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Vorsicht Fußball: Herzinfarkt-Risiko bei der Weltmeisterschaft stark erhöht

Veröffentlicht in News & Forschung 06 Jun, 2014

Die Vorboten der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien sind nicht mehr zu übersehen: In den Supermärkten stapeln sich die Bierkästen und Chipstüten an prominenter Stelle und in den Schaufenstern des Einzelhandels dominiert schwarz-rot-gold. An sich ist an der Vorfreude auf das größte Sport-Event des Jahres auch nichts auszusetzen - dennoch erhebt die Deutsche Herzstiftung anlässlich der WM nun den warnenden Zeigefinger: Sie weist darauf hin, dass Herzpatienten während spannender Fußballspiele einem weitaus höheren Risiko ausgesetzt sind, lebensbedrohliche Herz-Rhythmus-Störungen zu erleiden oder gar einen Herzinfarkt.

Dreimal mehr akute Herzprobleme bei Spielen der Nationalelf

Als während der Fußball-WM 2006 die deutsche Mannschaft spielte, verzeichneten die deutschen Kliniken dreimal so viele akute Herzprobleme in den Notaufnahmen wie an anderen Tagen. Vorbelastete Patienten, die bereits an einer Erkrankung der Herzkranzgefäße leiden, hatten sogar ein viermal erhöhtes Risiko. Als besonders gefährlich stellte sich dabei das Elfmeterschießen gegen Argentinien heraus, gefolgt vom Halbfinale gegen Italien. Das Spiel um Platz Drei kümmerte dagegen kaum noch jemanden: Hier hatte sich die Zahl der Herzprobleme nicht messbar erhöht.

Während gesunde Menschen die erhöhte Pulsfrequenz und den Bluthochdruck bei spannenden Fußballspielen noch locker wegstecken, sind Menschen mit kardiologischen Vorerkrankungen stark gefährdet: So kann der plötzliche schnelle Anstieg des Blutdrucks, gepaart mit vermehrter Ausschüttung von Stresshormonen, bereits geschädigte Gefäße zum Einreißen bringen. Anschließend bilden sich Blutgerinnsel, die zu lebensgefährlichen Thrombosen führen können.

Die beste Prävention für Herzprobleme

Was also tun? Auf die Spiele der deutschen Elf verzichten, kommt für einen Fußballfan nicht in Frage. Dies sieht auch die Deutsche Herzstiftung ein und empfiehlt Patienten daher, Rücksprache mit dem eigenen Hausarzt zu halten. So könnte möglicherweise vor den Spielen eine erhöhte Dosis Betablocker eingenommen werden. Gegen akute Angina pectoris helfen beispielsweise Nitropray oder Lutschbonbons mit Isosorbiddinitrat. Bei sehr erregbaren Menschen könne sogar über die Einnahme eines Beruhigungsmittels nachgedacht werden. Hilfreich kann es auch sein, während der Halbzeit einen Spaziergang um den Block zu unternehmen, damit der Körper wieder zur Ruhe kommt. Die Bewegung hilft beim Abbau der ausgeschütteten Stresshormone.

Wenn die Fußball-WM auf die Hüften schlägt

Gesunde Menschen müssen zwar keinen Herzinfarkt befürchten - wohl aber Speckröllchen auf den Hüften. Denn all die Snacks, die derzeit in den Supermärkten reißenden Absatz finden, bringen ordentlich Kalorien mit, warnen Experten: Schon ein halber Liter Bier (eine große Dose) und eine halbe Tüte Kartoffelchips schlagen mit rund 750 Kalorien zu Buche - und wer belässt es schon dabei? Im Eifer des Gefechtes denkt kaum jemand darüber nach, wie viele Kalorien in den Hals befördert werden. Das böse Erwachen kommt dann erst nach der WM wenn die Hose kneift und die Bikini-Figur im Eimer ist. Hier kann es hilfreich sein, von Anfang an gesunde Snacks vorzubereiten, zum Beispiel Gemüsestäbchen mit kalorienarmen Dipps oder Obststückchen wie Weintrauben.


Von Nicole Freialdenhoven


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