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Den Wii-Arm gibt es nicht: Spielkonsolen sind ungefährlich

Veröffentlicht in News & Forschung 13 Jan, 2015

Die moderne digitale Welt überfordert so manchen älteren Mitbürger, der mit Spielkarten und Brettspielen aufgewachsen ist, bei denen wütend herumgeworfene Monopoly-Häuschen die größte Gefahrenquelle darstellten. Anders lässt sich nicht erklären, dass seit Jahren immer wieder vor den fürchterlichen Gefahren gewarnt wird, die von modernen Spielkonsolen ausgehen. Besonders berüchtigt: Der sogenannte Wii-Arm, der durch die Medien geistert, seit Nintendo zum ersten Mal die Wii-Spielkonsole zum aktiven Mitmachen vorstellte. Alles Unsinn, wie nun ein niederländisches Forscherteam bewies.

Von entzündeten Handgelenken und ausgerenkten Knien

Die Forscher der Universität Groningen werteten insgesamt 38 medizinische Fachberichte aus, die sich mit angeblich durch Spielkonsolen verursachten Schmerzen befassten. So wollte sich eine junge Dame die linke Kniescheibe ausgerenkt haben, als sie mit der Wii Tennis spielte und hinfiel. Ein Junge litt hingegen unter fürchterlichen Nackenschmerzen weil er geschlagene 30 Minuten am Gameboy spielte. Eine Zeit, über die jede Tetris-besessene Oma nur lächeln kann. Dass bei einer Frau das Handgelenk streikte, nachdem sie zehn Tage lang jeden Tag sechs bis acht Stunden eine virtuelle Bowlingkugel warf, sollte hingegen niemanden verwundern. Dass Inkontinenz nicht nur Menschen im hohen Alter treffen kann, beschrieben gleich zwei Studien: Betroffen waren insgesamt vier Jungen. Sie hatten es schlicht und einfach nicht auf die Toilette geschafft, weil sie so sehr in das Spiel Super Mario Bros. vertieft waren.

Regelmäßige Pausen entlasten den Körper - und das Gehirn

Die von Spielkonsolen verursachten Schmerzen geben zwar immer wieder schöne Schlagzeilen her, doch letztendlich ist die Zahl der Verletzungen verschwindend gering, geben die niederländischen Forscher Entwarnung. Weltweit werden schließlich Millionen von Konsolen täglich genutzt, ohne dass der Körper zu schaden kommt.

Bei klassischen verkabelten Konsolen und neuerdings beim Spielen an Smartphones werden vor allem die Sehnen der Handgelenke und der Daumen über Gebühr strapaziert und können sich entzünden. Ein Phänomen, das auch Büroangestellte in Form des "Mausarms" heimsucht, wenn stundenlang monotone Arbeiten mit der Computermaus durchgeführt werden. Tendovaginitis heißt diese Erkrankung in der Fachsprache. Sie tritt immer dann auf, wenn stundenlang die gleiche Bewegung durchgeführt wird. Um sie vorzubeugen, sind daher regelmäßige Pausen sinnvoll - so schwer es auch mitten in einem spannenden Computerspiel fällt. Ist die Entzündung schon da, kann sie mit einer kühlenden Salbe behandelt werden. Tritt nach zwei Wochen keine Besserung auf, ist der Gang zum Arzt angesagt: Dieser kann entzündungshemmende Schmerzmittel verschreiben und das strapazierte Handgelenk mit einer Schiene ruhig stellen. Dies hat außerdem den Vorteil, dass der begeisterte Spieler für einige Zeit keinen Controller und kein Smartphone in die Hand nehmen kann und das Gelenk endlich Ruhe hat.

Bei der Wii auf genug Platz achten

Dass es beim ungestümen Hantieren mit dem Wii-Controller oft zu Verletzungen kommt, ist meist dem Platzmangel geschuldet. Schon so manche Vase und so mancher Lampenschirm musste bei einer erhitzten Partie Tennis dran glauben. Wird der Controller nicht ordnungsgemäß mit der Schlaufe am Handgelenk befestigt, kann sie außerdem aus der Hand rutschen - und dem Mitspieler ins Gesicht fliegen - oder in den teuren Plasmafernseher. Nicht gerade selten sind auch Unfälle, bei denen der Mitspieler einen Schlag gegen den Kopf einstecken muss, weil die Arme wild umher bewegt werden. Daher sollte zum Spielen immer ausreichend Platz vorhanden sein, um Abstand zu den Mitspielern und zerbrechlichen Gegenständen wahren zu können. Und auch hier gilt: Lieber öfter mal eine Pause einlegen , damit Muskeln und Gelenke nicht über Gebühr strapaziert werden.

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