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Stoßwellentherapie gegen Impotenz

Veröffentlicht in Männergesundheit 26 Nov, 2013

Fast die Hälfte aller Männer ab 40 Jahren leidet darunter, doch kaum jemand spricht darüber: Erektile Dysfunktion ist eines der letzten ganz großen Tabuthemen bei der Männergesundheit. Ursachen für die Störungen der Potenz gibt es viele: Bei jüngeren Männern handelt es sich häufig um psychische Sperren, die durch den scheinbaren Leistungsdruck im Bett entstehen, bei älteren Männern stehen dagegen körperliche Probleme im Vordergrund.

So kann Arteriosklerose (Arterienverkalkung) einen ausreichenden Blutfluss in die Schwellkörper des Penis verhindern, die für eine Erektion sorgen. Auch Diabetes, Nervenerkrankungen und Medikamente mit Nebenwirkungen können zu eine Erektile Dysfunktion auslösen. Bislang werden je nach Diagnose meistens Medikamente gegen Impotenz verschrieben, doch Forscher der Uniklinik Frankfurt haben nun möglicherweise etwas Neues entdeckt: Die Stoßwellentherapie gegen Impotenz. Damit könnte es demnächst auch eine neue Therapie für diejenigen geben, bei denen auch Viagra & Co. keine ausreichende Hilfe gebracht haben.

Was ist eine Stoßwellentherapie?

Stoßwellen entstehen in der Natur durch extreme Druckunterschiede. Bekannt ist die Druckwelle nach einer Explosion, die Staub und Gegenstände aufwirbelt. Auch der Donner, der nach einem Blitzschlag zu hören ist, wird durch eine vom Blitzkanal ausgehende Stoßwelle erzeugt. In der Medizin werden sogenannte hochenergetische fokussierte Stoßwellen (ESWL) seit den 80er Jahren angewendet um Nierensteine, Gallensteine oder Harnsteine im Körper von außerhalb zu zertrümmern. Bei diesem Verfahren werden gebündelte Schallwellen auf die betroffene Körperpartie gerichtet, damit sie den Stein oder die Steine soweit zertrümmern, dass er auf natürlichem Weg ausgeschieden werden kann.

Kurz darauf wurde die hochenergetische Stoßwellentherapie (ESWT) auch in der Orthopädie zum ersten Mal eingesetzt um Verkalkungen an Sehnen und Einlagerungen an den Gelenken aufzulösen und nicht heilende Knochenbrüche zu behandeln. Die niederenergetische Stoßwellentherapie (LISW) kommt bei Erkrankungen wie dem "Tennisellbogen", bei Arthrosen und bei Muskelverhärtungen zum Einsatz.

Stoßwellentherapie gegen Impotenz

In den letzten Jahren wurde die niederenergetische Stoßwellentherapie weiterentwickelt um chronische Durchblutungsstörungen des Herzens zu therapieren. Die Stoßwellen gehen nicht nur gegen die Arterienverkalkung vor, sondern können auch die Neubildung von Gefäßen anregen. Diese niederenergetische Stoßwellentherapie wurde nun auch zum ersten Mal erfolgreich an einem Penis getestet um erektile Dysfunktion zu behandeln.

Das neu entwickelte Gerät besitzt nur noch etwa zehn Prozent der Energie, die ursprünglich für die Zertrümmerung von Nierensteinen angewandt wurde. Zudem wird die Stoßwelle nicht auf einen einzigen Punkt im Körper konzentriert, sondern über eine Länge von sieben Zentimetern verteilt. So kann der gesamte Penis an vier Ansatzpunkten gleichzeitig behandelt werden.

Teilnehmer an klinischer Studie zur Stoßwellentherapie bei Impotenz gesucht

Als nächstes will das Universitätsklinikum Frankfurt nun eine größere klinische Studie zur Wirksamkeit der Stoßwellentherapie bei Impotenz durchführen. Dazu werden derzeit noch freiwillige Teilnehmer gesucht. Die Teilnahme an der Studie ist kostenlos und erfolgt schmerzfrei in ambulanten Therapiesitzungen in der Klinik. Als Teilnahmevoraussetzungen listen die Mediziner folgende Punkte auf:

  • Es muss eine vaskuläre Erektile Dysfunktion vorliegen, die auf mangelnde Durchblutung des Penis zurückzuführen ist.
  • Der Teilnehmer soll sich zu Beginn der Behandlung seit mindestens drei Monaten in einer stabilen Partnerschaft befinden
  • Der Teilnehmer muss zuvor mindestens vier Wochen lang erfolglos PDE-5-Inhibitoren wie Viagra eingenommen haben.

Interessierte Probanden können sich telefonisch oder per E-Mail bei der Studienassistentin Ruth Brandau-Roedel für eine unverbindliche Vorsprechung unter 069-6301 84778 oder ruth.brandau-roedel@kgu.de anmelden.

Erektionsstörung oder Impotenz?

Wenn es einmal im Bett nicht klappt, ist dies zunächst kein Grund zur Sorge. Erst wenn ein Mann über einen Zeitraum von sechs Monaten in mehr als zwei Dritteln der Fälle keine echte Erektion mehr bekommen oder aufrecht erhalten kann, ist von einer erektilen Dysfunktion oder Impotenz die Rede. Offiziell leiden in Deutschland etwa fünf Millionen Männer daran, doch die Dunkelziffer liegt vermutlich noch höher. Die Stoßwellentherapie könnte für viele neue Hoffnung auf ein erfülltes Sexualleben darstellen.

Kommentare

  • rudelSonntag, Nov 02, 2014

    gibt in berlin paxis für diese terapie?

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