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Was sind ACE-Hemmer?

Als ACE-Hemmer werden Arzneimittel bezeichnet, die sich zur Behandlung von Herzkreislauferkrankungen eignen. Damit kommen ACE-Hemmer vorrangig bei drei Indikationen zum Einsatz: Herzinsuffizienz, Bluthochdruck und die Prophylaxe von Schlaganfall beziehungsweise Herzinfarkt. Je nach Medikamentengruppe zeigen ACE-Hemmer eine unterschiedliche Wirkungsweise. Zudem sind diesbezüglich spezifische Nebenwirkungen als auch Gegenanzeigen zu beachten.

Überblick

ACE-Hemmer werden unter anderem auch wie folgt bezeichnet:

  • ACE-Inhibitoren
  • Angiotensin I Analoga
  • Angiotensin-Conversions-Enzym-Inhibitoren

ACE bedeutet Angiotensin-Converting-Enzym. Das Hormon Angiotensin gehört zur Gruppe der Peptidhormone, da es vorrangig vasokonstriktorisch (gefäßverengend) wirkt. Seine gefäßverengende Wirkungsweise hat einen Anstieg des Blutdrucks zur Folge. Damit verbessert Angiotensin maßgeblich die Durchblutung verschiedener Organe.

Zudem ist Angiotensin ein wichtiger Bestandteil des Renin-Aniotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) und beeinflusst damit den Blutdruck, hält die Nierenfunktion aufrecht und reguliert den Wasserhaushalt.

Das RAAS-Systen

Mithilfe von Sensoren im Nierenbereich erfolgt eine Auslösung des RAAS-Systems. Diese reagieren durch Senkung des Blutdrucks als auch der Verminderung der Gewebsdurchblutung mithilfe der Ausschüttung von Renin, einem Enzym.

Aus dem Enzym Renin kann Angiotesin 1, eine Vorstufe von Angiotesin 2, abgespalten werden. Die folgende Umwandlung wird durch das Angiotesin Converting Enzyms (ACE) realisiert.

Infolgedessen steigt der Blutdruck nach der Aktivität von ACE. ACE-Hemmer haben die vorrangige Aufgabe, genau in diesen Prozess einzugreifen. Auf diese Weise wird die gefäßreduzierende Wirkung von Angiotesin 2 herabgesetzt und der Bluthochdruck kann medikamentös gesenkt werden.

Welche Anwendungsgebiete gelten für ACE-Hemmer?

Angiotensin-Conversions-Enzym-Inhibitoren eignen sich vorrangig bei drei verschiedenen Indikationen:

  • arterielle Hypertonie (Bluthochdruck)
  • Herzinsuffizienz (Herzschwäche)
  • Prophylaxe von Schlaganfall und/oder Herzinfarkt

Wie wirken ACE-Hemmer?

ACE-Hemmer zeichnen sich durch ihre mehrfache Wirkungsweise aus und wirken in drei verschiedenen Segmenten.

ACE-Hemmer zur Blockierung von Angiotesin 2

Über die Niere erfolgt die Freisetzung von Angiotesin 2. Dank seiner gefäßverengenden Wirkung ermöglicht diese eine gezielte Erhöhung des Blutdrucks. Angiotensin I Analoga verhindern die Herstellung von Angiotesin und damit eine vermeintliche Erhöhung des Blutdrucks.

ACE-Hemmer verbessern die Nierenfunktion

ACE-Inhibitoren vereinfachen die Salz- und Wasserausscheidung über die Nieren. Infolgedessen wird das Blutvolumen vermindert. Gleichzeitig sinkt der Blutdruck dadurch.

Die Ausscheidung von nicht benötigtem Wasser erfolgt gleichzeitig auch eine Entlastung des Herzens. Dies hängt damit zusammen, dass seine Pumpleistung weniger Kraft in Anspruch nimmt und sich der Gefäßwiderstand infolge dessen deutlich verringert.

ACE-Hemmer verlangsamen den Abbau verschiedener Gewebshormone

Beispielsweise dient das Hormon Bradyklinin der Gefäßerweiterung. Zudem zeichnet es sich durch seine blutdrucksenkende Wirkungsweise aus. Nicht zuletzt wirkt es kontrahierend, als zusammenziehend auf die Bereiche der glatten Muskulatur von Uterus, Bronchien und Darm.

Aufgrund der gefäßverengenden Wirkung von ACE wird Bradykinin abgebaut. ACE-Hemmer verzögern diesen Hormonabbau zeitlich. Dadurch wird die Senkung des Blutdrucks als auch eine Gefäßerweiterung begünstigt.

Welche Wirkstoffe gehören zur Gruppe der ACE-Hemmer?

Zu der Wirkstoffreihe der ACE-Hemmer gehören unter anderem die Substanzen Benazepril, Captopril, Enalapril, Fosinopril, Lisinopril und Ramipril. Obwohl sich die Wirkstoffe durch eine ähnliche Wirkungsweise auszeichnen, unterschieden sie sich in manchen Bereichen, wie z.B. Wirkungseintritt und Nebenwirkungen.

Lisinopril, der aktive Wirkstoff bei Bluthochdruck

Bei einer Herzmuskelschwäche, Bluthochdruck und nach einem Herzinfarkt kann Lisinopril angewendet werden. Bei Herzmuskelschwäche im Anfangsstadium kann das Arzneimittel alleinig eingenommen werden. In Fortgeschrittenen Stadien wird eine Kombination mit Diuretika oder Betablocker empfohlen. Nach einem vorherergangenem Herzinfarkt verhindert Lisinopril den Umbau des Herzmuskels.

Gegenüber anderen ACE-Hemmern hat die Substanz einen erheblichen Vorteil. Dieser besteht darin, dass der Wirkstoff in seiner aktiven Form gegeben wird und vom Körper nach der Einnahme nicht zusätzlich umgewandelt werden muss. Die Wirkung tritt somit bereits eine Stunde nach der Einnahme auf und halt bis zu 24 Stunden an.

Bei der Einnahme kann es anfänglich zu einem starken Abfall des Blutdrucks kommen, der Symptome wie Schwindel, Schwäche und Sehstörungen mit sich bringt. Weitere gelegentlich auftretende Nebenwirkungen sind Übelkeit und allergische Reaktionen.

Da der Wirkstoff durch die Niere über den Harn ausgeschieden wird, muss die Dosierung bei Patienten, die an Nierenfunktionsstörungen leiden, möglicherweise entsprechend angepasst werden.

Ramipril wirkt 48 Stunden lang

Bevor Ramipril seine Wirkung entfalten kann, muss die Substanz im Körper in Ramiprilat umgewandelt werden. Ramiprilat wirkt in Folge gefäßerweiternd, durch die Blockade des gefäßvernegenden Enzyms Angiotesin-II. Ramipril wird zur Senkung des Blutdrucks, bei Verstopfung der Blutgefäße und nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall verschrieben.

Die Wirkung von Ramipril setzt ein bis zwei Stunden nach der Einnahme ein und hält in etwa 48 Stunden an. Das Präparat muss ein Mal pro Tag eingenommen werden.

Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen und Nierenfunktionsstörungen sind häufige Nebenwirkungen des Medikaments. Patienten, die unter Herzschwäche oder Nierenfunktionsstörungen leiden, müssen während der Therapie genauestens vom Arzt überwacht werden, um mögliche gesundheitliche Schäden zu vermeiden.

Enalapril bei Unterfunktion der Herzkammer

Enalapril eignet sich zur Therapie von Bluthochdruck und Herzmuskelschwäche. Zudem verschreiben Ärzte Enalapril bei symptomlosen Unterfunktionen im Bereich der linken Herzkammer. Hierzu erfolgt eine Kombinationstherapie mit Diuretika.

Enalapril verursacht im Einzelfall Nierenfunktionsstörungen, Schwindel, Verdauungsprobleme oder Übelkeit. Gleichzeitig tritt nach der Einnahme von Enalapril vereinzelt ein Hämatokritmangel beziehungsweise eine akute Senkung des Blutdrucks auf. Einige Patienten beschreiben zudem allergische Hautreaktionen und Gleichgewichtsstörungen.

Die Wirkung von Enalapril kann durch weitere Arzneimittel verstärkt werden.

Captopril wirkt bereits nach 15 Minuten

Captopril senkt den Blutdruck und entlastet das Herz bei diagnostizierter Insuffizienz. Auch bei Nierenerkrankungen bewährt sich dieser Wirkstoff.

Captopril wird beispielsweise am ersten Tag nach einem Herzinfarkt eingenommen. Nach circa 15 bis 30 Minuten setzt die Wirkung ein und hält circa 8 bis 12 Stunden an. Diabetiker und Personen mit eingeschränkter Nierenfunktion dürfen Captopril nicht einnehmen.

Zu typischen Begleiterscheinungen von Captopril gehören Schwindel, Sehstörungen, Übelkeit oder ein allgemeines Schwächegefühl. Auch Verdauungsstörungen oder Oberbauchbeschwerden sind möglich. Selten tritt Schläfrigkeit oder Müdigkeit auf.

Dieser Wirkstoff wird aufgrund seiner vielseitigen Einsatzgebiete geschätzt. Kombinationstherapien zur Blutdrucksenkung sind ebenso möglich. Zudem eignet sich Captopril zur Langzeittherapie.

Fosinopril senkt den Blutdruck gezielt

Fosinopril entlastet das Herz bei diagnostizierter Herzmuskelschwäche durch eine gezielte Senkung des Blutdrucks. Circa eine Stunde nach der Einnahme wirkt Fosinopril. Nach circa zwei bis sechs Stunden erreicht der Wirkstoff seine maximale Stärke.

Folgende Nebenwirkungen werden in Verbindung mit Fosinopril sehr oft beobachtet: Übelkeit, Schwindel, Verdauungs- und Nierenfunktionsstörungen. Im Einzelfall folgt eine extreme Senkung des Blutdrucks. Auch ein Mangel an Hämatokrit wurde vereinzelt beobachtet. Zu gelegentlichen Nebenwirkungen von Fosinopril gehören allergische Hautreaktioenn und Störungen des Gleichgewichts.

Bei Herzmuskelschwäche erfolgt eine Kombinationstherapie mit Diuretika.

Perindopril entlastet das Herz

Perindopril wirkt vorrangig blutdrucksenkend und ermöglicht eine Entlastung des Herzens bei Herzmuskelinsuffizienz. Nach circa zwei Stunden ist ein Wirkungseintritt zu verzeichnen.

Sehr häufig verursacht Perindopril Oberbauchbeschwerden, einen niedrigen Blutdruck oder Erregungsleitungsstörungen des Herzens. Eine verminderte Anzahl von Blutplättchen ist ebenso möglich. Sehr selten kommt es zu Atemnot, einer verschlechterten Funktionsleistung der Nieren beziehungsweise Eiweiß im Urin.

Eine Kombinationstherapie mit Präparaten zur medikamentösen Entwässerung ist möglich. Nach einer objektiven Nutzen-Risiko-Abwägung ist auch eine gemeinsame Einnahme von Perindopril mit Herzglykosiden möglich.

Benazepril kann alleinig bei Bluthochdruck verwendet werden

Benazepril gehört zu den sogenannten Prodrugs. Diese besitzen keine aktive Wirkung. Vielmehr beginnt die Wirkungsweise erst nach der Umwandlung von Benazepril in der Leber. Schlussendlich wirkt sich Benazeprilat blutdrucksenkend aus.

Bei der Einnahme ist der verzögerte Wirkungseintritt mit zu bedenken. Dieser beträgt 60 Minuten. Benazepril wirkt 24 Stunden lang. Eine Einnahme während der Stillzeit und Schwangerschaft ist ausgeschlossen.

Benazepril kann Nebenwirkungen verursachen. Zu den häufigsten zählt eine extreme Blutdrucksenkung, Reizleistungsstörungen oder eine verminderte Anzahl an Blutplättchen. Auch treten vereinzelt allergische Hautreaktionen auf. Darüber hinaus ist eine Reduzierung der Blutzellen möglich. Im Einzelfall kommt es zur Atemnot.

Bei Herzkreislauferkrankungen kann Benazepril auch als alleiniges Mittel gegen Bluthochdruck eingesetzt werden. Alternativ ist eine Kombination mit weiteren Arzneimitteln möglich.


Quellen:

  1. Auf einen Blick: arterielle Hypertonie. Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft. URL: akdae.de
  2. Standardmedikation ACE Hemmer Universitätsmedizin Göttingen – Institut für Allgemeinmedizin. URL: allgemeinmedizin.med.uni-goettingen.de
  3. ACE-Hemmer Dr. Gumpert GmbH. URL: dr-gumpert.de
  4. Zwei neue AE-Hemmer Ramipril und Fosinopril Infomed-Verlags-AG. URL: infomed.ch

Veröffentlicht am: 02.06.2016

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