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Wie Ampeln unsere Lungen krank machen

Veröffentlicht in News & Forschung 10 Apr, 2015

Ampeln als Gesundheitsrisiko


Eine englische Studie beschäftigte sich kürzlich mit den gesundheitlichen Risiken für Autofahrer, die an Ampeln stehen und dabei besonders vielen Abgasen und Schadstoffen ausgesetzt werden. Deutlich wurde dabei, dass besonders Pendler ein größeres Risiko haben an einer Atemwegserkrankung zu erkranken.

Warum Feinstaub so ungesund ist


Als Feinstaub bezeichnet man einen Teil des Schwebstaubes, der durch eine PM-Kategorisierung aus den USA gemessen wird. Abgase aus dem Straßenverkehr stellen mit 64.000 Tonnen pro Jahr nach der Wirtschaft (74.000 Tonnen) die größte Quelle für Feinstaub in Deutschland dar. Grenzwerte werden in Europa seit 1999 im Rahmen der Luftqualitätsrichtlinie festgelegt, so dass bei Grenzüberschreitung ein Aktionsplan auf Landesebene aufzustellen ist. Nicht jeder Feinstaub ist allerdings auch gesundheitsschädlich – Meeressalze beispielsweise zählen auch zur Gruppe des Feinstaubs und werden manchmal sogar als Kur verordnet. Feinstaub aus Abgasen kann allerdings zu allergischen Reaktionen, Asthma, Atemwegsbeschwerden und sogar Lungenkrebs führen.

Die Schadstoffbelastung an Ampeln ist besonders groß


Eine aktuelle englische Studie zeigte, dass Autofahrer durchschnittlich nur etwa 2% ihrer Fahrzeit an Ampeln verbringen und dennoch etwa ein Viertel der gesamten Schadstoffbelastung der Fahrtstrecke an Ampeln aufnehmen. Grund ist unter anderem, dass die Schadstoffbelastung beim Anfahren enorm ansteigt. Auch an der Technischen Universität in Darmstadt ist man der Meinung, dass das Thema derzeit noch nicht ausreichend Aufmerksamkeit bekommt. Fakt ist nämlich zum Beispiel, dass in Deutschland drei Mal mehr Menschen durch abgasbedingten Feinstaub als durch Verkehrsunfällen sterben.

Neben Autofahrern sind natürlich auch Radler, Fußgänger und Benutzer von öffentlichen Bussen dem Feinstaub ausgesetzt. Die klitzekleinen Teilchen können dabei leicht in die Lunge eindringen und so für Atemwegs- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen sorgen.

In einer weiteren Studie sollte untersucht werden, wie groß die Belastung im Detail unter unterschiedlichen Vorrausetzungen ist. Eine der Grundannahmen war dabei beispielsweise, dass britische Pendler im Durchschnitt 1,5 Stunden pro Tag im Auto verbringen. In dem Versuch wurde eine Strecke von sechs Kilometern mit insgesamt zehn Ampeln unter verschiedenen Bedingungen abgefahren, zum Beispiel bei offenem und geschlossenem Fenster sowie mit und ohne Lüftung. Die Konzentration der Partikel in der Luft innen und außen lag dabei zwischen fünf und 560 Nanometern Durchmesser – enorme Unterschiede also. Erstaunlicherweise fand man dabei heraus, dass selbst die Schadstoffbelastung der Innenluft im Auto beim Anfahren an Ampeln um das 29 fache ansteigt.

Was kann man aus den Erkenntnissen schlussfolgern?


Dass lange, tägliche Autofahrten nicht gerade zu der körperlichen Fitness beitragen, ist natürlich schon lange klar. Die englische Studie zeigt allerdings noch weitere Gesundheitsrisiken auf, die durch regelmäßiges Autofahren entstehen. Wer kann, sollte daher unbedingt versuchen wann immer möglich auf die Bahn umzusteigen oder das Fahrrad nutzen. Wer Hauptverkehrszonen mit dem Rad vermeiden kann, bekommt frische Luft und verbrennt zusätzlich einige Kalorien.

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