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Barriereverhütungsmittel

Veröffentlicht in Sex & Liebe 26 Jun, 2013

Wie ihr Name schon sagt, basiert die Wirkung von Barriere-Verhütungsmitteln darauf, dass sie den Kontakt zwischen dem männlichen Sperma und der weiblichen Eizelle auf mechanische Weise verhindern. Dabei kann man im Wesentlichen unterscheiden zwischen

  • Barriere-Verhütungsmitteln, die das Sperma zugleich auffangen und dessen sichere Entfernung ermöglichen, und
  • Barriere-Verhütungsmitteln, die lediglich den Gebärmuttermund verschließen, aber nur in Kombination mit anderen Verhütungsmitteln sicher wirken.

Kondom

Das wohl bekannteste Barriere-Verhütungsmittel ist das Kondom. Es ist das einzige mechanische Kontrazeptivum für Jungen und Männer. Kondome bestehen aus Latex, Polyethylen (PE), Polyurethan (PU) oder Polyisopren (PI) und werden in unterschiedlichen Größen angeboten. Darüber hinaus können sie spezielle Beschichtungen enthalten, z. B. ein Spermizid zur Erhöhung der Sicherheit oder das Lokalanästhetikum Benzocain für Jungen und Männer mit extrem sensibler Eichel.

Das Kondom wird über den vollständig erigierten Penis gestreift und bildet eine mechanische Barriere zwischen männlichen und weiblichen Genitalien. Beim Samenerguss wird das Sperma aufgefangen und kommt so zu keinem Zeitpunkt mit den weiblichen Genitalien in Berührung.

Vorteile

Kondome sind preiswert, einfach zu handhaben, schützen außer vor ungewollter Schwangerschaft auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten und sind wegen ihrer Vielfalt (Größe, Form, Farbe, Geschmack) auch eine Bereicherung des Liebesspiels.

Nachteile

Durch Anwendungsfehler kann es zu Beschädigungen, vorzeitiger Kontamination mit Sperma oder zum Abrutschen des Kondoms kommen.

Vor allem beschnittene Jungen und Männer berichten über einen z. T. eklatanten Wahrnehmungsverlust an der ohnehin weniger sensiblen Eichel, wenn diese von einem Kondom umschlossen wird.

Pearl-Index: 2 – 14

Femidom

Das Femidom (Kondom für die Frau) besteht aus Latex, PU oder PE und wirkt ähnlich wie das Kondom als Wegsperre und Auffangbecken für das Sperma. Nach dem Einführen in die Vagina kleidet das Femidom den Scheidenkanal wie eine zweite innere Haut aus. Es verfügt über einen inneren (verschlossenen) Ring, der sich über den Gebärmuttermund legt, und einen äußeren (offenen) Ring, durch den der Penis in die Vagina und damit zugleich ins Femidom eindringt.

Der Umgang mit dem Femidom bereitet häufig Schwierigkeiten, so dass es zu Anwendungsfehlern kommt.

Pearl-Index: 5 – 25

Diaphragma

Das Diaphragma ist eine flexible Latex- oder Silikonkappe, die in die Vagina eingeführt wird und sich über dem Gebärmuttermund legt. Ihre Anwendung erfordert Erfahrung, da sie außer vom Muttermund zusätzlich am Schambein fixiert werden muss.

Pearl-Index: 1 – 20

Portiokappe

Die Portiokappe besteht aus Latex oder Silikon und verschließt den Gebärmuttermund, genauer gesagt die Portio vaginalis uteri, jenen Teil der Gebärmutter, der wie eine kleine Nase etwa 3 cm in die Scheide ragt.

Pearl-Index: 4 – 14 (noch höher bei Frauen, die bereits entbunden haben; keine sichere Angabe vorhanden)

LEA-Contraceptivum

Das LEA-Contraceptivum besteht aus medizinischem Silikon und ist eine Weiterentwicklung der Portiokappe. LEA saugt sich durch einen leichten Unterdruck auf dem Gebärmuttermund fest.

Pearl-Index: 2 – 15 (keine sicheren Angaben vorhanden)

Diaphragma, Portiokappe und LEA-Contraceptivum bilden zwar eine Barriere für das eindringende Sperma, fangen es aber nicht auf. Sie werden deshalb normalerweise in Kombination mit einem Spermizid oder einem anderen Kontrazeptivum genutzt.

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