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Der beste Schutz vor Prostatakrebs? Sex mit mehr als 20 Frauen!

Veröffentlicht in Männergesundheit 06 Nov, 2014

Nein, natürlich nicht direkt hintereinander, sondern über das Leben verteilt. Dies will eine kanadische Studie der Universität Montreal und des INRS-Institute Armand Frappier herausgefunden haben, die in der letzten Woche veröffentlicht wurde. Die Forscher beobachteten insgesamt 3208 Männer über einen Zeitraum von vier Jahren. Dabei stellten sie fest, dass die Männer, die mit mindestens 20 unterschiedlichen Frauen geschlafen hatten, ein um 28 Prozent niedrigeres Risiko besaßen, später an Prostatakrebs zu erkranken als diejenigen, die lediglich mit einer einzigen Partnerin ins Bett stiegen. Auch das Risiko einer anderen aggressiven Krebserkrankung war bei ihnen um 19 Prozent verringert. Männliche Jungfrauen waren sogar noch schlechter dran: Bei ihnen war das Risiko einer Prostatakrebserkrankung doppelt so hoch wie bei den sexuell aktiven Männern.

Nur Frauen haben eine schützende Wirkung

Eine schützende Wirkung scheint dabei jedoch nur von Frauen auszugehen: Während monogam lebende Homosexuelle zumindest kein erhöhtes Risiko hatten, an Prostatakrebs zu erkranken, war das Risiko bei Männern, die mit mindestens 20 anderen Männern geschlafen hatten, doppelt so hoch und das Risiko einer anderen aggressiven Krebserkrankung sogar fünfmal so hoch.

Erklärungen haben die Forscher ebenfalls zur Hand: Männer mit wechselnden Partnerinnen sind insgesamt sexuell aktiver, so dass sie auch öfter ejakulieren. Und dies - so hatten frühere Studien bereits gezeigt - wirke ich positiv auf das Prostatakrebsrisiko aus. Dass homosexuelle Männer dennoch ein höheres Risiko haben, konnten sie dagegen nicht wirklich erklären. Eine Möglichkeit sei es, dass Analverkehr zu einem körperlichen Trauma an der Prostata führe, doch hierzu gäbe es noch keine Studien.

Zweifel an der Gültigkeit der Studie

So toll die Schlagzeile auch ist (und so manchem Mann wohl auch als Rechtfertigung dienen wird), so groß sind dennoch die Zweifel an der Studie. So machten die Männer Angaben zu ihrer sexuellen Aktivität in Interviews - ohne eine Überprüfung seitens der Wissenschaftler. Als ob die Herren der Schöpfung in diesem Bereich stets die Wahrheit sagen würden.

Auch die Behauptung, dass häufige Ejakulationen gut für die Gesundheit wären, wird in Frage gestellt. Schließlich gibt es zahllose Männer, die bei den Frauen nur selten oder gar nicht zum Zug sind, aber dafür oft genug im stillen Kämmerlein selbst Hand anlegen.

Letztendlich würden wohl andere Faktoren weit wichtiger sein, so zum Beispiel bekannte Risikofaktoren wie Alter, Ethnie und Vererbung. Männer, die in einer treuen Beziehung leben, seien außerdem meist eher bereit, regelmäßig den Arzt zur Kontrolle aufzusuchen, so dass Krebstumore bei ihnen früher erkannt werden. Auf der anderen Seite würden Männer, die häufig neue Abenteuer suchen, womöglich besser auf ihre Gesundheit und Fitness achten und so fast automatisch viel zur Krebsvorbeugung tun. Wenig zielführend ist es jedoch vermutlich, jetzt auf Teufel komm raus nach mindestens 19 weiteren Bettgefährtinnen zu suchen.

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