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Weltgesundheitsorganisation: Wir essen uns zu Tode

Veröffentlicht in Ernährung & Fitness 23 Mai, 2014

In einer Rede zur Eröffnung der 67. Weltgesundheitsversammlung in Genf warnte Margaret Chan, die Generaldirektion der Weltgesundheitsorganisation WHO, vor immer weiter um sich greifenden schlechten Ernährungsmethoden, die zu zahllosen Folgekrankheiten führten.

Mit Blick auf die weit verbreiteten ungesunden aber billigen Fertigmahlzeiten, überzuckerten Softdrinks und salzigem, fettigem Fast Food, bemerkte Chan, dass sich ein Teil der Welt "im wahrsten Sinne des Wortes zu Tode isst". Vor allem die stark zunehmende Fettsucht bei Kindern mache ihr Sorgen.

Schlechtes Essen gefährlicher als Rauchen

In die gleiche Kerbe hieb Olivier de Schutter, dessen schöner offizieller Titel UN-Sonderbeauftragter für das Recht auf Nahrung lautet. Er wies darauf hin, dass eine ungesunde Ernährung mittlerweile noch schlimmere Konsequenzen für die Gesundheit der Menschen habe als das Rauchen, das in den letzten Jahrzehnten so heftig bekämpft wurde. Zu den Krankheiten, die direkt auf schlechte Ernährung zurück zu führen sind, gehören u.a. zahlreiche Herzleiden, die wiederum zu Herzinfarkten und Schlaganfällen führen, diverse Krebserkrankungen und Diabetes.

Bundesbeauftragter für Adipositas?

Nicht nur die WHO befasst sich derzeit wieder einmal mit der grassierenden Fettsucht. Diabetes-Gesellschaften forderten am europäischen Adipositas-Tag (18.Mai) einen Bundesbeauftragten, der sich helfen soll, das Problem zumindest in Deutschland in den Griff zu bekommen. Schließlich leiden in unserem Land alleine etwa 6 Millionen Menschen an Diabetes, von denen der weitaus größte Teil (90 Prozent) an Diabetes Typ 2 erkrankt ist. Prognosen wird die Zahl bis 2030 stark ansteigen - nicht nur in Deutschland. Einer Schätzung der International Diabetes Federation könnte dann jeder zehnte Erwachsene weltweit unter einer Form der Zuckerkrankheit leiden.

Früherziehung zu gesunder Ernährung in der Schule?

Während die Tabakindustrie seit Jahren mit immer stärkeren Vorschriften gemaßregelt wird - von Werbeverboten in der Öffentlichkeit bis zu den berüchtigten "Schockbildern" auf Zigarettenschachteln - darf die Lebensmittelindustrie bislang jedoch noch munter weitermachen und ihre überzuckerten fettigen Produkte unters Volk bringen.

Experten sehen dann auch eine kindliche Früherziehung in den Schulen als einzige Chance, der schleichenden Epidemie Herr zu werden. Kinder sollen schon in der Grundschule lernen, einfache Gerichte aus gesundem Obst und Gemüse selbst zu kochen und zu lernen, wie sie nahrhafte, köstliche Mahlzeiten zusammenstellen können. Wurde der kindliche Geschmack nämlich einmal auf Vorlieben wie Pommes, Hamburger und Chicken McNuggets programmiert, fällt es ihnen später schwer, auf gesündere Kost umzuschwenken.

Natürlich sind auch Kitas, Kindergärten und Schulen dazu angehalten, eine gesunde Kost aufzutischen statt billiger Fertignahrung - und die Eltern. Solange zuhause stets Fertiggerichte und Fast Food auf den Tisch kommen, können schließlich auch die besten Pädagogen nichts gegen die frühe Prägung auf ungesundes Essen und Softdrinks ausrichten.


Von Nicole Freialdenhoven


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