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Kehlkopfkrebs durch Oralverkehr

Veröffentlicht in Sex & Liebe 06 Aug, 2014

Die meisten Menschen wissen, dass es wichtig ist, sich beim Geschlechtsverkehr durch Kondome vor sexuell übertragbaren Krankheiten zu schützen. Was Viele dabei allerdings vergessen, ist die Tatsache, dass der HPV Virus durch Oralverkehr übertragen werden kann und unter Umständen begünstigend auf die Entwicklung von Krebs wirkt. Krebs und Oralverkehr können daher in manchen Fällen indirekt zusammenhängen.

So überträgt sich der HPV Virus

Nach neuesten Studien infizieren sich etwa 75% der sexuell aktiven Erwachsenen im Laufe ihres Lebens einmal mit dem HPV-Virus. In den meisten Fällen schafft es das Immunsystem den Erreger zu bekämpfen, so dass er nach einiger Zeit von allein wieder verschwindet. Jüngere Frauen sind häufiger betroffen, da die Schleimhäute der Scheide noch dünner und weniger ausgereift sind. Grundsätzlich kann eine Infektion bei Vaginal-, Anal- und Oralverkehr stattfinden.

Krebs im Rachenraum

Krebs im Rachenraum ist leider nicht besonders selten – bei Männern sind Kopf-Hals-Tumore die vierthäufigste Krebsform, etwa 18.000 Patienten erkranken allein in Deutschland Jahr für Jahr an Krebs im Kopf- oder Halsbereich. Experten schätzen, dass in etwa der Hälfte dieser Fälle der HPV-Virus zu den Auslösern für den Krebs zählte, der Zusammenhang zwischen einer HPV-Infektion und einer möglichen Krebserkrankung kann also durchaus bestehen. Dies sollte Sie allerdings nicht in Panik versetzen – dass der HPV Virus im Mundraum gefunden werden kann, heißt noch lange nicht, dass es zu Krebs durch Oralverkehr kommen muss.

So können Sie sich schützen

Kondome bieten sehr guten Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie dem HPV- Virus und somit auch vor Krebs durch Oralverkehr. Machen Sie sich unbedingt mit der richtigen Anwendung vertraut und stellen Sie sicher, dass Sie die richtige Größe verwenden – dann mindern Sie das Risiko eines Unfalls beim Sex. Auch beim Oralverkehr am weiblichen Körper sollte man sich schützen – am besten mit so genannten "Lecktüchern", die auf den Intimbereich aufgelegt werden. Diese sind online und in vielen Drogerien und Apotheken erhältlich und gehören in die Hausapotheke genauso wie Kondome und Pflaster.

Warum regelmäßige Tests so wichtig sind

Wer sexuell aktiv ist und wechselnde Partner hat, der sollte sich unbedingt regelmäßig auf sexuell übertragbare Krankheiten testen lassen. Einige Infektionen müssen nicht unbedingt mit Symptomen einhergehen, können aber dennoch schwerwiegende Folgeerkrankungen mit sich bringen. Wer sich testen lässt, kann eine mögliche Infektion sofort erkennen und somit auch schneller und leichter behandeln. Auch die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt ist wichtig, da er Krebs im Mund- und Rachenraum schon im frühen Stadium feststellen kann.


Von Sarah Hebben


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