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Was ist eigentlich Hypertrichose?

Veröffentlicht in Frauengesundheit 19 Aug, 2013

Nicht nur, aber vor allem Frauen leiden unter Hypertrichose, einer übermäßigen Körperbehaarung in unterschiedlich starker Ausprägung. Eine häufig vorkommende milde Form der Hypertrichose ist zum Beispiel eine recht starke Behaarung der Arme und Beine. Zur extremen Form der Hypertrichose gehört dagegen eine vollständige Gesichtsbehaarung, die zur Bezeichnung "Wolfsmensch" für die Betroffenen geführt hat.

Hypertrichose kurz erklärt

Die menschliche Haut ist fast überall am Körper behaart. Komplett haarlos sind nur die Innenflächen der Hände und Füße, sowie die Schleimhäute. Die Behaarung ist dabei nicht nur bei Männern und Frauen unterschiedlich stark ausgeprägt, sondern auch von Kontinent zu Kontinent verschieden. Asiaten und Afrikaner haben in der Regel eine weniger ausgeprägte Körperbehaarung als Europäer. Von Hypertrichose ist die Rede, wenn an bestimmten Stellen des Körpers oder am ganzen Körper verstärkt Haare wachsen. Beim Mann ist dies zum Beispiel eine starke Behaarung des Rückens, bei Frauen die starke Behaarung der Arme oder Beine.

Hypertrichose ist jedoch nicht mit Hirsutismus zu verwechseln, auch wenn die beiden Begriffe manchmal fälschlicherweise als Synonyme verwendet werden. Von Hirsutismus wird gesprochen, wenn bei der Frau eine "männliche" Behaarung auftritt, d.h. ein klassischer Damenbart oder eine extrem starke Behaarung im Genitalbereich. Meistens sind hormonelle Störungen, die zu einem Übermaß an Testosteron führen, die Ursache.

Hypertrichose ist in den seltensten Fällen angeboren, sondern meistens eine Folge von Krankheiten. Auch Medikamente können Hypertrichose als Nebenwirkung auslösen. Angeborene Hypertrichose, die durch mutierte Chromosomen entsteht und zur "Wolfsmensch"-Gesichtsbehaarung führt ist extrem rar und wurde bislang weniger als 100 Mal weltweit dokumentiert.

Wie lässt sich Hypertrichose behandeln?

Um die Hypertrichose behandeln zu können, ist zunächst die korrekte Diagnose und eine Abgrenzung zu ähnlichen Krankheiten notwendig. Die Diagnose erfolgt gewöhnlich nach Labortests und Blutuntersuchungen. Wird ein Medikament als Auslöser der Hypertrichose erkannt, reicht meistens schon der Wechsel zu einem alternativen Präparat. In anderen Fällen hilft eine Hormon-Therapie, um die Hormonbildung und damit das Wachstum der Haare abzuschwächen. Manchmal ist jedoch auch ein Tumor Schuld an der übermäßigen Behaarung. In diesem Fall lässt sich die Hypertrichose behandeln, indem der Tumor operativ entfernt wird.

Behaarung im Gesicht: Die besten Tipps und Tricks

Ein leichter Damenbart oder eine buschige "Monobraue" bedeutet nicht unbedingt, dass eine Hypertrichose vorliegt. Der Haarwuchs ist unterschiedlich stark ausgeprägt und gerade "dunkle" mediterrane und orientalische Hauttypen leiden häufig unter starkem Haarwuchs. Diese Behaarung im Gesicht ist jedoch nicht krankhaft und kann zuhause mit Enthaarungscremes oder Waxing gut behandelt werden. Zahlreiche Kosmetikstudios bieten zudem entsprechende Behandlungen an.

Wer die störende Gesichtsbehaarung dauerhaft loswerden will, kann ihr auch mit Laser- oder Stromepilation zu Leibe rücken: Dabei werden mit winzigen Stromstößen oder Laserstichen die Haarwurzeln zerstört, so dass diese Haare nicht mehr nachwachsen können. Allerdings handelt es sich um eine recht aufwändige Behandlung, bei der mehrere Sitzungen mit entsprechenden Kosten benötigt werden. Eine solche Behandlung sollte zudem nur von Ärzten oder von erfahrenen Profis in zertifizierten Instituten durchgeführt werden.

Schönheitsmakel oder Krankheit?

Im Gegensatz zur angeborenen starken Behaarung tritt Hypertrichose eher plötzlich auf. Wenn also auf einmal starke Behaarung am ganzen Körper oder an bestimmten Körperstellen auftritt, sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden um die Ursache zu klären. Ist die Hypertrichose ein Warnsignal, dass im Körper ein hormonproduzierender Tumor aktiv ist, sollte dieser möglichst schnell operativ entfernt werden. Ansonsten ist die starke Behaarung jedoch hauptsächlich ein ästhetisches Problem, bei dem jeder selbst entscheiden muss, ob der eigene Haarwuchs akzeptiert oder mit unterschiedlichsten Schönheitsbehandlungen bekämpft wird.

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