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Was ist eigentlich Nikotinentzug?

Veröffentlicht in Atemwege & Rauchen 16 Aug, 2013

Nikotin ist der Hauptwirkstoff der Zigarette und kann bei Rauchern zu den gleichen Entzugserscheinungen führen wie bei Drogensüchtigen, die von ihrer Sucht loskommen wollen.

Nikotinentzug: Die erfolgreiche Überwindung der Sucht

Obwohl Zigaretten nach wie vor frei erhältlich sind, gilt die Nikotinsucht heute als genauso gefährlich wie andere Drogensüchte. Um die Sucht erfolgreich zu bekämpfen hilft es, die Entstehung der Nikotinsucht zu verstehen. Meistens besteht die Sucht aus einer körperlichen und einer psychischen Komponente.

Nikotin ist ein natürlicher Wirkstoff, der in der Tabakpflanze vorkommt und ihr als Schutz gegen Schädlinge dient. Wird die Tabakpflanze zu Rauchtabak verarbeitet, gelangt das Nikotin in das menschliche Gehirn und regt dort die Ausschüttung von Adrenalin, Dopamin und Serotonin an. Durch die Adrenalinausschüttung fühlt sich der Raucher für kurze Zeit aufgeweckter und angeregter. Dopamin kann die Aufmerksamkeit und die Gedächtnisleistung ankurbeln, während Serotonin als Stimmungsaufheller gilt. Hört die Zufuhr von Nikotin auf, treten typische Nikotinentzug Symptome wie Unruhe und Zittrigkeit auf. Wie bei anderen Süchten muss die Dosis immer wieder gesteigert werden, damit der positive Effekt erhalten bleibt.

Der Zug an der Zigarette hilft vielen Menschen auch, Stress oder Langeweile zu vertreiben und wird so zu einer Gewohnheit. Vor allem langjährige Raucher sind es so gewohnt, regelmäßig zur Zigarette zu greifen, dass sie beispielsweise in einer schwierigen Situation gar nicht mehr ohne die "Stütze" zurechtkommen. Diese psychische Abhängigkeit erschwert das Loskommen von der Sucht erheblich.

Nikotinsucht Symptome: Wie erkenne ich, dass ich süchtig bin?

Die wohl beliebteste Ausrede der Raucher ist zu sagen, sie könnten ja jederzeit aufhören, wenn sie wirklich wollten. Der erste Schritt zu einer erfolgreichen Therapie ist also zunächst die Erkenntnis, dass der tägliche Zigarettenkonsum zur Sucht geworden ist. Als klassische Nikotinsucht Symptome gelten daher zum Beispiel das Festhalten am Rauchen, auch wenn längst schädliche Folgen wie der Raucherhusten aufgetreten sind oder schnelle Rückfälle, wenn das Rauchen tatsächlich einmal für kurze Zeit aufgegeben wurde.

Wer sich fragt, ob der eigene Zigarettenkonsum schon eine Sucht ist, sollte eine ehrliche Selbstbeobachtung vornehmen: Wird morgens früh sofort eine Zigarette angesteckt? Laufen Pausen am Arbeitsplatz automatisch auf eine Rauchpause hinaus? Werden täglich mehr als zehn Zigaretten konsumiert? Entsteht in stressigen Situationen automatisch der Wunsch, jetzt unbedingt eine rauchen zu müssen? Werden diese Fragen mit Ja beantwortet, liegen klassische Symptome der Nikotinsucht vor.

Wie lange dauert Nikotinentzug?

Bei der Frage nach der Nikotinentzug Dauer muss auch wieder zwischen den körperlichen und psychischen Aspekten der Sucht getrennt werden: Der körperliche Entzug dauert meistens nur einige Tage, in denen der Betroffene an Kreislaufstörungen, Herzrasen, Schwindel, Zittern und Schweißausbrüchen leidet. Häufig kommen Schlafstörungen, starke Müdigkeit und depressive Verstimmungen hinzu. Wenn der körperliche Entzug überstanden ist, kann es jedoch noch viele Monate dauern, bis auch der psychische Entzug, d.h. die Lust auf eine Zigarette, ausgestanden ist.

Nikotinentzug Phasen

Beim Nikotinentzug sind Phasen der Euphorie und der Depression normal - ein Hochgefühl "ich habe es geschafft" wird abgelöst von "Ich will jetzt unbedingt eine Zigarette", ehe das nächste Hochgefühl kommt. Spätestens wenn sich die ersten körperlichen Verbesserungen einstellen, darunter das Verschwinden des Raucherhustens und ein klareres Hautbild, werden die Hochgefühle jedoch überhand nehmen und es wird immer leichter fallen, die negativen Nikotinentzug Phasen zu durchstehen, bis sie ganz aufhören.

Nikotinentzug durchstehen: Es lohnt sich

Nikotin hat eine so negative Wirkung auf den Körper, dass der möglicherweise schmerzhafte Entzug durch die vielen positiven Verbesserungen wieder wettgemacht werden: Die Atmung verbessert sich, die fahle Haut klart auf, die Finger sind nicht länger gelb und der Atem ist wieder frisch. Wer sich dies vor Augen hält, wird auch den Nikotinentzug durchstehen. Notfalls helfen Nikotinpflaster aus der Apotheke oder spezielle Rauchentwöhnungsprogramme.

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