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Keine Angst vor der Diagnose Prostatahyperplasie

Veröffentlicht in Männergesundheit 30 Okt, 2013

Die benigne Prostatahyperplasie gehört zu den häufigsten Erkrankungen bei Männern im mittleren und höheren Alter. Eine Diagnose ist jedoch kein Grund zur Panik, denn die Prostatahyperplasie hat nichts mit dem gefürchteten Prostatakrebs zu tun und kann leicht behandelt werden. In Deutschland sind rund ein Viertel aller Männer über 50 Jahren von der Prostatahyperplasie betroffen.

Die Benigne Prostatahyperplasie

Offiziell wird die gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse Benigne Prostatahyperplasie - kurz BPH - genannt. Die Vergrößerung der Prostata bei Männern im fortgeschrittenen Alter ist zunächst einmal normal und keine Erkrankung. Als Erkrankung wird die Benigne Prostatahyperplasie diagnostiziert wenn es zu Problemen wie nächtlichem Harndruck kommt oder zum Gefühl, ständig Wasser lassen zu müssen obwohl kaum etwas kommt. Die Entstehung des BPH konnte bis heute nicht eindeutig geklärt werden, doch es werden Zusammenhänge mit den männlichen und weiblichen Sexualhormonen im Körper vermutet.

Spätestens im zweiten Stadium ist die Benigne Prostatahyperplasie ein Fall für den Urologen. Dann kommt es zu Harnwegsinfektionen und Restharnbildung, wodurch wiederum Blasensteine oder sogar Blutungen entstehen können. Im dritten und letzten Stadium kommt es zur sogenannten Überlaufblase, d.h. es tröpfelt ständig. Auch kann es zu Nierenproblemen kommen, weil sich durch die übervolle Blase ein Urinrückstau bis in die Nieren bildet.

Benigne Prostatahyperplasie: Diagnose und Behandlung

Der Arzt diagnostiziert die BPH in der Regel durch Abtasten der Vorsteherdrüse und durch die Untersuchung einer Harnprobe. Möglicherweise wird auch eine Blutuntersuchung angeordnet oder eine Bestimmung des PSA Wertes. Liegt eine starke Erhöhung des PSA Wertes vor, wird zumindest eine Biopsie vorgenommen um mögliche bösartige Tumore auszuschließen.

Im Frühstadium lässt sich die Benigne Prostatahyperplasie meistens gut mit Medikamenten behandeln. Diese entspannen die Blasenmuskulatur, so dass der Urin wieder abfließen kann. Weniger beliebt bei den Patienten ist die Unterdrückung der Testosteronproduktion, da dies häufig mit Störungen der Potenz einhergeht.

Im späteren Stadium wird in der Regel eine Operation empfohlen, die sogenannte transurethrale Resektion (TUR) der Prostata.

TUR Prostata

Bei der TUR Prostata, manchmal zu TUR-P abgekürzt, wird ein Teil der Prostata auf endoskopischem Weg entfernt. Dabei wird durch ein kleines Rohr mit chirurgischen Instrumenten Licht und Kamera in die Harnröhre eingeführt um einen Teil des Prostatagewebes mit Hilfe einer elektrischen Schlinge und Hochfrequenzstrom zu zerschneiden und über den Harnkanal auszuspülen. Die Patienten bleiben nach der Operation einige Tage mit einem Blasenkatheter im Krankenhaus.

Die TUR Prostata gilt als Goldstandard der Prostatabehandlungen, da es sich um einen leichten Eingriff mit wenigen Risiken handelt. In manchen Kliniken kann sie sogar schon ambulant durchgeführt werden. Als moderne Alternative zur derzeit verwendeten Elektroschlinge kommt bei der TUR Prostata auch immer häufiger ein Laser zum Einsatz.

In wenigen Fällen ist die Prostata so stark vergrößert, dass eine offene Operation notwendig ist. Statistiken zufolge kamen auf 79.000 TUR Prostata Eingriffe jedoch nur 5700 offene Operationen.

Prostatahypertrophie (Abgrenzung)

Die benigne Prostatahyperplasie wird ab und zu auch fälschlicherweise als Prostatahypertrophie bezeichnet. Streng genommen darf der Begriff Prostatahypertrophie jedoch nicht verwendet werden, da es sich bei einer Hypertrophie um die Vergrößerung einzelner Gewebezellen handelt, während es sich bei einer Hyperplasie um eine Vermehrung von Gewebezellen handeln. Bei einer vergrößerten Prostata handelt es sich um letzteres, da die Hormone die Zellteilung stimulieren. Eine Hypertrophie kann nur dort vorliegen, wo sich Zellen nicht mehr teilen können, zum Beispiel im Herzmuskel oder im Skelettmuskel.

Mehr Lebensqualität durch Prostatabehandlung

Auch wenn viele Männer Angst um ihre Potenz haben, sollte bei Prostataproblemen auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden. Wird die Diagnose benigne Prostatahyperplasie früh genug gestellt, reicht eine medikamentöse Behandlung meistens schon aus um Blasenprobleme in den Griff zu bekommen. Doch auch der TUR Prostata Eingriff ist jahrelangen Problemen beim Wasserlassen ganz sicher vorzuziehen.

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