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Fettleber - Ursachen, Diagnose, Symptome und Behandlung

Veröffentlicht in Ernährung & Fitness 30 Nov, 2015

Was ist eine Fettleber?


Fettleber, oder Steatosis Hepatis, bezeichnet eine bestimmte Lebererkrankung. Dabei kommt es in der Leber zu einem vermehrten Vorkommen von Fetten und Kohlenhydraten, die vom Organ nicht mehr vollständig verarbeitet werden können. Zudem werden bestimmte Zuckerarten als Fettsäuren im Organ gelagert. Infolge dessen wird das überschüssige Fett in der Leber gespeichert und sie verfettet.

Die Fette gelangen über Nahrung oder Bauchfett in die Leber. Fettsäuren und Kohlenhydrate werden hier in Neutralfette, sogenannte Triglyceride, umgewandelt und in die Blutbahn weitergeleitet. Dies geschieht als Prozess des Stoffwechsels. Bei der Verfettung verbleiben diese Fetttröpfchen in der Leber und sorgen im Verlauf der Krankheit für eine gelbe Verfärbung, Die Fettleber zählt zu den häufigsten Leberstörungen. Nach Expertenschätzungen sind etwa 20 bis 30 Prozent der Europäer davon betroffen.

Wie kommt es zur Fettleber?


Da die überschüssigen Fettsäuren und Kohlenhydrate über die Nahrung aufgenommen werden, sind wir zumeist selbst für eine Fettleber verantwortlich. Risikofaktor Nummer eins ist hierbei Alkohol. Ein übermäßiger Alkoholkonsum über einen längeren Zeitraum schadet der Leber und führt zu einer sogenannten alkoholischen Fettleber. Etwa 5 bis 10 von 100 Menschen der westlichen Zivilisation leiden darunter.

Ernährung

Aber auch ungesunde Ernährung kann zur Verfettung der Leber führen. Hierbei spielt auch Übergewicht eine Rolle. Die Fettablagerungen bilden sich nicht nur unter der Haut, sondern befallen auch die Organe. Das Fettgewebe gibt Fettsäuren und entzündungsfördernde Stoffe ab, die die Leber schädigen und verfetten. Besonders Bauchfett, und damit die sogenannte Apfelform, sind ein Risiko. Zudem erhöht Übergewicht auch das Risiko an Folgeerkrankungen wie Diabetes zu erkranken, was wiederum aufgrund des erhöhten Blutzuckerspiegels zur Verfettung der Leber beiträgt. Purer Verzicht sollte dennoch nicht betrieben werden, da auch eine Mangelernährung (insbesondere Eiweißmangel) zur Verfettung führen kann.

Studien weisen daraufhin, dass gerade Fruchtzucker, besonders aus Limonaden und Softdrinks, eine Fettleber begünstigen kann. Das Risiko erhöht sich jedoch erst beim Konsum großer Mengen.

Erkrankungen

Bestimmte Erkrankungen, wie andere Lebererkrankungen oder Virusinfektionen aus der Hepatitis-Gruppe, können ebenfalls zu einer Fettleber führen. Hinzukommt, dass bestimmte Medikamente (z.B. gegen Herzrhythmusstörungen) den Stoffwechsel beeinflussen können und somit für eine Fettablagerung im Organ sorgen. Ein gestörter Stoffwechsel sorgt häufig für eine Verfettung der Leber.

Wird die Verfettung durch andere Gründe als Alkohol ausgelöst, so spricht man von einer nicht-alkoholbedingten Fettleber. Man geht davon aus, dass etwa 30 aus 100 Menschen der westlichen Industrieländer unter dieser Form der Erkrankung leiden. Die westlichen Nationen sind eher betroffen, aufgrund des ungesunden Lebensstils, der hier verbreitet vorliegt.

Welche Risiken können auftreten?


Häufig treten bei Patienten keine bemerkbaren Symptome auf. Erst wenn sich das Organ aufgrund der Verfettung vergrößert kann es zu einigen Beschwerden kommen. Häufig äußern sich diese in Konzentrationsschwierigkeiten, Blähungen, Übelkeit, Fieber, Appetitlosigkeit oder Druckgefühl im rechten Oberbauch. Häufig wird eine Fettleber daher erst bei einem Bauch-Ultraschall oder einer Blutuntersuchung entdeckt. In diesem Fall zeigt sich eine vergrößerte Leber oder ein erhöhter Transaminasen-Wert.

Wird die Fettleber nicht behandelt, können sich ernsthafte Folgebeschwerden entwickeln. Besonders ist auf Entzündungen zu achten, welche etwa in 1/3 der Fälle eintritt. Hierdurch kann eine sogenannte Leberfibrose oder sogar eine Leberzirrhose entstehen. Besonders eine alkoholbedingte Fettleber führt aufgrund einer möglichen Alkoholhepatitis häufiger zu einer Zirrhose. Eine Zirrhose bezeichnet das Endstadium einer Lebererkrankung und geht mit einer Vernarbung und Schrumpfung des Organs einher, zudem erhöht es das Risiko an Leberkrebs zu erkranken. Ebenfalls werden durch eine Fettleber das Risiko für Diabetes Typ II und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht.

Diagramm des Aufbaus und der Entwicklung einer Fettleber

Wie behandelt man eine verfettete Leber?


In den meisten Fällen ist die Fettleber eine reversible Erkrankung, sie kann also zum gesunden Zustand zurückkehren. Eine medikamentöse Behandlung ist dabei jedoch nicht möglich. Patienten müssen die Heilung durch eine Umstellung des Lebensstils erreichen. Auf welchen Bereich sich dies auswirkt, hängt von der jeweiligen Ursache der Erkrankung ab.

Bei einer alkoholbedingten Fettleber müssen Patienten komplett auf den Konsum von Alkohol verzichten. Eine Reduktion des Konsums reicht nicht aus, er muss komplett gestoppt werden.

Bei einer nicht-alkoholbedingten Fettleber gilt es meist die Ernährung umzustellen, um das Körpergewicht und Körperfett zu reduzieren. Dabei sollte jedoch auf eine langfristige ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung gesetzt werden. Eine Radikal-Diät, die sich auf starken Verzicht konzentriert, belastet die Leber wiederum. Wichtig ist gesunde Fette und Kohlenhydrate zurückzugreifen und den Konsum von tierischen Fetten und schnell verdaulichen Zucker eher einzuschränken. Fettbinder, wie Xenical Orlistat, die über die Nahrung aufgenommen Fette binden, können gerade zu Beginn helfen, wenn die Ernährungsumstellung noch schwer fällt. Auf diese Weise werden auch bei einer schrittweisen Anpassung der Ernährung, die Fette von einer Ablagerung in der Leber abgehalten.

Ist eine Diabetes-Erkrankung der Auslöser für die Fettleber, so muss der Blutzuckerspiegel behandelt werden. Durch natürliche Maßnahmen, wie auch eine Insulin- oder medikamentöse Therapie, kann der Blutzuckerspiegel auf ein normales Niveau gebracht und so auch die Leber entlastet werden.

Sorgen bestimmte Medikamente oder Gifte für die Schädigung der Leber, so muss auf diese verzichtet werden. Hier ist ein Gespräch mit dem Arzt nötig um alternative Behandlungsmöglichkeiten zu besprechen oder die Gifte genau zu identifizieren.

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