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Neuer Virus aus der Wüste: In Deutschland geht die Angst vor MERS um

Veröffentlicht in News & Forschung 31 Mai, 2014

Ursprünglich schien sich das mysteriöse MERS-Virus auf die arabische Halbinsel zu beschränken, doch wie es nun mal so ist in der modernen globalisierten Welt, werden mittlerweile auch aus anderen Regionen Erkrankungen gemeldet - darunter in Europa, in den USA und in Fernost auf den Philippinnen. In Deutschland wurden die ersten MERS-Fälle im Mai bekannt.

MERS Virus in Europa angekommen

Allein im April wurden in Europa 217 Fälle von MERS gemeldet, womit innerhalb eines Monats mehr neue Patienten gezählt wurden als in den zwei Jahren davor. Neben Deutschland sind auch Frankreich, Italien, Griechenland, Großbritannien und die Niederlande betroffen. Den Patienten gemeinsam ist die Tatsache, dass sie sich auf der arabischen Halbinsel mit dem Virus infiziert haben. Forscher befürchten jedoch, dass sich die Viren von Mensch zu Mensch verbreiten, so dass ein Kranker, der gerade aus Saudi-Arabien nach Deutschland eingereist ist, theoretisch die Umsitzenden im Flugzeug anstecken kann, die Kollegen, mit denen er geschäftlich zu tun hat und natürlich die Familie zuhause. Kurzum: MERS könnte sich zu einer echten Epidemie auswachsen.

Was ist MERS eigentlich?

Die Abkürzung MERS steht für Middle Eastern Respiratory Syndrom, also für Atemwegsprobleme im Mittleren Osten. Konkret handelt es sich bei MERS um ein Coronavirus, das bei Menschen zu schweren Lungenentzündungen und Nierenversagen führen kann. In Saudi-Arabien, wo bislang 80% aller MERS-Fälle verzeichnet wurden, starben mittlerweile 145 Personen an den Folgen der Infektion. Viele erinnern sich noch an den letzten großen Ausbruch des Coronovirus SARS, der vor einigen Jahren vor allem in China tobte und über 800 Menschen das Leben kostete.

Ursprünglich ist der MERS-Virus vermutlich von arabischen Kamelen oder Dromedaren auf den Menschen übergesprungen, doch wie dies konkret geschah, konnten Wissenschaftler bislang noch nicht erklären. Fest steht lediglich, dass das Coronavirus auch bei Dromedaren in Saudi-Arabien gefunden wurde. Mittlerweile ist auch klar, dass das Virus auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann - möglicherweise auch, wenn der Träger des Virus gar nicht selbst infiziert ist.

Wie hoch ist das Risiko an MERS zu erkranken?

Wer eine Reise auf die arabische Halbinsel plant, sollte den Kontakt zu Kamelen und Dromedaren vermeiden, sowie zu kranken Personen. Dies gilt also auch für Touristen, die beispielsweise in Oman oder in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit Kamelen posieren wollen oder an einem Kamelritt teilnehmen wollen. Auch tierische Produkte wie z.B. frische Kamelmilch sollten vermieden werden.

Wer kurz nach einer Reise in den Orient Symptome wie Husten, Fieber, Durchfall oder Kurzatmigkeit an sich bemerkt, sollte den Hausarzt aufsuchen und auf die Reise hinweisen.

Ist MERS heilbar?

Ärzte forschen derzeit fieberhaft nach Medikamenten, mit denen sie MERS in den Griff bekommen können und konnten zumindest einige Symptome schon erfolgreich in Schach halten. Eine echte Therapie oder gar eine Schutzimpfung gegen MERS gibt es jedoch noch nicht.


Von Nicole Freialdenhoven


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