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Medikament Tamoxifen - Behandlung gegen Brustkrebs

Veröffentlicht in News & Forschung 07 Jul, 2014

Tamoxifen wird von AstraZeneca hergestellt und wurde für die Therapie von Brustkrebs entwickelt. Das Medikament wird nach der Primärbehandlung, also zum Beispiel nach einer Chemotherapie, zur Behandlung von metastasierenden Mammakarzinomen verabreicht. Da das Präparat die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls deutlich verringern kann, wird es gern verschrieben, allerdings machen viele Frauen die Erfahrung, das Tamoxifen unangenehme Nebenwirkungen verursachen kann.

Was macht Tamoxifen aus?

Bei Tamoxifen handelt es sich um einen selektiven Estrogenrezeptormodulator, der ein duales, molekulares Wirkprofil hat. Die Behandlung wirkt daher anti-hormonell – das heißt, dass das Präparat die Östrogenrezeptoren des Tumors besetzt, so dass die Wirkung der Geschlechtshormone, die das Wachstum des Tumors anregen könnten, blockiert wird. Das Gewebe kann allerdings unterschiedlich auf die Behandlung reagieren, der Behandlungsverlauf mit Tamoxifen ist daher von Frau zu Frau sehr individuell. Wie gut der Körper auf die Behandlung anspricht, hängt zum Beispiel von der Krebsform, dem gesamten Gesundheitszustand und des Hormonhaushaltes ab.

Welche Nebenwirkungen von Tamoxifen gibt es?

Da Tamoxifen auf den Hormonhaushalt einwirkt, kann es zu ähnlichen Beschwerden wie in den Wechseljahren kommen, zum Beispiel zu Hitzewallungen oder Stimmungsschwankungen. Viele Frauen, die das Medikament über längere Zeit eingenommen haben, berichten außerdem auch von Gewichtszunahme. Gerade bei Frauen, die bereits in den Wechseljahren sind oder waren, kann es zusätzlich zu Osteoporose kommen. Viele Patientinnen entscheiden sich allerdings dazu, leichtere Nebenwirkungen von Tamoxifen in Kauf zu nehmen, da das Medikament die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls nach einer Operation oder Chemotherapie deutlich senken kann. Wenn Ihnen die Einnahme von Tamoxifen angeraten wird, dann sollten Sie in jedem Fall in engem Kontakt mit Ihre Arzt stehen um die Behandlung bei Problemen schnell anpassen zu können.

Erfahrungsberichte von der Tamoxifen Anwendung

Die Erfahrungen zu Tamoxifen sind sehr unterschiedlich – manche Frauen erleben keinerlei Nebenwirkungen während andere sehr stark mit Hitzewallungen und Gewichtsschwankungen zu kämpfen haben. Ob das Medikament gut vertragen wird, zeigt sich meist schon in der ersten Woche zu Beginn der Behandlung. Treten sehr starke Nebenwirkungen von Tamoxifen auf, dann kann versucht werden die Behandlung auf das Medikament Femara umzustellen. Wichtig ist, dass Patientinnen sich bei bedenklichen Veränderungen, zum Beispiel bei Blutungen, sofort an ihren Arzt wenden. Wird die Behandlung wieder abgesetzt, dann normalisiert sich in vielen Fällen auch der Hormonhaushalt wieder – folglich pendelt sich auch das Normalgewicht wieder ein und Hitzewallungen verschwinden.


Von Sarah Hebben


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