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Fußpilz - Ursachen, Symptome und Behandlung

Fußpilz ist eine Infektion der Füße, besonders der Zehenzwischenräume und Fußsohlen und gilt als die häufigste Infektionserkrankung der Haut. Jeder dritte Erwachsene soll im Laufe seines Lebens von Fußpilz betroffen sein, wobei Personen mit fortschreitendem Alter häufiger daran erkranken können.

Definition & Symptome von Fußpilz

Fußpilz Definition

Fußpilz (Tinea pedis) ist eine häufig anzutreffende Dermatophytose (Pilzinfektion der Haut), welche vor allem bei Erwachsenen auftritt und die oberflächliche Haut der Füße beeinträchtigt. Die Prävalenz (Krankheitshäufigkeit) von Tinea pedis hat in den letzten Jahrzehnten infolge einer Erhöhung in mehreren Risikofaktoren zugenommen.

Fußpilz wird am häufigsten durch eine Infektion durch Dermatophyten hervogerufen, dennoch können auch andere Pilze zu Fußpilz führen. In klinischen Studien werden 4 verschiedene Typen von Fußpilz klassifiziert: Inter, Mokassin, vesikuläre und akute Colitis Typen

Klinische Fußpilzarten
Klinische Bezeichnung Charakteristika der Fußpilzausprägung
Interdigital Häufigster Fußpilztyp. Aufgeweichte Haut mit oder ohne Rötungen und Rissen in den Zehenzwischenräumen des 4ten oder 5ten Zehs
Mokassin Fußpilz Zweithäufigste Ausprägung. Trockene, verhornte Haut mit Schuppungen und Rissen auf der Fußsohlenoberfläche. Steht oft in Verbindung mit Handpilzen.
Blasenförmiger Fußpilz Blasenbildung auf erröteter Haut meist an der Innenseite des Fußes. Diese Fußpilzart breitet sich schnell aus und kann sehr schmerzhaft sein.
Akuter, eiternder Fußpilz Entsteht durch Verschlimmerung des interdigitalen Fußpilzes. Geprägt durch Geschwüre in den Zehenzwischenräumen. Gefahr für weitere bakterielle Infektionen.

Darüber hinaus kann ein Pilzbefall der gesamten Fußsohle, oder ein Pilzbefall des Fußrückens (schwerste Ausprägung) auftreten.

Symptome von Fußpilz

Als spezielle Form von Hautpilz, weist Fußpilz bereits im Anfangsstadium eindeutige Symptome auf. Die wichtigsten Symptome von Fußpilz sind:

  • Schuppung, kleine Risse oder Verletzungen am Fuß
  • Juckreiz, Brennen an Fußsohlen oder Zehenzwischenräume
  • Nässende Haut in den Zehenzwischenräumen
  • Bläschenbildung, Entzündungen, Rötungen

Die Symptome treten unterschiedlich stark und nicht immer in Verbindung miteinander auf. Vor allem zu Beginn der Fußpilzinfektion lässt sich eine weißliche Verfärbung der Fußhaut, sowie eine leichte Aufquellung des Fußes feststellen, als wäre er zu lange im Wasser gewesen.

Meist beginnt Fußpilz zwischen den Zehen und kann sich unter Umständen auf den gesamten Fuß ausbreiten. Darum sollten auftretende Symptome immer ernst genommen und behandelt werden.

Ursachen & Verbreitung von Fußpilz

Generelle Ursachen

Verursacht wird Fußpilz am häufigsten durch sogenannte Fadenpilze (Dermatophyten). Kommt es zum Kontakt mit dem Erreger in Verbindung mit einer feuchten und warmen Umgebung, nistet sich der Pilz in das Hornmaterial des Fußes, meistens allerdings in die Zehenzwischenräume ein.

Unterschiedliche Pilze, die bereits in oder an Ihrem Körper vorhanden sind, können Fußpilz verursachen. So können beispielsweise die Erreger einer Ringelflechte dazu führen, dass Sie an Fußpilz erkranken. Eine weitere Ursache für Fußpilz ist die Ansteckung bei anderen Menschen. Wenn Sie mit jemandem in Kontakt kommen der bereits an einer Pilzinfektion leidet, können Sie sich leicht anstecken und somit einen Fußpilz entwickeln.

Bei Personen, die an Diabetes erkrankt sind oder Durchblutungsstörungen haben ist die Wahrscheinlichkeit höher, sich mit Fußpilz zu infizieren. Besonders begünstigt wird die Fußpilzinfektion durch ein feuchtes und warmes Umfeld. Das liegt daran, dass die Fußhaut aufgeweicht ist und es so dem Fußpilz-Erreger einfacher macht, in die Haut einzudringen.

Häufig gelangen die Pilzerreger durch kleine Hautrisse oder Verletzungen des Nagelbetts in den Körper.

Weitere Ursachen für Fußpilz sind:

  • Zu enges, wenig luftdurchlässiges Schuhwerk / Strümpfe
  • Starke Schweißbildung an den Füßen
  • Ungenügendes Abtrocknen der Füße
  • Fehlstellung der Füße / Zehen

Übertragung von Fußpilz-Erregern

Fußpilz-Erreger können sehr leicht übertragen werden. Die Übertragung erfolgt über kleine, meist am Boden liegende Hautschüppchen, die Fußpilzsporen enthalten und von barfüßigen Fußpilzträgern stammen. Die Übertragung der Erreger erfolgt also in der Regel durch indirekten Kontakt zwischen Menschen durch infizierte Laufflächen oder auch Gegenstände.

Besonders wahrscheinlich ist eine indirekte Infizierung mit dem Fußpilz-Erreger an öffentlichen Orten, an denen sich viele Leute barfuß bewegen wie beispielsweise Schwimmbäder oder Umkleidekabinen. Auch eine öffentliche Sauna ist ein Risikobereich, da hier die zusätzliche Wärme und Feuchtigkeit gegeben ist, die Fußpilz anziehen.

Die Übertragung von Fußpilz kann allerdings auch durch direkten Kontakt mit dem Fuß einer infizierten Person erfolgen.

Fußpilz Verbreitung

An Fußpilz leiden mehr als 10 % der deutschen Bevölkerung, wobei bestimmte Personengruppen (vor allem Sportler und häufige Saunabesucher) am häufigsten betroffen sind.

Fußpilzinfektionen sind weit verbreitet und sollten keineswegs unterschätzt werden. Die damit verbundenen Beschwerden und Beeinträchtigungen sorgen für eine deutliche Minderung des Wohlbefindens und der Lebensqualität. Eine vollständige Heilung ist möglich, setzt jedoch eine sichere Diagnose und eine konsequente Behandlung voraus.

Aufgrund der Hartnäckigkeit der Erreger kann es eine Weile dauern, bis der Fußpilz wieder vollständig verschwunden und die Haut abgeheilt ist. Vorbeugende Maßnahmen helfen, eine Ansteckung bzw. Ausbreitung der Erreger zu vermeiden.

Wer Fußpilz-Symptome an sich bemerkt, sollte frühzeitig den Arzt aufsuchen, damit die Infektion nicht chronisch wird. Je früher mit einer gezielten Therapie begonnen wird, desto größer sind die Chancen, dass der Heilungsprozess rasch und komplikationsfrei verläuft.

Fußpilz-Diagnose, Krankheitsverlauf & Risikofaktoren

Diagnose

Die Diagnose der Tinea pedis sollte vor Beginn der Behandlung bestätigt werden. Eine Abschabung aus der Fußsohle und der Zehenzwischenräume wird dabei mikroskopisch mit einer Kaliumhydroxid-Vorbereitung überprüft, um die Pilz-Elemente genauestens zu bestimmen.

Die Erreger von Hautpilzkrankheiten (Dermatomykosen) sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Um bei verdächtigen Symptomen den Fußpilz eindeutig nachweisen zu können, betrachtet der behandelnde Arzt daher abgeschabte Hautschuppen der betroffenen Stellen unter dem Mikroskop. Durch das Anlegen einer Pilzkultur kann er den spezifischen Erreger dann genau identifizieren und die Therapie darauf abstimmen.

Fußpilz kann durch mehrere Pilzarten entstehen, von denen die meisten zu den Fadenpilzen (Dermatophyten) gehören. So werden 3/4 der Infektionen durch den Fadenpilz Trichophyton rubrum verursacht. Viel seltener, aber ebenfalls möglich ist die Besiedelung der Haut mit Schimmelpilzen, Sprossenpilzen oder Hefepilzen.

Die ersten Symptome einer Fußpilzinfektion zeigen sich meist in den Zehenzwischenräumen. Eine Ausnahme stellt die sogenannte Mokassin-Mykose dar: Bei dieser Fußpilzart breiten sich die Erreger zuerst an der Fußsohle aus und greifen von dort auf Fußseiten und Fußrücken über. Vor allem diese Art des Fußpilzes wird von den Betroffenen oft zu spät erkannt, da sie im Anfangsstadium leicht mit besonders trockener oder schuppiger Fußhaut verwechselt werden kann.

Krankheitsverlauf von Fußpilz

Unbehandelter Fußpilz kann sich immer weiter ausbreiten.

Wird der Fußpilz nicht rechtzeitig als solcher erkannt und gezielt behandelt, kann er sich als chronische Infektion auf den gesamten Fuß und die Nägel (Nagelpilz) ausbreiten. Zudem kann sich Fußpilz durchaus auch an anderen Körperstellen ansiedeln.

Außerdem kann es zu einer Streptokokken-Infektion kommen, die in Form einer Wundrose auftritt. Dabei handelt es sich um eine schwere Hautinfektion mit begleitenden Fiebererscheinungen.

Häufig geschieht das durch das Kratzen der juckenden Stellen. Dabei gelangen Erreger unter die Fingernägel und an die Hände, mit denen sie vielfach noch weiter am Körper oder im Gesicht verteilt werden. Neben der Haut und den Fuß- und Fingernägeln kann Fußpilz auch die Haare befallen.

Die zunehmende Pilzbesiedelung schwächt die natürliche Hautschutzbarriere und erhöht das Risiko für Komplikationen und Folgeschäden: In der gereizten, wunden und rissigen Haut entstehen immer mehr Eintrittspforten, durch die weitere Erreger, etwa Fremdkörper, Viren und Bakterien, die bis in tiefere Hautschichten vordringen und das Gewebe schädigen können.

Fußpilz ist ansteckend: Risikofaktoren bei der Übertragung der Erreger

Fußpilz-Erreger vermehren sich tief in der Haut. Durch die natürliche Zellerneuerung und Zellwanderung gelangen sie in die oberen Hautschichten. Dort lösen sich bei Pilzbefall verstärkt Hautschuppen ab, in denen die Erreger wochenlang vermehrungsfähig bleiben können. Durch Hautkontakt mit diesen lebenden Pilzteilen kann die Infektion von Mensch zu Mensch übertragen werden.

Gesunde und intakte Haut kann Pilze generell sehr gut abwehren. Doch gibt es bestimmte Faktoren, die die Abwehrfunktionen der Haut schwächen und so eine Pilzinfektion begünstigen. Dazu gehören folgende Risikofaktoren:

  • feuchtes Milieu durch längeres oder starkes Schwitzen der Füße - Pilze gedeihen am besten in feucht-warmem Klima;
  • Hautverletzungen und -irritationen (z. B. Blasen, Druckstellen, Ekzeme, Schrunden);
  • der häufige Aufenthalt an Orten, an denen viele Menschen barfuß gehen (z. B. Schwimmbad, Sauna, Sporthalle);
  • ein geschwächtes Immunsystem, z. B. in der Erkältungszeit, nach einer Krankheit oder bei Stress;
  • Diabetes: Diabetiker sind besonders anfällig für Fußpilz, da sie häufig unter Durchblutungsstörungen und einem geschwächten Immunsystem leiden.

Behandlung & Vorbeugung

Behandlung von Fußpilz: Medikamente und Wirkstoffe zur Fußpilz-Therapie

Auch eine weit fortgeschrittene, großflächige und chronische Fußpilzinfektion lässt sich durch Medikamente vollständig heilen. Um den Fußpilz zu behandeln, setzt der Arzt sogenannte Antimykotika ein. Die darin enthaltenen Wirkstoffe hemmen das Pilzwachstum und töten die Erreger ab.

Bei der Behandlung ist es wichtig, keinen Infektionsherd zu übersehen, von dem sich die Pilze erneut ausbreiten könnten. Daher verordnet der Arzt in schwereren Fällen nicht nur Mittel zum Einreiben oder Auftragen auf die erkrankten Hautareale, sondern Präparate zum Einnehmen, deren Wirkstoffe sich im ganzen Körper verteilen.

Folgende Wirkstoffe haben sich bei der Fußpilz-Therapie bewährt:

  • Clotrimazol: Es tötet die Erreger ab, indem es den Aufbau bzw. Erhalt der Pilz-Zellwände verhindert. Der Wirkstoff ist in verschiedenen Fußpilz-Cremes, Sprays, Lösungen und Pudern enthalten und wird auch zu Nachbehandlung von Fußpilz eingesetzt.
  • Miconazol: Der Wirkmechanismus entspricht dem von Clotrimazol, Präparate werden äußerlich als Lösung, Creme oder Puder angewandt.
  • Terbinafin: Auch dieser Wirkstoff greift in den Stoffwechsel der Erreger ein und verhindert die Zellbildung von Pilzen. Terbinafin ist in Präparaten zur äußerlichen und innerlichen Anwendung enthalten.
  • Bifonazol: Es bietet bei gleicher Wirkweise gegen Fußpilz eine längere Verweildauer in der Haut sowie eine entzündungshemmende und daher juckreizstillende und hautberuhigende Wirkung.
  • Itraconazol (z.B. Sporanox): Dieses Antimykotikum ist ausschließlich zur inneren Anwendung geeignet und wird meist in Form von Tabletten eingenommen.
  • Breitband-Antimykotika: Diese Medikamente, auch Breitspektrum-Antimykotika genannt, wirken gegen viele unterschiedliche Pilzarten. Sie werden darum zur Fußpilztherapie eingesetzt, wenn der Erreger nicht eindeutig definiert werden kann oder die Haut mit mehreren Pilzarten besiedelt ist.

Wer sich bei der Behandlung von Fußpilz präzise und konsequent an die Anweisungen bzw. Empfehlungen des Haus- oder Facharztes hält, kann je nach Schwere der Infektion mit einer vollständigen Heilung innerhalb von zwei bis sechs Wochen rechnen.

Bei der Behandlung von Fußpilz sollten immer beide Füße behandelt werden, da in 80% der Fälle auch beide betroffen sind. Dies trifft auch zu, wenn nur ein Fuß Symptome aufweist. Auf keinen Fall sollte Feuchtigkeitscreme für die Behandlung verwendet werden, sondern immer eine speziell geeignete Fußpilz Creme (wie z.B. Lamisil).

Vorbeugen von Fußpilz

Eine Fußpilzbehandlung ist oft langwierig, da Fußpilz hartnäckig sein kann. Daher ist es natürlich von Vorteil, dem Fußpilz von Anfang an vorzubeugen. Dazu gibt es folgende Regeln:

  • Zehenzwischenräume trocken halten
  • In öffentlichen Duschen, Saunen, Umkleiden oder Schwimmbädern Badeschuhe tragen
  • Auf Teppichböden bei Bekannten oder in Hotelzimmern nicht barfuß laufen
  • Handtücher, Badematten, Socken bei über 60°C Grad waschen
  • Atmungsaktive, gut passende Schuhe tragen

Quellen:

  1. Apotheken Umschau: Fußpilz (tinea pedis),, URL: apotheken-umschau.de, Zugriff am 14.12.2015
  2. Theresa N. Canavan, Boni E. Elewski (2015) Identifying Signs of Tinea Pedis: A Key to Understanding Clinical Variables, in: Journal of Drugs in Dermatology, 14(suppl 10):s42-s47, jddonline.com

Letzte Aktualisierung: 14.12.2015

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