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Was ist eigentlich Hirsutismus?

Veröffentlicht in Haut & Beauty 05 Jul, 2012

Was bei Männern attraktiv sein kann, ist für die Großzahl der Frauen ein Graus. Der im Volksmund als "Damenbart" bekannte Hirsutismus, ist eine hormonbedingte Abnormalität des weiblichen Haarwachstums, die nach wie vor viel umschwiegen wird. Hirsutismus sollte nicht mit Hypertrichose verwechselt werden – hierbei handelt es sich nicht um eine Hormonstörung, sondern um eine meist autosomal dominant vererbte Krankheit.

Circa 20% der deutschen Frauen sind vom Hirsutismus betroffenen und leiden an einem stark ausgeprägten Haarwachstum im Kinn- und (oder) Oberlippenbereich. Ausbreiten kann sich das Krankheitsbild in beinahe jeder Altersklasse – vermehrt wurde das Auftreten des Damenbartes in den Anfang 30ern der Frau beobachtet. Die Erklärung liegt in den Veränderungen des Hormonhaushaltes, die eine Frau während ihres Lebens durchläuft.

Des Mannes Freund, der Frauen Leid

Die meisten Frauen versuchen ihr nur Möglichstes, um lästige Körperbehaarung von Beinen und Armen zu entfernen. Die Körperpflegeindustrie bietet hier eine Vielzahl an Produkten an, die für ein gutes Körpergefühl und glatte Haut sorgen sollen. Doch was ist, wenn auch Regionen im Gesicht betroffen sind, wenn zum Beispiel ein Hirsutismus vorliegt, und die Frau somit unter einem Damenbart zu leiden hat?

Liegt ein Hirsutismus vor, kann dieser äußerst unterschiedliche Ursachen haben, hier bieten sich entsprechend breit gefächerte Behandlungsmethoden an.

Mögliche Ursachen des Hirsutismus

Ausgelöst wird Hirsutismus meist durch hormonelle Störungen. Das Alter der Betroffenen spielt bei einem durch Hormonstörungen ausgelösten Hirsutismus keine große Rolle, hier kann jede Altersklasse betroffen sein. Die übermäßige Behaarung beschränkt sich nicht nur auf den bekannten Damenbart, sondern kann auch den Rücken, den Oberkörper und andere Körperregionen befallen.

Vor allem Virilisierung – ein erhöhter Testosteronspiegel mit entsprechenden Vermännlichungserscheinungen – ist für Hirsutismus verantwortlich. Virilisierung wiederrum kann verschiedene Ursachen haben: Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS), Tumore im Ovarialbereich oder auf der Nebennierenrinde, oder eine Nebennierenrinden-Überfunktion.

Ein weiterer Auslöser dieser Krankheit kann auch die vorübergehende oder langfristige Einnahme medizinisch notweniger Präparate sein. Litten bereits andere Verwandte unter Hirsutismus, kann dieser auch an nachfolgende Generationen weitervererbt werden.

Die Hirsutismus Behandlung

Wie kann man Hirsutismus behandeln? Um dem auffälligen Haarbefall im Gesicht Herr zu werden, bieten sich allerlei Methoden an. Das tägliche Rasieren der betroffenen Stellen ist für viele Frauen eine unbefriedigende und belastende Lösung. Durch das Epilieren oder Lasertechniken können störende Haare im Gesicht dauerhaft entfernt werden, hier sind mehrere Sitzungen bei einem Hautarzt oder einer dafür ausgebildeten Kosmetikerin von Nöten. Am einfachsten und am nachhaltigsten lässt sich der unliebsame Damenbart mit Cremes wie Vaniqa behandeln.

Wann ist Haarwuchs krankhaft?

Hirsutismus wurde lange Zeit nicht offiziell als Krankheit erfasst. Seit dem Einsatz des Ferriman-Gallwey-Index als Messgröße für (weibliches) Haarwachstum, kann das Krankheitsbild jedoch "errechnet" werden und ist somit offiziell diagnostizierbar.
Auf einer Scala von null bis vier wird an neun verschiedenen Körperstellen die Haarverteilung gemessen. Liegt dieser Wert in ihrer Summe über acht, liegt Hirsutismus vor. Es liegt jedoch auf der Hand, dass der Hirsutismus als Krankheit, in Anbetracht seiner Auswirkungen auf das weibliche Ego und das Selbstwertgefühl, nicht als rein körperliches Leiden zu kategorisieren ist.

Es kann demnach durchaus sein, dass – obgleich der Ferriman-Gallwey-Index unter dem Grenzwert von acht liegt – das persönliche Haarwachstum als seelische Belastung empfunden wird. Das Gleiche gilt selbstredend auch anders herum; nicht jede Frau mit einem Wert jenseits der "acht" fühlt sich zwingend unwohl in ihrer Haut.

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