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Diabetesrisiko mit Hilfe eines wöchentlichen Fastentags mindern

Veröffentlicht in Ernährung & Fitness 04 Jul, 2014

Ist eine Diabetes mellitus einmal voll zum Ausbruch gekommen, gibt es für die Betroffenen keine Wahl mehr: Sie müssen sich wohl oder übel lebenslang mit der Zuckerkrankheit arrangieren. Anders sieht es möglicherweise aus, wenn bei Patienten lediglich die sogenannte Prädiabetes festgestellt wurde, eine Vorstufe der Diabetes mit nur leicht erhöhten Blutzuckerwerten. Hier kann ein wöchentlicher Fastentag möglicherweise helfen, die Krankheit noch einmal abzuwenden.

Was ist Prädiabetes?

Diabetes vom Typ II kommt nicht "über Nacht". Eine Insulinresistenz entwickelt sich nur langsam in den inneren Organen. Normalerweise wird Insulin von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet, wenn der Blutzuckerspiegel stark angestiegen ist und wieder herunter geregelt werden muss. Dies ist vor allem nach dem Konsum von einfachen Kohlenhydraten wie Zucker und Weißmehl der Fall, die vom Körper schnell zu Glukose abgebaut wird.

Bei einer beginnenden Diabetes verlieren die Insulinrezeptoren der Fett-, Muskel- und Leberzellen die Fähigkeit auf das Insulin zu reagieren. Die Bauchspeicheldrüse versucht zunächst noch mehr Insulin zu produzieren, um diesen Mangel wieder zu kompensieren, bis sie überfordert wird und nur noch wenig Insulin produziert. Dann kann der Blutzuckerspiegel nicht mehr gesenkt werden und der Betroffene muss Insulin von außen zuführen.

Wird eine Prädiabetes festgestellt, hat sich im Körper bereits eine Insulinresistenz entwickelt. Zu diesem Zeitpunkt werden stark erhöhte Insulinwerte festgestellt und auch leicht erhöhte Blutzuckerwerte. Als Insulinresistenz gilt dabei ein Grenzwert von 100-125 mg/dl für den Blutzuckerspiegel im nüchternen Zustand.

Fasten verringert die Insulinresistenz

Mediziner beobachten schon seit längerer Zeit, dass Menschen, die regelmäßig fasteten - meist aus religiösen Gründen - seltener an Diabetes erkranken als andere. Daher wollten Forscher des Intermountain Medical Center in Murray nun die genauen Vorgänge im Körper und die Zusammenhänge zwischen Fasten und Diabetes ergründen.

Für eine erste Pilotstudie wurden zwölf Teilnehmer ausgewählt, bei denen bereits eine Prädiabetes mit Werten von über 100 mg/dL vorlag. Zugleich brachten alle einen von drei weiteren Risikofaktoren mit: Entweder einen großen Bauchumfang, einen hohen Triglyzeridspiegel oder einen niedrigen Spiegel des "guten" Cholesterins HDL. Manche Teilnehmer waren übergewichtig, andere jedoch normalgewichtig.

Alle mussten sechs Wochen lang einmal wöchentlich einen Fastentag einlegen, an dem sie 24 Stunden lang nur Wasser konsumieren durften. Die Forscher stellten fest, dass nicht nur der Cholesterinspiegel nach einem anfänglichen Anstieg um insgesamt 12 Prozent sank, sondern auch die Blutzuckerwerte besser wurden. Sie vermuten, dass der Körper beim Fasten Alternativen zum Blutzucker als Energiequellen suchen muss und dabei das schlechte LDL-Cholesterin in den Fettzellen angreift. Dadurch könne die Insulinresistenz dieser Zellen wieder gemindert werden.

Für eine allgemeine Gesundheitsempfehlung sind die Daten jedoch noch lange nicht ausreichend. Nun sollen größere Studien folgen um die Effektivität von Fastentagen zu prüfen und die ideale Fastendauer zu ermitteln.


Von Nicole Freialdenhoven


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