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Katze oder Hund – was hält gesünder?

Veröffentlicht in News & Forschung 07 Okt, 2014

Katzen und Hunde machen das Leben einfach schöner – wer einen vierbeinigen Freund besitzt, kann das bestätigen. Welches Tier hält uns aber auch noch gesünder? Halten uns Hunde tatsächlich fit oder sind es eher Katzen, die sich besonders positiv auf das Gemüt wirken? Wir haben einen direkten Vergleich angestellt!

So wirken Haustiere auf die seelische Gesundheit

Neuere Studien belegen, dass der tägliche Kontakt mit Hunden oder Katzen sich sehr positiv auf die mentale Gesundheit auswirken kann. So sehr sogar, dass Hunde heute in der Therapie von schwer depressiven Menschen eingesetzt werden. An der Marienheider Klinik beispielsweise wurde im vergangenen Jahr eine Studie mit Hunden und insgesamt 60 Patienten durchgeführt, in der die heilende Wirkung bei Depressionen der Vierbeiner deutlich nachgewiesen werden konnte. Experten erklären, dass Hunde ihren Besitzern die Chance geben, mehr über sich selbst zu lernen und in beständigen Beziehungen Verantwortung zu übernehmen, was den Weg aus der Depression vereinfacht.

Auch Katzen können sich natürlich sehr positiv auf unser Gemüt auswirken. Wer die Abendstunden mit einem schnurrenden Fellball verbringt, der fühlt sich zu Hause meist wohler und muss in seinem Alltag keine körperliche Nähe missen, auch wenn er keinen festen Partner hat. Schlafende Katzen versinnbildlichen für viele Menschen Ruhe und Gelassenheit und tragen daher deutlich zu ihrer Entspannung bei. Der gezielte Einsatz von Katzen in der Therapie von Depressionen und Angstzuständen hat sich derzeit allerdings nicht durchgesetzt.

Unentschieden

Wer ist für die Gesundheit der Kleinen besser geeignet – Katze oder Hund?

Erstaunlicherweise sind Babys, die in Familien mit Haustieren groß werden, tatsächlich gesünder. Eine Studie an der Universität Kuopio in Finnland mit 397 Babys fand heraus, dass Babys, die mit Hunden aufwuchsen, deutlich seltener krank wurden. Warum dies so ist, konnte nicht vollständig geklärt werden, Experten vermuten allerdings, dass der Kontakt zu Hunden und das regelmäßige Gassi gehen das Immunsystem stärken.

In einem etwas geringeren Umfang wirken sich auch Katzen positiv auf die Gesundheit von Babys aus. So verringert die Gesellschaft von Hunden und Katzen gleichermaßen das Risiko des Babys an einer Atemwegserkrankung zu leiden um 30%.

+1 für Hunde

Welches Haustier bringt mehr Harmonie ins Haus?

Da Katzen nicht Gassi gehen müssen, könnte man argumentieren, dass sie den Familienfrieden weniger gefährden als Hunde, bei denen man sich öfter mal um die Verantwortung streiten kann. Zwar bieten Hunde Teenagern die Chance, selbst Verantwortung fürs Spazierengehen und Füttern zu übernehmen, in der Praxis funktioniert dies aber nicht immer so einfach wie erhofft.

Katzen hingegen sind ein wenig unabhängiger und können auch mal das Katzenklo benutzen oder sich durch eine Klappe in der Tür frei im Garten bewegen. Sie müssen natürlich gefüttert werden, machen insgesamt aber deutlich weniger Arbeit und sind daher eher Harmonie-Bringer als Hunde.

+1 für Katzen

Welcher Begleiter hält uns körperlich eher fit?

Wenn es um die körperliche Fitness ihrer Besitzer geht, dann liegen Hunde ganz weit vorn. Eine Studie mit mehr als 5000 Menschen maß deren Bewegungsindex über einen längeren Zeitraum hinweg und machte dabei deutlich, dass Hundebesitzer sich sogar mehr bewegen als Menschen mit einer Mitgliedschaft im Fitnessstudio. Im Durchschnitt gehen Hundehalter täglich zwei Mal 24 Minuten spazieren, hinzu kommen nochmal zwei Stunden und 33 Minuten die Woche für längere Spaziergänge. Menschen mit Mitgliedschaft im Fitnessstudio hingegen kommen pro Woche durchschnittlich nur auf eine Stunde und 22 Minuten Bewegung.

Katzen hingegen sind natürlich eher wegen ihrer gemütlichen Natur bekannt. Mit ihnen kann man die Abende bei Kerzenschein auf dem Sofa verbringen und muss mit ihnen nicht mal spazieren gehen. Man könnte sogar meinen, dass Katzen einen vom Fitnessstudio abhalten, wenn man nach der Arbeit nach Hause kommt und sie einen mit ihrem sanften Schnurren zum Bleiben verführen.

+1 für Hunde

Und wie sieht es mit dem Allergierisiko aus?

Leider muss man sagen, dass Katzen häufiger eine Allergie verursachen als Hunde – niesen, Augen jucken und Atemnot können die Folge sein. Oftmals bestehen Hundehaarallergien nur bei ganz bestimmten Rassen, Katzenhaarallergien hingegen betreffen meist alle Rassen und verursachen in vielen Fällen schon bei geringem Kontakt unangenehme Symptome. Allergieauslöser sind dabei tatsächlich nicht die Haare selbst, sondern ein Stoff aus dem Speicher der Katzen.

+1 für Hunde

Welches Tier wird dem Menschen eher gefährlich?

Gut erzogene Hunde würden Menschen natürlich niemals angreifen, dennoch gibt es Fälle, bei denen Hunde Menschen sogar tödlich verletzt haben. In den Jahren 1950 bis 2001 starben in Deutschland 62 Menschen an Hundebissen, die meisten von ihnen waren mit dem Hund sogar bekannt.

Das schlimmste, was Katzen beim Menschen anrichten, sind in der Regel kleinere Kratzer, von richtigen Bissen gibt es kaum Berichte und auch Todesfälle gab es nicht. Katzen können also durchaus als friedfertiger und weniger gefährlich für den Menschen bezeichnet werden.

+1 für Katzen

Und wer rettet uns das Leben, wenn es mal hart auf hart kommt?

Hunde sind treue Begleiter, die für ihren Besitzer alles tun würden. Dank Ihrer Intelligenz und ihrem guten Spürsinn können Sie uns Menschen manchmal sogar das Leben retten – so gibt es zahlreiche Geschichten, in denen Hunde ihre Besitzer bei Unfällen geschützt haben, zum Beispiel, indem Sie durch lautes Bellen auf ihren verunglückten Besitzer aufmerksam gemacht haben. Es gibt sogar Geschichten über einen Mops, der den Brustkrebs seines Frauchens gerochen hat und sie solange an der Brust angestupst hat, bis diese zur Untersuchung ging.

Andere Hunde wiederum können als Blindenhunde ausgebildet werden und ermöglichen es ihren Besitzern so am täglichen Leben teilzunehmen, ohne dabei im Straßenverkehr zu verunglücken. Epilepsie-Patienten werden ebenfalls manchmal in kritischen Momenten von Hunden unterstützt – speziell trainiere Epilepsie-Hunde haben einen siebten Sinn und können ihre Besitzer warnen, wenn es zu einem Anfall kommt.

Katzen als Beschützer sollte man allerdings ebenfalls auf gar keinen Fall unterschätzten. Sie stehen Ihrem Besitzer auch in schwierigen Situationen bei und werden handgreiflich, wenn Feinde eine Gefahr für ihren liebsten Menschen darstellen könnten. Dieses süße Video zeigt zum Beispiel eine Katze, die einen kleinen Jungen vor einem gemeinen Nachbarshund rettet:

Unentschieden



Das Endergebnis: 5 zu 4 für Hunde


Von Sarah Hebben


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