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Wirkstoff Eflornithin

Eflornithin ist ein Wirkstoff, der zur Behandlung von Hirsutismus (unverwünschtem Haarwuchs) bei Frauen eingesetzt wird. Aktuell ist das verschreibungspflichtige Eflornithin ausschließlich in der Creme Vaniqa enthalten und dient der äußerlichen Anwendung auf der Haut während der etwa sechsmonatigen anhaltenden Behandlung von Hirsutismus.

Grundsätzlich ist dieser Wirkstoff in Deutschland verschreibungspflichtig. Schließlich kann eine übermäßige, lokale Behandlung auch ein Symptom schwerer Grunderkrankungen (beispielsweise androgenes produzierendes Neoplasma, polyzystisches Ovarialsyndrom) sein. Entsprechend ist eine ärztliche Abklärung der Ursachen zum Wohle der Gesundheit in jedem Fall sinnvoll.

Wirkungsweise von Eflornithin

Bei Eflornithin handelt es sich um einen Hemmstoff des Enzyms Ornithin-Decarboxylase. Dieses katalysiert die Umwandlung von Ornithin in Polyamine, wie beispielsweise Putrescin.

wirkung von eflornithin bei hirsutismus

Diese Stoffe regulieren die Zelldifferenzierung als auch das Zellwachstum im Haarfollikel. Aufgrund dessen erfolgt eine verlangsamte Bildung neuer Haare. Das Besondere dieser direkten Wirkung liegt darin, dass Eflornithin nicht direkt in den körpereigenen Hormonhaushalt eingreift.

In elf klinischen Studien wurde die Wirkung Eflornithins mithilfe von 1.800 Testpersonen überprüft. Nach einer Behandlungsdauer von circa sechs Monaten reduzierte sich die Gesichtsbehaarung bei 73 Prozent aller Frauen. Zudem steigert Eflornithin die Effektivität der Lasertherapie um circa 30 Prozent.

Es gilt zu beachten, dass Eflornithin nicht als Enthaarungscreme angewendet werden kann, da es das Wachstum verlangsamt. Zusätzliche, herkömmliche Methoden zur Entfernung der Haare sind weiterhin notwendig. Vaniqa vergrößert jedoch die Abstände zwischen den Haarentfernungen.

Dosierung und Anwendung von Eflornithin

Eflornithin wird zweimal täglich auf betroffene Hautpartien aufgetragen und einmassiert. Für mindestens vier Stunden darf die entsprechende Stelle danach nicht gereinigt werden. Zwischen der Anwendung ist ein Mindestabstand von acht Stunden einzuhalten. Das Auftragen ist ausschließlich für Gesicht oder unterhalb des Kinns möglich.

In Einzelfällen ist es empfehlenswert, eine zusätzliche, mechanische Methode zur Haarentfernung anzuwenden. Auszupfen oder Rasieren eignet sich als Kombinationsmöglichkeit. Hier sollte das Auftragen des Wirkstoffes Eflornithin in einem zeitlichen Abstand von mindestens fünf Minuten erfolgen.

Während der ersten acht Wochen kann häufig bereits eine erste Verbesserung des Zustandes notiert werden. Im Rahmen einer Dauerbehandlung kann ein dauerhafter Therapieerfolg erzielt werden.

Sollten innerhalb der ersten vier Monate keine Anzeichen einer Verbesserung zu erkennen sein, sollte mit dem Arzt über die Sinnhaftigkeit der Forführung der Therapie besprochen werden.

Überdosierung Eflornithins bei therapeutischen Gaben

Als monatliche Maximaldosis wird 30 Gramm des Wirkstoffs angegeben. Grundsätzlich liegt die Aufnahme des Wirkstoffs über die Haut (kutane Penetration) von Eflornithin bei maximal 1 %, wenn die Behandlung von lokal verstärktem Haarwuchs rein äußerlicher Art ist.

Entsprechend ist eine Überdosierung nicht wahrscheinlich, kann jedoch auftreten, wenn der Wirkstoff in hohen Dosierungen eingesetzt wird oder versehentlich oral eingenommen wurde.

Vielmehr kann eine Überdosierung bei der therapeutischen, intravenösen Anwendung auftreten. Dies ist beispielsweise bei der Behandlung der Schlafkrankheit (Trypanosomiasis) der Fall.

Typische Anzeichen einer Überdosierung sind gastrointestinale Störungen, Schwellungen im Gesicht, Haarverlust und Kopfschmerzen. Sobald eines oder mehrere dieser Symptome auftreten, ist eine Anwendung von Eflornithin abzubrechen.

Eflornithin zur Behandlung der Schlafkrankheit

Neben dem dermatologischen Einsatzgebiet kann der Wirkstoff Eflornithin außerdem zur Behandlung von Schlafkrankheit eingesetzt werden. Hierbei wird die Substanz jedoch nicht in Form einer Creme aufgetragen sondern intravenösen verabreicht.

Neben- und Wechselwirkungen von Eflornithin

Nebenwirkungen bei der Behandlung mit Eflornithin treten zumeist in Form von Hautreizungen auf. In den moisten Fällen handelt es sich hierbei um schwache Ausprägungen, die ohne zusätzliche medizinische Maßnahmen oder dem Absetzten des Wirkstoffs wieder abklangen. Bestehen Nebenwirkungen jedoch länger oder werden diese schmerzhaft, sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählt eine leichte Akne. Des Weiteren traten auf der Haut oder im Unterhautzellgewebe im Rahmen klinischer Studien häufig folgende Nebenwirkungen auf: Erythem, Hautausschlag, Brennen, Alopezie, Kribbeln oder Stechen.

Dabei gilt zu beachten, dass die meisten Hautreizungen vor allem dann auftreten, wenn die zu behandelnde Hautpartie sehr rissig und/oder trocken ist. Bei andauernden Hautreizungen ist die entsprechende Behandlung abzubrechen und ein Arzt zu konsultieren.

Gelegentlich beobachteten Patienten Cheilitis, Gesichtsödeme, eingewachsene Haare, Furunkulose, (Kontakt-)Dermatitis, papulöser Ausschlag, Herpes simplex, Taubheitsgefühl in den Lippen, Haarschaftanomalie, Hautrötung, abnormes Haarwachstum oder Empfindlichkeit der Haut.

Zu seltenen Nebenwirkungen zählen makulopapulöser und/oder vesikulobullöser Ausschlag, Hautneoplasien, Hautstörungen, Rosacea, seborrhoische Dermatitis oder ein Spannen der Haut.

Häufige Nebenwirkungen Gelegentliche Nebenwirkungen Seltene Nebenwirkungen
Brennen, Stechen, Kribbeln Ekzeme Spannen der Haut
trockene Haut Herpes simplex Hautneoplasien
leichte Akne eingewachsene Haare makulopapulöser Ausschlag
Hautausschlag Empfindlichkeit der Haut seborrhoische Dermatitis
Hautreizung Gesichtsödeme Rosacea

Wechselwirkungen

Bis dato liegen keine Ergebnisse von Studie zu Wechselwirkungen des Wirkstoffe Eflornithin vor. Trotzdem sollte der behandelnde Arzt von anderen Arzneimitteln informiert werden, die gleichzeitig eingenommen oder aufgetragen werden.

Gegenanzeigen (Kontraindikationen) von Eflornithin

Besteht eine Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Eflornithin, darf dieser nicht angewendet werden. Treten während der Behandlung mit der Substanz unerwünschte Hautreaktionen auf, sollte ein Arzt bezüglich der Verträglichkeit und Fortführung der Therapie konsultiert werden.

Bei Frauen mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion sollte der Wirkstoff Eflornithin mit Bedacht beziehungsweise überhaupt nicht eingesetzt werden. Bei dieser Zielgruppe ist die Wirksamkeit beziehungsweise Unbedenklichkeit des Wirkstoffes nicht nachgewiesen.

Während der Stillzeit ist auf die Anwendung von Eflornithin zu verzichten. Bis dato ist nicht geklärt, ob der Wirkstoff über die Muttermilch an das Kind weitergegeben werden kann.

Darüber hinaus sollten Frauen, die eine Schwangerschaft planen oder bereits schwanger sind, eine Behandlung mit Eflornithin vermeiden. Aktuell gibt es keine transparenten und fundierten Daten darüber, inwiefern der Wirkstoff die werdende Mutter oder den Fetus beeinflussen kann.


Quellen:

  1. Hirsutismus: Eflornithin-Creme zur Enthaarungs-Therapie, Bundesärztekammer (Arbeitsgemeinschaft der deutschen Ärztekammern) und Kassenärztliche Bundesvereinigung. URL: aerzteblatt.de
  2. Zusammenfassung der Merkmale der Arzneimittels Vaniqa European Medicines Agency. URL: ema.europa.eu
  3. Eflornithin, Vaniqa® Creme Govi-Verlag Pharmazeutischer Verlag GmbH. URL: pharmazeutische-zeitung.de
  4. Wirksame Hilfe bei Damenbart Jameda GmbH. URL: jameda.de
  5. Vaniqa 11,5%-Creme, DACON GmbH. URL: pharmazie.com

Veröffentlicht am: 03.04.2016

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