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Katzen- und Hundeallergien – was steckt dahinter?

Veröffentlicht in News & Forschung 23 Sep, 2014

Katzen und Hunde gehören für viele Menschen einfach zu einem glücklichen Heim – sie bringen Streicheleinheiten und Beschäftigung und halten in mancher Hinsicht sogar gesund. Was aber, wenn Sie auch für Niesen, juckende Augen und Atemnot sorgen? Tierhaarallergien sind weiter verbreitet, als man glauben mag – in Deutschland sind etwa 10% der Bevölkerung betroffen. Wir räumen mit den Mythen und Missverständnisse zum Thema Katzen- und Hundeallergie auf und haben die wichtigsten Fakten für Sie zusammengestellt.

Wie entstehen Allergien überhaupt?

Obwohl man von Tierhaarallergien spricht, sind es tatsächlich Eiweiße in Hautschuppen, Speichel, Talg und Schweiß der Tiere, die bei uns Menschen allergische Reaktionen auslösen können. Grundsätzlich kann man Allergien gegen alle Tierarten entwickeln, Allergien gegen Hunde und Katzen sind allerdings besonders häufig. Nach Pollenallergien und Hausstaubmilbenallergien sind Tierhaarallergien am weitesten verbreitet, wobei Katzenallergien noch häufiger vorkommen als Hundeallergien. Während die meisten Menschen nur auf manche Hunderassen allergisch reagieren, fangen Betroffene meist beim Kontakt zu allen Katzenrassen an zu niesen.

Allergien entstehen, wenn der Körper nicht zwischen gefährlichen und ungefährlichen Stoffen unterscheiden kann und Tierhaaren daher mit einer starken Abwehrreaktion begegnet. Kommt man dann mit Tierhaaren in Kontakt, sorgen die entwickelten Antikörper dafür, dass Histamin freigesetzt wird, welches für Symptome wie Niesen, Schnupfen, Hautausschlag und Augenjucken sorgt.

Spielen erbliche Vorbelastungen eine Rolle?

Leider ja! Leidet einer unserer Eltern unter einer Allergie gegen Hunde oder Katzen, dann haben wir im Kindesalter ein 25-30% höheres Risiko ebenfalls an einer Allergie zu erkranken. Sind beide unserer Eltern betroffen, dann steigert sich unser Allergie-Potenzial sogar um 50-70%. Eltern, die unter Tierhaarallergien leiden, sollten daher besondere Acht darauf geben ihre Kinder nicht in regelmäßigen Kontakten mit Hunden oder Katzen zu bringen.

Was kann man tun, wenn man sich trotz Allergie sehnlichst ein Haustier wünscht?

Die meisten Ärzte raten bei einer bereits bestehenden Allergie gegen Hunde oder Katzen entschieden von der Haltung eines Tieres ab. Gerade Katzen-Allergene sind besonders fein und aggressiv. Ist eine Katze erst einmal im Haushalt gewesen, dann kann es Monate dauern, bis die Allergie-Auslöser vollständig beseitigt sind.

In manchen Fällen ist eine Desensibilisierung durch regelmäßigen Kontakt mit einem Tier möglich, dies sollte allerdings unbedingt mit einem Arzt besprochen werden. Mehr Informationen zum Thema Desensibilisierung erhalten Sie in diesem Video:

Sollen akute Symptome behandelt werden, dann stehen Patienten heute Antihistamina, Adrenalin-Sprays und Glukokortikoid-Lösungen zur Verfügung. Sie heilen die Allergie zwar nicht, können aber sehr nützlich sein, wenn akuten Nies-Anfälle in besonderen Situationen, zum Beispiel beim Besuch von Freunden mit Tieren, vermieden werden sollen.

Ist der Wunsch nach einem eigenen Haustier dennoch sehr groß, dann kann es sich lohnen zu schauen, ob es Rassen gibt, gegen die keine Allergien bestehen. Grundsätzlich kann man sagen, dass Katzenhaar-Allergiker meist gegen alle Katzenrassen allergisch sind. Beobachtungen und Studien zeigen allerdings, dass die Rassen Cornish Rex, Sphynx, Sibrische Katze und Bengal-Katze deutlich seltener allergische Reaktionen hervorrufen. Dies liegt daran, das Sie weniger Proteine produzieren als andere Karten. Eine Garantie gibt es allerdings nicht, notfalls muss der geliebte Stubentiger dann wieder weggegeben werden.

Bei Hunden sieht es allerdings anders aus – hier gibt es tatsächlich sehr viele Menschen, die nur auf bestimmte Hunderassen allergisch reagieren. Ein Test kann hier Klarheit verschaffen und bietet so die Chance einen Begleiter zu finden, der keine unangenehmen Symptome verursacht. Besonders beliebt bei Allergikern sind Malteser, Bichon Frise, Bologneser, Pudel und Yorkshire Terrier.

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