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Hormone und Verhütung

Veröffentlicht in Sex & Liebe 14 Jun, 2013

Hormone sind chemische Botenstoffe, die vielfältige Funktionen im Körper steuern oder beeinflussen. Für Sexualität, Schwangerschaft und hormonelle Empfängnisverhütung von hervorragender Bedeutung sind dabei die sogenannten Gelbkörperhormone (Gestagene) sowie das weibliche Sexualhormon Östrogen. Östrogen entsteht hauptsächlich in den Eierstöcken und fördert die zyklische Reifung der Gebärmutterschleimhaut sowie der Eizelle.

Während einer Schwangerschaft steigt die Östrogenkonzentration enorm an. Diesen Anstieg versteht der Körper als Signal für das Bestehen einer Schwangerschaft, stoppt die weitere Eizellenreifung und unterdrückt den Eisprung (Ovulation). Die Wirkung von Östrogen hängt also von der Konzentration des Hormons im Blut ab.

Ein permanent erhöhter Östrogenspiegel kann eine erhebliche Minderung des sexuellen Verlangens zur Folge haben. Gestagene verändern die Konsistenz des Schleims im Gebärmutterhals (Zervix) und machen ihn somit für Spermien undurchlässig. Hormonelle Verhütungsmittel machen sich die Wirkungen von Östrogen und Gestagen zunutze, täuschen dem Körper eine bestehende Schwangerschaft vor und lösen dadurch die beschriebenen „natürlichen“ kontrazeptiven Reaktionsmuster aus.

Antibabypille und Mikropille

Antibabypille und Mikropille sind Kombinationspräparate aus synthetisch hergestelltem Östrogen (Ethinylestradiol) und einem Gestagen. Das zugeführte Ethinylestradiol simuliert eine schwangerschaftsbedingte Erhöhung des Östrogenspiegels. Der Eisprung und die Reifung neuer Eizellen werden verhindert – eine Befruchtung ist so nicht möglich.

Zugleich macht das enthaltene synthetische Gestagen den Zervixschleim zähflüssig, so dass er von den aus der Vagina aufsteigenden Spermien nicht passiert werden kann.

Pearl-Index (identisch für Antibabypille und Mikropille): 0,1 – 0,9

Verwechslungsgefahr

Die Mikropille ist eine Weiterentwicklung der traditionellen Antibabypille und wird oft mit der Minipille verwechselt. Während die Mikropille ein niedrig dosiertes und daher besser verträgliches Kombinationspräparat ist, wirkt die Minipille ausschließlich auf Basis eines Gestagens.

Minipille

Die kontrazeptive Wirkung der Minipille beruht ausschließlich auf einem synthetisch hergestellten Gestagen, das den Gebärmutterhalsschleim spermienundurchlässig macht.

Pearl-Index: 0,5 – 3

Präparate der jüngeren Generation wirken zudem ovulationshemmend, sind zuverlässiger als ihre Vorgänger und haben wegen des fehlenden Östrogens keine dämpfende Wirkung auf die Libido.

Pearl-Index: 0,14 – 0,4

Vaginal- oder Verhütungs-Ring

Ein Vaginal- bzw. Verhütungsring hat einen Durchmesser von 4,5 cm und besteht aus elastischem Kunststoff. Er wird in die Vagina eingeführt und legt sich meist von selbst um den Gebärmuttermund, wo er für 3 Wochen verbleibt und die Hormone Östrogen (Ethinylestradiol) und Gestagen (Etonogestrel) abgibt. Danach wird er entfernt. In der nun folgenden einwöchigen Pause setzt, ähnlich wie bei der Antibabypille, eine Entzugsblutung ein. Danach wird ein neuer Ring eingeführt.

Die hormonelle Wirkung entspricht jener der Mikropille oder der Antibabypille.

Pearl-Index: 0,25 – 1,18

Verhütungs-Pflaster

Auch Hormonpflaster basieren auf eine Kombination aus synthetisch hergestelltem Östrogen und einem Gestagen.

Pearl-Index: 0,72 – 0,9

Im Vergleich zur Antibabypille oder Mikropille sind sowohl Vaginalring als auch Hormonpflaster oft besser verträglich, geben ihre Hormone gleichmäßiger an den Körper ab und sind wirkungsunabhängig z. B. von Magen-Darm-Erkrankungen, Erbrechen oder Durchfall.

Hormonspirale (IUS)

Die Hormonspirale (Intrauterinsystem IUS, nicht zu verwechseln mit dem hormonfreien Intrauterinpessar IUP)) ist ca. 3 cm lang, T-förmig und enthält das synthetische Hormon Levonorgestrel (Gestagen).

Da die Spirale direkt in die Gebärmutter eingesetzt wird, verhindert oder erschwert sie – neben ihrer gestagenen Wirkung – auf mechanische Weise die Einnistung der Eizelle.

Pearl-Index: 0,16

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