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Leptin – wie Hormonmangel zu Übergewicht führt

Veröffentlicht in Ernährung & Fitness 15 Mai, 2015

Die Geschichte eines stark übergewichtigen Kleinkindes ging um die Welt. Ärzte entdecken hierdurch eine neue Ursache für Übergewicht – Leptinmutation. Wir haben die wichtigsten Informationen zusammengefasst.

Was ist Leptin


Leptin ist ein Hormon, welches durch Fettzellen bei der Nahrungsaufnahme freigesetzt wird. Über den Blutkreislauf wird das Hormon zum Gehirn geleitet, wo es das biologische Signal des Sättigungsgefühls auslöst. Je mehr Nahrung und somit Energie aufgenommen wird, umso mehr Leptin wird produziert. Auf diese Weise stellt sich relativ schnell das Sättigungsgefühl ein und der Hunger vergeht.



Leptinmangel und Übergewicht


Die Wirkung des Leptin-Hormons bei der Nahrungsaufnahme ist den Forschern bereits lange Zeit bekannt. Sie wissen seit längerer Zeit, dass ein Leptinmangel zu Übergewicht führen kann. Demnach wird bei manchen Patienten während der Nahrungsaufnahme nicht genügend Leptin produziert, sodass sich erst sehr spät bzw. gar nicht ein Hungergefühl einstelle. Auf diese Weise essen die Betroffenen unzählige Mengen, ohne zu merken, dass der Körper eigentlich bereits genug Energie aufgenommen hat. Neu ist nun die Erkenntnis, das es in Ausnahmefällen zu einer Mutation des Leptin-Hormons kommen kann. Hierbei wird zwar genügend Leptin produziert, es haftet jedoch nicht an den Gehirnrezeptoren an, sodass keine Signalübertragung stattfinden kann und das Sättigungsgefühl ausbleibt.

Das fettleibige Kleinkind


Am Uniklinikum Ulm wurde der Fall eines zweijährigen Kleinkindes mit über 20 Kilo Übergewicht bekannt. Das Kind zeichnet sich durch einen übermäßigen Hunger und übermäßige Nahrungsaufnahme aus. Die Forscher vermuteten zunächst einen klassischen Leptinmangel, der sich durch ein Blutbild aber nicht bestätigen ließ. Weitere Untersuchungen zeigten eine Mutation des Hormons. Demnach kann es sich nicht an den erforderlichen Gehirnrezeptoren festsetzen. Nach einer Sondergenehmigung durch die Ethikkommission, erhält der Junge nun ein synthisches Leptin. Die Behandlung ist erfolgreich muss aber in der Zukunft noch durch klinische Untersuchungen für eine allgemeine Freigabe erlaubt werden.

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