jedoch sind sie nicht alleine mit dieser Problematik und können sich ohne Scham oder Schuldgefühle an den Arzt ihres Vertrauens wenden.

Es gibt noch einen anderen Grund, als Diabetiker den Arzt über Potenzprobleme zu informieren. Diese können ein Frühsymptom für bislang nicht entdeckte Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein. Dies ist insbesondere für Diabetiker wichtig, da sie nicht selten an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden, die jedoch (noch) keine Symptome zeigen. Umso wichtiger ist eine sorgfältige Diagnostik, um solche Begleit- oder Folgeerkrankungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Behandlung von einer diabetes-bedingten Erektionsstörung

Liegt eine diabetes-bedingte erektile Dysfunktion vor, so darf nicht nur die Potenz allein behandelt werden. Gerade Potenzmittel helfen zwar bei Potenzproblemen, die mit

Je nach Ursache der erektilen Dysfunktion bei Diabetikern sind verschiedene Behandlungsmethoden zu empfehlen. Diabetiker mit Testosteronmangel können mit einer Hormontherapie behandelt werden. Bei dieser Therapie - und allen anderen medikamentösen Behandlungen - ist zu beachten, dass Patienten nicht eigenmächtig handeln und verordnete Medikamente absetzen oder zusätzliche Medikamente ohne Absprache mit dem Arzt einnehmen sollen.

Vor allem bei Diabetikern ist es wichtig, dass sämtliche Arzneimittel aufeinander abgestimmt sind, um das Risiko für mögliche Wechselwirkungen zu minimieren. Dies gilt auch für den Fall, dass die Potenzprobleme eine Nebenwirkung von eingenommenen Medikamenten sind. Oft hilft hier die Umstellung auf ein anderes Präparat, um die Potenzprobleme erfolgreich zu behandeln.

Eine weit verbreitete Behandlungsmethode bei erektiler Dysfunktion sind sogenannte Potenzmittel wie Viagra, Cialis, Spedra oder andere PDE-5-Hemmer. Der darin enthaltene Wirkstoff führt dazu, dass mehr Blut in die Schwellkörper des Penis fließt und so die Erektionsfähigkeit gesteigert wird. Voraussetzung hierfür ist sexuelle Erregung. Diese Medikamente können mit verschiedenen Nebenwirkungen einhergehen. Deshalb ist es wichtig, dass sich Betroffene vor der Einnahme detailliert beraten lassen und die Einnahme unter regelmäßiger ärztlicher Kontrolle erfolgt.

potenzmittel medikamente

Ein weiterer Behandlungsansatz stellt die Schwellkörper-Autoinjektionstechnik (SKAT) dar. Bei diesem Verfahren wird ein Medikament zur Gefäßerweiterung direkt in den Schwellkörper des Penis gespritzt. Ähnlich ist das MUSE-Verfahren, bei dem eine Tablette in die Harnröhre eingeführt wird, die einen erhöhten Blutfluss bewirkt.

Alternativ können Erektionsstörungen mit mechanischen Hilfsmitteln wie einer Vakuumpumpe behandelt werden. Wenn alle anderen Behandlungsmethoden versagen, gibt es die Möglichkeit einer operativen Behandlung zum Beispiel in Form einer Penisprothese oder Schwellkörperimplantaten.

Können Diabetiker Impotenz vorbeugen?

Unabhängig von den verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten können Diabetiker ihren Lebensstil ändern, um das Risiko für Erektionsprobleme zu reduzieren. Dazu gehören vor allem langfristig stabile und optimale Blutzuckerwerte. Darüber hinaus sollten Diabetiker:

  • auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung achten
  • auf Alkohol und Nikotin verzichten
  • für ausreichend Bewegung sorgen
  • mögliches Übergewicht reduzieren
  • Stress vermeiden.

Mit einem gesunden Lebensstil einer Impotenz vorzubeugen, ist für Diabetiker besonders wichtig. Sexuelle Probleme können zu Frustration führen, wegen der Betroffene ihre Diabetes-Behandlung vernachlässigen, was sich nicht nur gravierend auf die Sexualität, sondern auch auf andere Lebensbereiche auswirken kann.


Quellen:

  1. Diabetes und Sex. Wort & Bild Verlag. URL: diabetes-ratgeber.net
  2. Statine gegen Potenzprobleme bei Diabetes? Helmholtz Zentrum München. URL: diabetesinformationsdienst-muenchen.de
  3. Zucker macht Männer impotent. Ärztekommer für OÖ. URL: gesund-in-ooe.at
  4. KV-Gesundheitsratgeber: Potenzprobleme bei Diabetes mellitus. Kassenärztliche Vereinigung Berlin. URL: kvberlin.de
  5. New treatment options for erectile dysfunction in patients with diabetes mellitus. Basu A, et al (2004). URL: ncbi.nlm.nih.gov

Aktualisiert am: 19.01.2017

Arzneimittel auswählen
Medizinischen Fragebogen ausfüllen
Der Arzt stellt Ihr Rezept aus
Apotheke versendet Ihr Medikament