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Studie: Diabetiker kommen früher in die Wechseljahre

Veröffentlicht in Frauengesundheit 04 Jun, 2014

Im Durchschnitt kommen Frauen um ihren 50. Geburtstag herum in die Wechseljahre – eine Zeit, in der es oftmals zu größeren körperlichen Veränderungen und unangenehmen Symptomen wie Nachtschweiß, Hitzewallungen oder Stimmungsschwankungen kommen kann. Diabetikerinnen können diese Umbruchphase allerdings schon deutlich früher erleben. Laut einer neuen Studie ist das Risiko für eine verfrühte Menopause bei ihnen drei Mal so hoch.

Welcher Zusammenhang besteht zwischen Diabetes und einer frühen Menopause?

Kommen Frauen in die Wechseljahre, dann produzieren die Eierstöcke plötzlich deutlich weniger Sexualhormone. Dieser Vorgang ist allerdings ganz natürlich, man kann ihn sich wie das Gegenstück zur Pubertät vorstellen. Da es sich bei Diabetes um eine Stoffwechselerkrankung handelt, kann sie selbstverständlich auch auf den Hormonhaushalt einen großen Einfluss haben. So passiert es, dass viele Frauen, die unter Diabetes leiden, schon früher als andere Frauen feststellen, dass ihre Hormonwerte abfallen. Oftmals kommt es dabei zu Symptomen wie Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen oder Schmerzen beim Sex.

Gibt es bereits handfeste Fakten?

Der Diabetologe Dr. Alvaro Monterrosa-Castro und sein Team an der Universität von Cartagena in Kolumbien haben insgesamt 6079 Frauen befragt und konnten dabei feststellen, dass Frauen, die von Diabetes betroffen sind, im Schnitt zwei Jahre früher als gesunde Frauen in die Wechseljahre kommen. Nur 13,2 Prozent der 40- bis 44-jährigen befragten Frauen hatten bereits die Menopause erlebt, während allerdings schon 29,5% der Diabetikerinnen im gleichen Alter in den Wechseljahren waren. Abschließend waren sich die Wissenschaftler sicher, dass Diabetes das Risiko einer frühen Menopause um das Dreifache erhöht.

Wie kann man mit einer frühen Menopause umgehen?

Vielen Frauen sind die Wechseljahre ein Gräuel, dabei können sie auch ganz harmonisch ablaufen. Die Umstellung des Hormonhaushaltes dauert zwischen sechs Monaten und einigen Jahren – jede Frau ist dabei ganz individuell. Oftmals fühlt es sich an, als wenn in den Wechseljahren ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Fühlt man sich dabei allerdings müde, schlapp und vielleicht sogar leicht depressiv, dann kann dies natürlich eine echte Herausforderung sein, besonders dann, wenn die Wechseljahre früher als erwartet eintreten. Beinträchtigen die Beschwerden den Alltag stark, dann kann eine Hormonersatztherapie sinnvoll sein. Manche Frauen machen allerdings auch mit natürlichen Alternativen gute Erfahrungen. In jedem Fall sollten Sie sich gründlich beraten lassen und Ihrem Körper Zeit geben, sich an die neue Situation zu gewöhnen.


Von Sarah Hebben


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