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Damenbart: Ursachen & Behandlung

Der Damenbart ist ein weit verbreitetes Problem. Obwohl die Härchen auf der Oberlippe nicht weiter gesundheitsgefährdend sind, stellen sie für viele Frauen aus kosmetischen Gründen eine Belastung dar. Gynäkologen, Dermatologen und Endokrinologen können im Rahmen der Diagnose beteiligt sein. Nachfolgend sind häufige Ursachen und oftmals lebenslänglich durchzuführende Behandlungsmethoden der weiblichen Gesichtsbehaarung aufgeführt.

Definition: Was ist ein Damenbart?

Von Natur aus ist der Mensch mit einer Körperbehaarung ausgestattet. Bereits im Kindesalter ist ein seidiger, dichter Flaum auf der Körperoberfläche zu beobachten. Während der Pubertät wachsen die Haare intensiver. Zudem entwickelt sich die Sexualbehaarung im Bereich der Intimregion als auch der Achseln. Bei jungen Männern setzt zudem der Bartwuchs ein. Weitere typische Stellen für männlichen Haarwuchs sind Brust, Rücken, Beine und Bauch.

Androgene, männliche Geschlechtshormone, steuern diesen geschlechtsspezifischen Haarwuchs. Testosteron ist eines der bekanntesten und am häufigsten auftretende Androgene. In geringen Mengen produziert auch der weibliche Körper männliche Geschlechtshormone. Sobald Frauen eine sehr starke Behaarung nach männlichem Muster aufweisen, sprechen Ärzte von Hirsutismus. Hierzu zählt beispielsweise der Damenbart.

Ursachen eines Damenbarts

Die Hauptursache eines Damenbartes ist genetisch zu begründen. Studien belegten, dass die Haarwurzeln von betroffenen Patientinnen extrem sensibel auf Androgene reagierten. Darüber hinaus können drei weitere Faktoren für eine akute männliche Körperbehaarung ausschlaggebend sein.

Auslöser eines Damenbarts

Während der Wechseljahre sinkt der weibliche Hormonspiegel, der Anteil männlicher Geschlechtshormone nimmt zu. Ebenso ist es möglich, dass sogenannte Androgen-Vorstufen verstärkt in einsatzbereite Hormone umgewandelt werden. Weiterhin können Androgen produzierende Tumore eine vermehrte Androgenbildung in den weiblichen Nebennieren beziehungsweise Eierstöcken auslösen. Letzteres ist bekannt als Polyzystisches Ovarsyndrom (PCOS). Rund fünf bis zehn Prozent aller Frauen im geschlechtsreifen Alter weisen dieses auf. Der Beginn von PCOS liegt oftmals zwischen dem 15. und 25. Lebensjahr.

Neue Studienergebnisse belegen, dass Störungen des Androgen-Stoffwechsels in 82 Prozent aller Fälle aufgrund eines PCOS entstehen. Andere Auslöser wie beispielsweise androgenproduzierende Tumore (0,2 Prozent) oder HAIR-AN-Syndrom (3,1 Prozent) spielen hierbei eine untergeordnete Rolle. Die plötzliche Ausbildung von langen Lanugohaaren am gesamten Körper beziehungsweise im Gesicht kann als Hinweis für einen Tumor gelten.

Unabhängig davon ist es möglich, dass eine unerwünschte Arzneimittelwirkung einen Damenbart verursacht. Zu potenziellen Auslösern gehören beispielsweise Antiepileptika (Carbamazepin, Phenytoin), Androgene, Anabolika, Ciclosporin, Corticosteroide beziehungsweise Aldosteron-Antagonisten (Kalium-Canrenoat, Spironolacton).

Diagnose & Verlauf des Damenbarts

Im ersten Schritt erfolgt eine Anamnese. Der Arzt erfasst hierbei, ob es sich um einen chronischen oder akuten Verlauf handelt. Zudem ist von Interesse, ob die Frau einen regelmäßigen Monatszyklus hat und eventuell Medikamente einnimmt. Zudem bringt der Arzt in Erfahrung, welche Therapien und Diagnose im Vorfeld dieser Körperbehaarung erfolgten. Mithilfe eines modifizierten Scores (Ferriman Gallwey Score) erfolgt die Quantifizierung als auch eine klinische Beurteilung des Ausmaßes der unerwünschten Gesichtsbehaarung.

Ferriman-Gallway Messung bei übermäßiger Behaarung

Für eine endokrinologische Klärung folgt zudem die Erstellung einer basalen Temperaturkurve. Zusätzlich ist eine Progesteronmessung zwischen dem 20. und 24. Tag des aktuellen Zyklus durchzuführen. Auf diese Weise kann ein anovulatorischer Zyklus ausgeschlossen werden. Abschließend bestimmt der Mediziner DHEA (Dehydroepiandrosteron) und Testosteronspiegel. Letzteres dient der Klärung, ob es sich eventuell um eine adrenale oder ovarielle Störung handelt.

Im Fall einer endokrinologischen Erkrankung ist die Behandlung des Dermatologen in Kooperation mit einem Gynäkologen beziehungsweise Endokrinologen durchzuführen. Unabhängig vom jeweiligen Verlauf der Beschwerden, empfinden Frauen es häufig als sehr unangenehm, wenn dunkle, dicke Haar plötzlich im Bereich des Gesichts anfangen, zu sprießen. Nicht zu unterschätzen ist die damit einhergehende psychische Belastung.

Behandlungsmöglichkeiten vom Damenbart

Diagnostiziert der behandelnde Arzt ein PCOS, stehen verschiedene Behandlungsmethoden zur Verfügung. Beispielsweise unterdrücken kombinierte, orale Kontrazeptiva den Eisprung und damit auch die ovarielle Androgensekretion. Angezeigt sind in diesem Zusammenhang Arzneimittel mit antiandrogen wirksamen Bestandteilen. Hierzu gehört Dienogest, Cyproteron oder Drospirenon. Diese Kontrazeptiva wirken dem unerwünschten Haarwuchs entgegen.

Vereinzelt ist zudem die Gabe von niedrig dosierten Glucocorticoiden wie beispielsiweise Dexamethason angezeigt. Werden diese mit Spironolacton kombiniert, wird die Phase der Remission von Hirsutismus verlängert. In Deutschland ist das Medikament hierfür nicht zugelassen.

wirkung von eflornithin bei hirsutismus

Zur topischen Behandlung von Damenbart steht Eflornithin Creme (Vaniqa) seit 2006 zur Verfügung. Das Medikament hemmt das Enzym Ornithindecarboxylase. Dadurch wird das Haarwachstum stark begrenzt. Bei rund zwei Drittel aller Frauen ist nach einer acht Wochen langen Behandlungsphase eine sichtbare Verbesserung zu bemerken. Es handelt sich hierbei um eine Langzeitbehandlung, da der Haarwuchs sofort nach Nutzung von Eflornithin Creme wieder einsetzt. Dies gilt auch für andere Behandlungsalternativen auf medikamentöser oder hormoneller Basis.

Vaniqa
vaniqa
Hersteller: Shire Pharmaceuticals
Wirkstoff: Eflornithin
Darreichungsform: Creme
Anwendung: 2x täglich
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Eine symptomatische Behandlung unerwünschter Körperbehaarung kann neben topisch- und innerlich-medikamentösen Maßnahmen zudem mithilfe von chemischen (Bleichen der Haare), mechanischen (Rasur, Wachsbehandlung, Zug) und elektrischen Methoden (Licht- und Lasertechnologien) erfolgen. Auf Grundlage der Diagnose berät der behandelnde Arzt bezüglich möglicher Neben- und Wechselwirkungen beziehungsweise Gegenanzeigen einzelner Behandlungsmethoden.

Neben den medizinischen Maßnahmen kommen für Frauen vereinzelt auch natürliche Hausmittel gegen Damenbart infrage. Beispielsweise kommt Gurkenwasser und Zitronensatz zum Bleichen des Damenbarts zum Einsatz. Hierzu ist der Damenbart mehrmals täglich mit den Hausmitteln eingerieben. Nach eine Einwirkzeit von fünf Minuten sind diese mit klarem Wasser abzuspülen. Ein Vorteil dieser Variante ist es, dass sich unerwünschte Barthaare schonend und einfach aufhellen lassen. Im Gegensatz dazu ist beispielsweise die Rasur in regelmäßigen Abständen immer wieder durchzuführen.

Quellen:

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