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Neue Asthma Studie - Vernachlässigt Merkel die Gesundheit unserer Kinder?

Veröffentlicht in Atemwege & Rauchen 12 Mai, 2014

Die Erkrankung schleicht sich oft still und heimlich in Deutschlands Kinderzimmer und wird oft erst sehr spät bemerkt. Anzeichen sind ein immer wiederkehrender trockener Husten und ein pfeifendes Geräusch beim Atmen. Die Rede ist von Asthma, einer immer häufiger vorkommenden Atemwegserkrankung. Vor allem die Zahl bei Kindern steigt jährlich an. Doch wie können wir unsere Kinder vor Asthma schützen und was unternimmt unsere Regierung eigentlich gegen die immer steigenden Zahlen an asthmaerkrankten Kindern?

Neue Studie: 2 Kinder pro Schulklasse haben Asthma

Eine neue Erhebung hat ergeben, dass im Schnitt 8 Prozent der Kinder jeder Altersstufe unter Asthma leiden. Das sind umgerechnet circa 2 Kinder in jeder Schulklasse. Diese Zahlen wurden von Dr. Siegfried Felix, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin zu diesjährigen Welt-Asthma-Tages am 06.Mai veröffentlicht. „Genaue Zahlen gibt es nicht, aber gefühlt ist die Tendenz in den letzten Jahren steigend“ berichtete Felix der WAZ.

Diese Umwelteinflüsse schaden unseren Kindern

Obwohl auch Erwachsene an Asthma erkranken, treten Atemwegserkrankungen noch immer vor allem bei Kindern auf. Bei Asthma handelt es sich um eine Überempfindlichkeit der Atemwege auf bestimmte Reize. Bei vielen dieser Reize handelt es sich um Allergene, wie Tierhaare, Pollen oder Hausstaubmilben.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte Deutschlands (BVKJ) weist jetzt auf neue Umwelteinflüsse hin, die die Gesundheit von Kindern gefährden könnten.

Die falsche Wärmedämmung im Haus

Ein großes Problem sei die Wärmedämmung in Häusern, so Wolfram Hartmann, Präsident des BVKJ. Durch die Dämmung würden gewisse Schadstoffe, wie beispielsweise Pentachlorphenol im Haus bleiben und nicht nach außen transportiert werden. Außerdem staut sich die Luftfeuchtigkeit in vielen Häusern an, in denen nicht richtig gedämmt wurde. Dadurch kommt es häufig zu Schwarzschimmelbefall an den Wänden, der wiederrum zu Asthma führen kann. Gefordert sind hier die Baubehörden, die dafür sorgen müssen, dass die Wärmedämmung richtig installiert wird.

Schadstoffe in billigen Kleidungsstücken

Hartmann warnt außerdem vor Schadstoffen in billigen Kleidungsstücken, die die Gesundheit von Kindern beeinträchtigen kann. Er empfiehlt Eltern, eher Second-Hand Kleidung zu kaufen, bei denen die Schadstoffe schon ausgewaschen wurden.

Ein kleiner Trost: Rückgang mancher schädlichen Einflüsse

Trotzdem hat sich in den vergangenen Jahrzehnten auch einiges gebessert. Es gibt heute weniger Ausstoß von Industrie- und Autoabgasen, als noch vor ein paar Jahren. Auch das Rauchen in Wohnungen sei zurückgegangen. Jetzt heißt es, die neu aufgekommenen schädigenden Umwelteinflüsse im Auge zu behalten und entgegenzusteuern.

Die Regierung schaut zu?!

Wolfram Hartmann fordert hierfür Maßnahmen zur Primärprävention bei Kindern. Sie müssen besonders geschützt werden, da ihre Körper noch empfindlicher und anfälliger auf äußere Reize reagieren. „Wir wissen zu wenig über Spätfolgen, Anreicherungen und Wechselwirkungen, vielleicht sogar Potenzierungen von vielen Substanzen, die mit der Nahrung oder über die Atmung in den Körper gelangen.“

Hier ist die Politik gefragt, zeitnah etwas gegen die schädlichen Umwelteinflüsse und ihre Auswirkungen auf Kinder zu unternehmen. Leider macht es momentan eher nicht den Eindruck, dass die Regierung ihren Schwerpunkt auf eine gesunde Umwelt und Kindergesundheit setzt. Auch in den letzten Jahren wurde das Thema Kindergesundheit oft vernachlässigt.

Dabei könnte durch eine nicht schädigende Umwelt vieles verhindert und damit auch viele Kosten gespart werden. „Primärprävention ist am sinnvollsten im Kindesalter“, betonte Hartmann. Auch Eltern können bereits ihren Beitrag beisteuern, indem sie beispielsweise auf eine rauch- und schadstofffreie Umgebung für ihr Kind achten und die Wärmedämmung der Wohnung überprüfen lassen.


Von Sabine Will


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