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Warum Doping mit Testosteron gefährlich ist

Veröffentlicht in Ernährung & Fitness 01 Jul, 2013

Testosteron ist ein männliches Sexualhormon, das für viele körperliche Reaktionen und Prozesses – nicht nur bei Männern sondern auch bei Frauen – verantwortlich ist.

Körperliche Wirkungen von Testosteron

Im Rahmen der männlichen Pubertät bewirkt Testosteron u. a. die Ausbildung der typisch männlichen Muskulatur. Körperliches Leistungsvermögen und Ausdauer steigen enorm an.

Darüber hinaus beschleunigt Testosteron die Skelettreifung. Die Wachstumsfugen (Epiphysenfugen) der langen Knochen schließen sich und das Längenwachstum kommt zum Erliegen.

Schließlich hat Testosteron noch eine weitere Wirkung, die das Hormon für Sportler interessant macht: Es forciert die Bildung roter Blutkörperchen und verbessert somit den Sauerstofftransport zu den Muskeln. Der erschöpfte Körper erholt und regeneriert sich schneller; die notwendigen Ruhephasen zwischen den Trainingseinheiten werden kürzer und der Sportler kann öfter trainieren.

Psychische Wirkungen von Testosteron

Neben diesen körperlichen Wirkungen sind für den Einsatz von Testosteron als Dopingmittel aber auch psychische Aspekte ausschlaggebend:

So steigert Testosteron die Angriffslust und Aggressivität der Sportler deutlich. Die persönliche Schmerz- und Leistungsgrenze verschiebt sich und die Risikobereitschaft nimmt zu.

Testosteron Doping

Beim Doping werden dem Körper synthetisch hergestellte Anabolika (künstliche Abkömmlinge von Testosteron, anabole Steroide) mittels Spitzen, Tabletten oder durch schnell wirkende Hormonpflaster zugeführt. Letztere werden diskret am Hodensack getragen.

Weil Testosteron ein Hormon ist, das natürlicherweise im Körper vorkommt, ließ sich auch die Zufuhr seiner künstlichen Abkömmlinge bis vor einigen Jahren nur schwer nachweisen. Sportmediziner hatten die Verabreichung der Hormone derart perfektioniert, dass der Testosteronspiegel der betroffenen Sportler stets an der Obergrenze des gerade noch Zulässigen lag.

Inzwischen ist es möglich, körpereigenes, von den Hoden gebildetes Testosteron eindeutig von äußerlich zugeführtem Testosteron bzw. anabolen Steroiden zu unterscheiden. Isotopenverhältnis-Massen-Spektrometrie (IRMS) heißt das aufwendige, aber sichere Verfahren, das immer dann zum Einsatz kommt, wenn einfachere Testverfahren Anhaltspunkte für Doping liefern.

Nebenwirkungen anaboler Steroide

Neben dem Imageverlust für den gedopten Sportler kann Doping mit Testosteron oder anabolen Steroiden zu gravierenden gesundheitlichen Folgen und sogar zum Tod führen.

Jungen und Männer

Werden anabole Steroide Jungen (vor oder während der Pubertär) zugeführt, kommt es zu einer verfrühten oder beschleunigten Geschlechtsreife. Die nicht altersgerechte Verabreichung der Hormone beendet das Wachstum vorzeitig. Dazu kommen die weiteren möglichen Nebenwirkungen anaboler Steroide (siehe unten).

Beim geschlechtsreifen Mann kann es zur Verweiblichung kommen, weil überschüssiges Testosteron in das weibliche Sexualhormon Östrogen umgewandelt wird (Aromatisierung). Die Brustdrüsen können anschwellen (Gynäkomastie); die Hoden indes schrumpfen. Es wird weniger Sperma und auch weniger eigenes Testosteron produziert, wodurch sich der Prozess noch beschleunigt.

Mädchen und Frauen

Bei ihnen kommt es hingegen zu Vermännlichungserscheinungen, insbesondere Hirsutismus (männliche Körperbehaarung), evtl. sogar zur Glatzenbildung (Rückumwandlung von Temporalhaar in Vellushaar – siehe Kapitel „Hirsutismus“).

Rückbildung der Brüste, tiefe, männliche Stimme, vergrößerte Klitoris, Reizbarkeit, Halluzinationen und vorzeitiger Abschluss des Längenwachstums sind weitere mögliche Folgen des Testosteron-Dopings.

Hinzu können bei beiden Geschlechtern kommen:

  • Leber- und Nierentumore
  • Herz- und Kreislaufschäden
  • erhöhte Gefahr von Schlaganfällen und Thrombose
  • Arteriosklerose
  • Akne
  • Gefühlsschwankungen und Depressionen
  • eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit und nachlassende Gedächtnisleistung
  • gesteigerte Aggressivität

Andere anabol wirkende Substanzen

Neben Testosteron und seinen Abkömmlingen entfalten auch andere Substanzen anabole, häufig für Dopingzwecke missbrauchte Wirkungen, so u. a. das Asthma-Arzneimittel Salbutamol oder das Wachstumshormon Somatropin (HGH).

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