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Erektionsprobleme im Alter: Östrogenmangel schuld?

Veröffentlicht in Männergesundheit 14 Aug, 2013

Es klingt wie ein Paradox, doch einer neuen Studie des Massachusetts General Hospital in Boston zufolge können Erektionsprobleme im Alter möglicherweise an einem Mangel des weiblichen Sexualhormons Östrogen liegen - und nicht wie bislang angenommen an einem Rückgang des männlichen Sexualhormons Testosteron.

Erektionsstörung im Alter hormonell behandelbar

Die amerikanischen Forscher unterteilten 400 Männer in drei unterschiedliche Gruppen: Eine Gruppe erhielt sieben Jahre lang ein Testosteron-Gel und eine Gruppe zusätzlich zu diesem Gel ein weiteres Mittel, das die Umwandlung von Testosteron in Östrogen im Körper verhinderte. Eine dritte Vergleichsgruppe erhielt ein Placebo. Dabei stellte sich heraus, dass die Gruppe, die an dem künstlich herbei geführten Östrogenmangel litt, nicht nur am schnellsten an Gewicht zulegten, sondern auch am meisten über den Verlust ihrer Libido klagten. Die Forscher erkannten, dass die gewöhnlich dem Testosteronmangel zugeschriebenen Probleme tatsächlich auf einem Mangel an Östrogen beruhten. Weitere Studien sollen nun zeigen, ob sich Erektionsprobleme im Alter möglicherweise mit einer hormonellen Therapie behandeln lassen.

Potenz im Alter kein Wunschtraum

Kaum etwas macht den Männern so viel Sorge wie die anhaltende Potenz im Alter. Natürlich lässt sich nicht von der Hand weisen, dass es häufiger Erektionsprobleme im Alter als in jungen Jahren gibt, doch pauschale Aussagen lassen sich auf keinen Fall treffen - schließlich gibt es viele Männer, die noch mit über 70 Jahren ein sehr aktives Liebesleben (ganz ohne künstliche Helferlein) genießen, während sich andere schon in jungen Jahren mit Potenzproblemen herumschlagen.

Statistisch gesehen beginnen die meisten Erektionsprobleme im Alter von 40 bis 50 Jahren. Klagt rund jeder fünfte 40-jährige über Potenzprobleme, ist es bei den über 50-jährigen schon mehr als jeder Dritte. Schuld daran ist das Nachlassen der Muskulatur, wodurch weniger Blut in den Schwellkörper gelangt und die Erektionen nicht mehr so stark sind wie früher. Viele Männer helfen hier mit Pillen wie Viagra nach, doch Forscher glauben, dass sich Erektionsprobleme im Alter auch mit einem gesunden Lebensstil vermeiden lassen - und die Potenz im Alter kein Wunschtraum sein muss.

Blutgefäße mit gesunder Ernährung unterstützen

Die heutigen gesundheitlichen Probleme wie Rauchen, Bluthochdruck, Übergewicht und Bewegungsmangel führen zu zahlreichen Folgekrankheiten wie Diabetes oder Arteriosklerose, dies ist allgemein bekannt. Wer seine Blutgefäße mit gesunder fettarmer Ernährung und täglicher Bewegung pflegt, tut damit auch seiner Potenz etwas Gutes, denn natürlich werden auch die Blutgefäße geschädigt, die den Penis mit Blut versorgen. Studien haben ergeben, dass Männer, die unter Übergewicht und Bluthochdruck leiden, auch wesentlich häufiger an einer Erektionsstörung im Alter leiden als gesunde Männer, die sich fettarm ernähren und regelmäßig bewegen.

Psychische Gründe nicht vernachlässigen

Zwar leiden vor allem junge Männer unter derartigen Versagensängsten, dass sie dadurch erst recht an Erektionsstörungen leiden, doch auch bei älteren Männern ist die Psyche nicht zu vernachlässigen. Wurden andere Gründe für die Potenzprobleme ausgeschlossen, kann möglicherweise ein Gespräch mit einem Psychologen helfen. So trifft viele ältere Männer die erste Erektionsstörung im Alter schwer, weil sie befürchten, dass es nun mit ihrer Manneskraft schnell bergab geht. Andere leiden so sehr darunter, dass sie ihren Partner nicht mehr so gut befriedigen können wie früher. Der Druck führt dann dazu, dass aus einer leichten Erektionsstörung möglicherweise eine echte erektile Dysfunktion wird.

Letztendlich können Erektionsprobleme im Alter aber auch Hinweise auf andere Krankheiten sein, die nur der Arzt feststellen kann. Daher ist ein Gang zum Arzt auf jeden Fall angebracht, wenn die Erektionsstörungen häufiger auftreten. Einfach nur heimlich die blauen Pillen schlucken, ist auf keinen Fall eine Lösung. Apropos Pillen: In manchen Fällen können auch Medikamente verantwortlich sein, so dass der Arzt möglicherweise ganz einfach andere Medikamente verschreiben kann und so dem Liebesleben wieder neuen Schwung verleiht.

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