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Natürliche Verhütung: Kalender- , Temperatur- oder Zervix-Methode

Veröffentlicht in Sex & Liebe 16 Nov, 2015

Frauen, die eine hormonelle Verhütung nicht vertragen, greifen gern auf die Methoden der natürlichen Verhütung zurück. Wir haben für Sie die wichtigsten Methoden zusammengefasst und untersucht, wie sicher diese sind.

Eisprungkalender


Der Eisprungkalender ist eine einfache Methode um die fruchtbaren Tage zu bestimmen. Dabei wird auf die Grundregel zurückgegriffen, dass der Eisprung in der Mitte zwischen zwei Monatsblutungen stattfindet. Die fruchtbaren Tage befinden sich im Zeitraum von fünf Tagen vor und zwei Tagen nach dem Eisprung. Bei der Bestimmung des Eisprungs, kennt die Frau jedoch nur den ersten Tag der letzten Monatsblutung, nicht das Datum der nächsten Monatsblutung. Daher kann mit dieser Methode für viele Frauen nur eine nahe Schätzung erfolgen. Ist der Menstruationszyklus einer Frau regelmäßig, so kann diese aufgrund ihrer Erfahrungen die fruchtbaren Tage sehr genau bestimmen. Bei Abweichungen ist diese Methode jedoch nicht mehr sicher.

Der Eisprungkalender kann also die fruchtbaren Tage der Frau bestimmen und bildet damit eine gute Grundlage zur Verhütung, auch wenn dieser für einen sicheren Schutz allein nicht ausreicht. Gerade für Frauen, die allerdings natürlich verhüten wollen, bildet der Kalender allerdings die nötige Basis. Ergänzende Methoden können dann für mehr Sicherheit sorgen und individuelle Abweichungen ausgleichen.

Temperaturmethode


Die Temperaturmethode bestimmt mit Hilfe der Basaltemperatur den Eisprung. Auf diese Weise kann sie helfen, die Ergebnisse des Eisprungkalenders zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.

Die Basaltemperatur ist die Körpertemperatur direkt nach dem Aufwachen. Zur Verhütung müssen Frauen diese täglich noch vor dem Aufstehen messen. Die Temperatur kann mit einem Fieberthermometer rektal, vaginal oder oral bestimmt werden. Allerdings sollte immer an der gleichen Stelle gemessen werden. Die Körpertemperatur wird entsprechend in einem Kurventagebuch festgehalten.

Das Prinzip der Temperaturmessmethode basiert auf der zyklusabhängigen Temperatur. Tatsächlich wird die Körpertemperatur der Frau vom weiblichen Zyklus beeinflusst. Findet der Eisprung statt so steigt die Temperatur bis zum Tag nach dem Eisprung um 0.4 bis 0.6 Grad Celcius an. Das Temperaturniveau bleibt bis zum Eintritt der Menstruation erhöht. Der Effekt ergibt sich aus der Ausschüttung Hormons Progesteron aus dem Gelbkörper, welches das Temperaturzentrum im Hirn anregt.

Der Zeitraum ab dem dritten Tag der erhöhten Temperatur bis zum Beginn der Periode gilt als sichere, unfruchtbare Tage. Auf diese Weise lassen sich wiederum die fruchtbaren Tage bestimmen und mit dem Ergebnis des Eisprungkalenders vergleichen. Um eine sichere Verhütung zu gewährleisten, müssen Frauen den Eisprung- und Temperaturkalender gründlich führen.

Voraussetzungen für den sicheren Schutz


gleiche Bedingungen: Die Temperatur muss an der gleichen Stelle unter gleichen Bedingungen gemessen werden.

Regelmäßigkeit: Die Temperatur muss täglich gemessen und notiert werden.

Einflüsse berücksichtigen: Bestimmte Faktoren, wie Schlafstörungen oder Erkrankungen, können Temperaturschwankungen auslösen und müssen notiert werden.

Übung: Frauen müssen sich Zeit nehmen, die Einträge des Kalenders richtig deuten zu wissen..

Billings-Methode / Zervixschleim-Methode


Die Billings-Methode ermittelt die Zeit des Eisprungs und die fruchtbaren Tage anhand des Zervixschleims. Dieser wird in Konsistenz und Farbe vom weiblichen Zyklus beeinflusst. Der steigende Östrogenspiegel ist dafür verantwortlich. Um den Schleim zu überprüfen und die fruchtbaren Tage zu bestimmten, kann einfach etwas Sekret vom Scheideneingang mit dem Finger entnommen werden.

Während der Zeit des Eisprungs und somit an den fruchtbaren Tagen, wird zunächst mehr Zervixschleim vom Körper produziert. Zudem erscheint dieser in einer eher flüssigen und fadenziehenden Konsistenz. Ist der Verzixschleim hingegen trüb und sehr zähflüssig, so hat er bereit sich bereits zum verschließenden Pfropf im Gebärmutterhals gebildet, und zeigt damit die unfruchtbaren Tage an. In diesem Stadium behindert der Schleim das Eindringen von Spermien.

Mit einem Pearl Index von 5 bis 35 (Wert wie viele von 100 Frauen bei dieser Methode innerhalb einem Jahr schwanger werden) gehört die Billings-Methode nicht zu einer besonders sicheren Methode. Sie kann aber eine gute Unterstützung für die Bestimmung der fruchtbaren Tage und den Eisprungkalender sein.

Zervixschleim-Phasen

  1. Die ersten drei bis vier Tage nach der Menstruation führen durch einen niedrigen Östrogenspiegel zu einer geringen Produktion von Zervixschleim.
  2. Vier bis fünf Tage vor dem Eisprung steigt der Östrogenspiegel und bildet leicht trüben gelblichen bis weißen Zervixschleim mit klebriger Konsistenz.
  3. Kurz vor und nach dem Eisprung (etwa drei bis vier Tage) wird besonders viel Zervixschleim produziert, der flüssiger und klarer ist und den Scheideneingang feucht hält.
  4. Nach dem Eisprung bis zur Periode wird der Zervixschleim wieder trüb und nimmt eine klebrige Konsistenz an.

Verhütungscomputer / Zykluscomputer


Je nach Leistungsspektrum, kann ein Zykluscomputer entweder eine elektronische Stütze sein um die mit dem Eisprungkalender ermittelten fruchtbaren Tage einzutragen. Besonders fortgeschrittene Modelle können sogar dabei helfen verschiedene Methoden der natürlichen Verhütung zu koordinieren. So können Sie die Körpertemperatur erfassen, der Zervixschleim untersuchen oder den Hormonspiegel messen. Auf diese Weise können die, den Eisprungkalender, unterstützenden Maßnahmen alle in einem Gerät erfasst und kontrolliert werden. Durch die freifache Kontrolle können die fruchtbaren Tage besonders genau und individuell bestimmt werden. Daher ist ein Kombinationscomputer am besten zur Unterstützung des Eisprungkalenders geeignet.

Besonders hilfreich ist die Datenbank, die bei der regelmäßigen Pflege des Computers entsteht. Unregelmäßigkeiten, die den Zyklus und Körper beeinflussen können, wie Stress oder Erkrankungen, werden gespeichert und können auch zukünftig in Berechnungen einbezogen werden. Auf diese Weise lernt der Computer mit und Frau wird die Kontrolle erleichtert.

beeinflussende Faktoren

  • Stress und Schlaflosigkeit
  • Erkrankungen (Grippe, Fieber etc.)
  • Stillzeit
  • Hormonbehandlung
  • Leber- und Nierenerkrankung
  • bestimmte Arzneimittel
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